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Sebastian Edathy

Sebastian Edathy

Schon seit 1998 war der 1969 geborene Edathy Mitglied des Deutschen Bundestags, seit 2000 sogar Mitglied des Fraktionsvorstands der SPD. Von 2005 bis 2009 war der Sozialwissenschaftler außerdem Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestags. Er leitete seit Januar 2012 den zweiten Untersuchungsausschuss zum NSU und konnte dabei erfolgreich seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Er setzte sich in seiner politischen Laufbahn unter anderem für die Bekämpfung von Ausgrenzung und Diskriminierung und für eine verantwortungsbewusste Energiepolitik ein. In den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union im Herbst 2013 verhandelte Edathy zu den Themen Migration und Integration, bewarb sich aber für kein Amt in der Fraktion. Am 8. Februar 2014 legte er überraschend sein Bundestagsmandat nieder. Laut eigener Aussage aus gesundheitlichen Gründen. Als die Staatsanwaltschaft nur zwei Tage später seine Wohn- und Büroräume in Niedersachsen und Berlin durchsuchte, wurde öffentlich, dass wegen eines mutmaßlichen Zusammenhangs zwischen Edathy und einer kanadischen Internetplattform, die Kinderpornografie vertreibt, gegen ihn ermittelt wird. Sebastian Edathy selbst bestreitet, im Besitz strafrechtlich relevanten Materials zu sein.

Text: Sabrina Twele, 13.02.2015


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