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8. November 2008, 13:24 Uhr

Hessens neuer Hoffnungsträger

Statt der bisherigen Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti ist es nun an Thorsten Schäfer Gümbel, der SPD in Hessen politischen Einfluss zu sichern. Der 39-jährige Politikwissenschaftler ist auch schon für die Bundes-SPD in Erscheinung getreten und gilt als linker Pragmatiker.

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Neuer Spitzenkandidat der hessischen SPD: Thorsten Schäfer-Gümbel© SPD/DDP

Thorsten Schäfer-Gümbel, ein enger Vertrauter von Parteichefin Andrea Ypsilanti, soll für die hessische SPD den Neuanfang wagen. Er wird die schwer gebeutelten Sozialdemokraten in dem ehemals "roten" Bundesland nach dem Willen der Vorsitzenden und dem einstimmigen Votum des Parteirats als Spitzenkandidat in die Neuwahl Anfang 2009 führen. Der 39 Jahre alte Überraschungskandidat gilt als linker Pragmatiker. Parteifreunde bescheinigen dem stellvertretenden Chef des Bezirks Südhessen Fleiß, Intelligenz und die Fähigkeit, konzeptionell zu denken.

Schäfer-Gümbel hat unter anderem am Konzept der Bundes-SPD für eine Bürgerversicherung mitgewirkt und in Hessen die Forderung nach Mindestlöhnen vorangetrieben. Dabei blieb er meist im Hintergrund. Im Wiesbadener Landtag ist Schäfer-Gümbel seit 2003 Abgeordneter. Er ist stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst sowie Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr. Seit 2002 war der stets gut gekleidete Politik- und Agrarwissenschaftler Berater der Landtagsfraktion. Hätten SPD und Grüne eine Minderheitsregierung bilden können, wäre er als Fraktionsvorsitzender in Frage gekommen.

Schäfer-Gümbel, seit gut zwölf Jahren in der SPD und Mitglied der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, leitet auch den Unterbezirk Gießen. In Oberstdorf im Allgäu geboren, ist er seit vielen Jahren eng mit Gießen und dem Landkreis verbunden, der auch sein Wahlkreis ist. An der Justus-Liebig-Universität in Gießen studierte er Politik, anschließend ging er in die Verwaltung der Stadt. Er ist Mitglied des Kreistages und der Regionalversammlung Mittelhessen. Schäfer-Gümbel ist verheiratet und hat drei Kinder.

DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
fladdy36 (08.11.2008, 18:20 Uhr)
schäfer-gümbel
scheint am richtigen platz zu sein. jemand der was von politik und agrarwissenschaft versteht, könnte tatsächlich auch interessante strukturen in hessen aufzeigen... na schaun mer mal, wie er nun von den medien zerrupft wird :)
sedanon (08.11.2008, 16:41 Uhr)
Noch so ein
Watschngesicht.
Für die Hessen ist es wirklich ein hartes Brot sich zwischen Koch und Schäfer-Gümbel entscheiden zu müssen.
Hat er eigentlich den Namen seiner Frau angenommen, oder woher kommt der Doppelname ? Hätte auch einiges an Aussagekraft hinsichtlich seiner Durchsetzungsfähigkeit.
Aaron71 (08.11.2008, 16:22 Uhr)
es ist erbärmlich
wenn es ein Karnickelzuchtverein wäre, der sich durch das Gezänk seines profilneurotischen Vorstands zerlegt - gegessen. Hier aber wird die älteste deutsche Partei, die Partei Bebels, Schumachers, Brandts und Schmidts, von Leuten öffentlich zerlegt, die in der Wirtschaft nicht mal die Aufzüge putzen dürften.
utasieg (08.11.2008, 15:18 Uhr)
Hoffentlich.....
ist dieses Drama bald vorbei!!
Es ist kaum noch zu ertragen
olga1805 (08.11.2008, 15:08 Uhr)
Und einer, der sich mit seiner . . .
Frau nicht erst auf einen gemeinsamen Namen einigen kann wird ja jetzt bestimmt der Riesenkracher werden. Das sind alles nur Selbstdarsteller ! ( Angefangen bei den 4 "Aufrechten" aus der SPD mit dem geistigen Dünnfief )
olga
chrgue (08.11.2008, 15:00 Uhr)
Ein Widerspruch in sich
"und gilt als linker Pragmatiker..." Prakmatiker können NIE links sein, sonst wären sie keine Linken mehr...
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