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Deutschen Bürgern darf der Pass entzogen werden, wenn sie zur Ausbildung in ein islamistisches Terrorcamp reisen wollen.
Der Selbstmordattentäter von Stockholm ist nach Angaben der irakischen Sicherheitsbehörden in einem Terror-Ausbildungscamp im Norden des Irak im Bau von Bomben unterrichtet worden.
Noch bevor Terroristen und Sympathisanten eine Tat begehen, können sie künftig bestraft werden. Der Bundestag verabschiedete ein Anti-Terror-Paket, das unter anderem die Ausbildung in einem Terrorcamp unter Strafe stellt. Die Opposition stimmte dagegen, sie befürchtet eine Gesinnungsjustiz.
Ahmad S. steht in Koblenz vor Gericht: Dem Deutsch-Afghanen wird die Mitgliedschaft im Terrornetzwerk al Kaida und in der Islamischen Bewegung Usbekistan (IBU) vorgeworfen. In einem Terrorcamp in Pakistan soll er zudem ausgebildet worden sein.
Sie lernen beten, schießen und morden. Im Ausbildungscamp Mir Ali in Pakistan trainiert al-Qaida ihren Nachwuchs, darunter auch Deutsche. Zwei von ihnen sitzen seit Sommer in Haft und gelten als wichtige Quellen der Behörden - auch auch für die aktuelle Warnstufe.
Seit Anfang der 1990er Jahre sollen rund 200 deutsche Islamisten in Terrorcamps, vorwiegend in Pakistan, ausgebildet worden sein. Über den Verbleib dieser Menschen wissen die deutschen Behörden nur in Einzelfällen Bescheid.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart geht neue Weg im Kampf gegen Islamisten. Sie ermittelt gegen Vermittler von Stipendiaten an einer radikalen Sprachschule in Ägypten. Mehr als 100 Deutsche wurden dorthin vermittelt. Einige landeten später in Terrorcamps - wie ein Mitglied der "Sauerland-Gruppe".
Rund 30 Rekruten aus Deutschland sollen in diesem Jahr ein Al-Kaida-Terrorcamp in Pakistan absolviert haben. Experten sprechen von einer ernsten Bedrohung, die Sorge vor Anschlägen in Europa wächst.
In Düsseldorf hat heute der Prozess gegen die "Sauerland-Gruppe" begonnen. Die vier sollen geplant haben, Hunderte Menschen mit selbst gebastelten Bomben zu töten. Einer von ihnen ist der Saarländer Daniel Schneider, getrieben von einer Religion, die er für den Islam hielt. Eine Spurensuche.
Bis zu zwölf Jahre Haft: So lautet das Urteil im Sauerlandprozess. Auch am Ende des Verfahrens bleibt jedoch vieles im Dunkeln ? etwa die Rolle der Geheimdienste.
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