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1. November 2008, 09:03 Uhr

Bahn-Vorstand soll auf Bonus verzichten

Bundesverkehrsminister Tiefensee gerät wegen der Boni-Zusagen bei der Bahn immer weiter unter Druck: Nun hat er den Vorstand der Deutschen Bahn öffentlich dazu aufgefordert, auf die umstrittenen, aber bereits vom Aufsichtsrat beschlossenen Bonus-Zahlungen zu verzichten.

Bonus, Bahn, Tiefensee

Bundesverkehrsminister Tiefensee richtet eine Bitte an den Bahn-Vorstand: "Verzichten Sie auf den Bonus."© Michael Sohn/AP

Der unter Druck geratene Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat den Bahn-Vorstand erneut aufgefordert, auf Bonus-Zahlungen zu verzichten. Die "Bild"-Zeitung zitierte den SPD-Politiker mit den Worten: "Ich appelliere an den Vorstand der Bahn: Verzichten Sie auf den Bonus. Einvernehmen ist immer die beste Lösung." Er selbst könne die Boni nicht rückgängig machen. Er habe Mitte September von den Zahlungen erfahren, "und damit viel zu spät", wurde der Minister weiter zitiert. Die Konzernspitze um Bahnchef Hartmut Mehdorn soll die Prämien im Umfang mehreren hunderttausend Euro nach einem erfolgreichen Börsengang bekommen.

Der Personalausschuss habe die Sonderzahlungen bereits im Juni beschlossen, sagte Tiefensee und fügte hinzu: "Wenn ich das vorher erfahren hätte, dann hätte ich mich gegen die Boni gestellt." Tiefensee hatte am Mittwoch Verkehrs-Staatssekretär und Bahn-Aufsichtsrat Matthias von Randow entlassen, weil dieser im Juni im Personalausschuss die Bonus-Regelungen genehmigt habe. Die Opposition im Bundestag fordert den Rücktritt des Ministers.

Auch der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte die geplanten Boni: "Dies zeigt einmal mehr, dass der Bahnvorstand überhaupt kein Gespür für die Dinge hat, die die Öffentlichkeit bewegen", sagte Pro-Bahn-Chef Karl-Peter Naumann der "Berliner Zeitung". So werde über Millionen-Zulagen diskutiert, während vielen Reisenden die technischen Probleme bei ICE-Zügen zu schaffen machten.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 27)
 
jetrabbit (02.11.2008, 20:32 Uhr)
ich bin für
turbokapitalismus
master_of_chaos (01.11.2008, 23:13 Uhr)
wieso verzichten?
Diese VolksVERRÄTER sollten besser zusehen, daß sie Land gewinnen. Und zwar fix.
Leiter lässt sich dieses Gesocks nicht auf Diskussionen mit dem "Pöbel" ein. So blöd sind die auch nicht. Schade dennoch. Ich hätte gern dem Verkehrten Minister ein paar warme Worte gesagt. Zum Beispiel daß seid Wochen in der Regionalbahn das Klo defekt ist und "umgehend" repariert wird. Oder dass Servicewagen ( also Abteile in denen die Bahn gegen Geld Plörre ausschenkt) als unzumutbare Zusatzbelastung empfunden wird.
Oder dass es eigentlich SCHEISSEGAL sein müsste, wieviel Miese die Bahn macht, wenn dafür der Nahverkehr existieren würde und so die Unterschicht kostengünstig zum Arbeitsplatz kommen könnte.
Aber das interressiert dieses arrogante, selbstsüchtige Geschmeiss nicht.

Helmers (01.11.2008, 20:36 Uhr)
Schmeißt die koruppten Mangaer raus!
Die Frau Bundeskanzlerin sollte sich mal zusammen mit der Justizminister Gedanken zu den Bonispielchen der korrupten Manager von: z.B. Bahn, Postbank, KfW, IKB, Autobauern machen. Sie fordern vom Staat eine Stütze in Milliardenbeträgen und loben für sich Boni aus. Ja wo leben wird denn, für Kindergärten, Hartz 4, Rentnern, Bildung, Forschung und anderen hat man kein Geld? Es dauert nicht mehr lange dann fliegt uns diese Demokratie um die Ohren. Die Krupps, Rüstungskonzerne, haben Hitler in den Sattel gehoben, jetzt wird die Demokratie durch korrupte Manager gefährdet, die glauben sie säßen in einem Selbstbedienungsladen. Dagegen sollten alle Deutschen zusammen mit den nun demnächst streikenden Metallern auf die Straße gehen und bundesweite DEMOS abhalten. Wollen wir unser Land wieder an radikale Außenseiter und deren Helfershelfer durch das Verhalten einer bestimmten Klicke verlieren?
Sublucem (01.11.2008, 19:15 Uhr)
Teil 2
Soviel zum Ton.
Aber zum Thema, um mich auf ein Zitat nun doch zu beziehen:
"... gaaaanz rechts machen" (Ihr Wort)
Dann viel Spaß, denn darauf bezog sich mein "Stalingrad" und insofern ist es mir ziemlich egal, wie sehr hier noch versucht wird, die "Linke" positiv darzustellen - es geht schlicht und ergreifend beim Wortspiel nicht darum. Das ist in etwa so als beschwerte ich mich über die Umweltverschmutzung und mein Gegenüber hält dagegen, dass Birnen ja soooo grün seien. Thema verfehlt, aber ein guter Versuch. Dennoch:
.
Das andere Extrem ist per se definitiv nicht verfassungsfeindlich, jedoch aber nahe dran. So nahe, dass sie überwacht werden. Insofern sollte man die Augen weit aufmachen, bevor man der Wut auf andere diese verschließt.
Wie nah, das geht aus Äußerungen der Mitglieder und deren teilweise vorhandene Verbindungen zu definitiv verfassungsfeindlichen Organisationen. Dies kann man aber in einem Heft bei der zuständigen Stelle anfordern.
.
Thema: "anscheinend haben sie nichts aus der geschichte gelernt, sonst müsste ihnen aufgefallen sein, dass der ton in dieser diskusion immer agressiver wird, wohin das führt haben wir in der geschichte ja schon des öfteren gesehen." Wer im Glashaus sitzt, sollte keine Reaktoren in die Luft jagen, nuff said.
.
"sie sollten mal ihren horizont erweitern und geschichte weiter zurückverfolgen als nur bis in die zeit 1933 - 1945."
Welche? Die von dem Volk, das sich aufgrund blinder Wut unabhängig von dem, was einzelne Politiker der Parteien versucht haben, haben polarisieren lassen anstatt selbst Informationen einzuholen und aktiv tätig zu werden?
.
Wie dem auch sei: Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß beim Wählen. Eventuell wäre es aber auch einfach an der Zeit zu begreifen, dass eine Demokratie nicht nur aus der eigenen Meinung besteht, sondern aus vielen anderen. Das mag kaum nachvollziehbar sein, aber am Ende entscheidet jeder und nicht der, der am lautesten brüllt.
.
Und wie schnell es übrigens dazu kommt, dass irgendwer sich auf den Fuß getreten fühlt und die ganze Arbeit insgesamt ad absurdum führt und verteufelt, das darf ich tagtäglich erleben. Es werden aber viele Dinge entschieden, von denen wir nicht viel merken, die uns aber durchaus Positives beschert. Demokratie besteht eben auch aus Kompromissen - wer das nicht versteht, der sollte sich das nächste mal als mündiger Bürger informieren. Wäre das die Basis für eine Anteilnahme am politischen Leben, würde es..
a) mehr Parteien geben, anstatt mehr Stammtisch und
b) eine bessere Verteilung der Stimmen und
c) keine Blender mehr geben. Weder unter den Politikern, noch unterm Volkgaaaanz rechts machen" - soviel zum Zitat. Dann viel Spaß, denn darauf bezog sich mein "Stalingrad" und insofern ist es mir ziemlich egal, wie sehr hier noch versucht wird, die "Linke" positiv darzustellen - es geht schlicht und ergreifend beim Wortspiel nicht darum. Das ist in etwa so als beschwerte ich mich über die Umweltverschmutzung und mein Gegenüber hält dagegen, dass Birnen ja soooo grün seien. Thema verfehlt, aber ein guter Versuch. Dennoch:
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Das andere Extrem ist per se definitiv nicht verfassungsfeindlich, jedoch aber nahe dran. So nahe, dass sie überwacht werden. Insofern sollte man die Augen weit aufmachen, bevor man der Wut auf andere diese verschließt.
Wie nah, das geht aus Äußerungen der Mitglieder und deren teilweise vorhandene Verbindungen zu definitiv verfassungsfeindlichen Organisationen. Dies kann man aber in einem Heft bei der zuständigen Stelle anfordern.
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Thema: "anscheinend haben sie nichts aus der geschichte gelernt, sonst müsste ihnen aufgefallen sein, dass der ton in dieser diskusion immer agressiver wird, wohin das führt haben wir in der geschichte ja schon des öfteren gesehen."Wer im Glashaus sitzt, sollte keine Reaktoren in die Luft jagen, nuff said.
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""sie sollten mal ihren horizont erweitern und geschichte weiter zurückverfolgen als nur bis in die zeit 1933 - 1945. "
Welche? Die von dem Volk, das sich aufgrund blinder Wut unabhängig von dem, was einzelne Politiker der Parteien versucht haben, haben polarisieren lassen anstatt selbst Informationen einzuholen und aktiv tätig zu werden?
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Wie dem auch sei: Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß beim Wählen. Eventuell wäre es aber auch einfach an der Zeit zu begreifen, dass eine Demokratie nicht nur aus der eigenen Meinung besteht, sondern aus vielen anderen. Das mag kaum nachvollziehbar sein, aber am Ende entscheidet jeder und nicht der, der am lautesten brüllt.
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Und wie schnell es übrigens dazu kommt, dass irgendwer sich auf den Fuß getreten fühlt und die ganze Arbeit insgesamt ad absurdum führt und verteufelt, das darf ich tagtäglich erleben. Es werden aber viele Dinge entschieden, von denen wir nicht viel merken, die uns aber durchaus Positives beschert. Demokratie besteht eben auch aus Kompromissen - wer das nicht versteht, der sollte sich das nächste mal als mündiger Bürger informieren. Wäre das die Basis für eine Anteilnahme am politischen Leben, würde es..
a) mehr Parteien geben, anstatt mehr Stammtisch und
b) eine bessere Verteilung der Stimmen und
c) keine Blender mehr geben. Weder unter den Politikern, noch unterm Volk
Sublucem (01.11.2008, 19:12 Uhr)
@muemmelfrau
Es bleibt Schwachsinn, egal wieviel großgeschrieben und gemutmaßt wird. Fangen wir doch einfach mit der offensichtlichsten aller Mutmaßungen, wonach ich einer der "Selbstbediener" bin. Bin ich nicht - ich bin ganz normaler Arbeitnehmer, der sich einfach informiert, statt blenden lässt. Wenn diese dargestellte Emotionalität, die offensichtlich zu falschen Ergebnissen führt, die Basis für die restliche Argumentation sein soll, dann gute Nacht. Eventuell sollte man aber auch mit dem anfangen, was man selbst geschrieben hat, bevor man Gefahr läuft sich selbst ad absurdum zu führen...
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>>...gaaaanz rechts machen"> "anscheinend haben sie nichts aus der geschichte gelernt, sonst müsste ihnen aufgefallen sein, dass der ton in dieser diskusion immer agressiver wird, wohin das führt haben wir in der geschichte ja schon des öfteren gesehen."> "sie sollten mal ihren horizont erweitern und geschichte weiter zurückverfolgen als nur bis in die zeit 1933 - 1945.
detlefz (01.11.2008, 18:02 Uhr)
Börsengäng
Börsengänge von Bahn vorher Post, Postbank usw, dienen in erster Linie dazu die Managergehälter auf sagen wir mal 'internationales Niveau' zu heben. Sie dienen in keiner Weise den Mitarbeitern oder Kunden, diese werden in Zukunft belastet, die Mitarbeiter werden outgesourct bzw werden Leiharbeiter beschäftigt, für den Kunden bedeutet es in Zukunft Null-Service
L.Gleichmann (01.11.2008, 17:02 Uhr)
Flaschensammlung
Solange es diese Typen an der Spitze eines Unternehmens gibt die vom eigentlichen Sachgebiet(Eisenbahn) soviel versteht wie eine Sau von einem Uhrwerk wird sich nichts, aber auch gar nichts, ändern. Volk steh endlich auf und jag das Pack zum Satan.
hannes_schinder (01.11.2008, 16:54 Uhr)
Erinnerungen
an den Streik der Lokführer werden wach wegen ein paar lächerlichen Prozent von quasi Nichts.
leeze (01.11.2008, 15:13 Uhr)
und ich
dachte immer der geplante Börsengang dient nur dazu Konkurenzfähig zu bleiben und sich nicht auf dem erreichten auszuruhen. Also zum Wohle der Bahn - da muss ich Herrn Mehdorn und den Tiefensee wohl immer falsch verstanden haben.Vielleicht sollte man dem Tiefensee ja auch noch eine Prämie zahlen - wegen erwiesener Unfähigkeit zum Beispiel.
Man muss dem Kind doch imer nur einen Namen geben - gelle, Herr Tiefensee ?
sky_1 (01.11.2008, 14:05 Uhr)
Wahl im nächten Jahr...
und dann wählen bzw. durch die Wahl signifikante Änderungen hervorrufen, die die "Bundesrepublik" nach vorne bringen...
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