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3. Februar 2009, 09:17 Uhr

Der Horror nach der Heimkehr

Immer mehr deutsche Soldaten kehren traumatisiert von ihrem Auslandseinsatz in Afghanistan zurück. Die Zahl der Fälle Posttraumatischer Belastungsstörungen ist in den vergangenen zwei Jahren dramatisch gestiegen. Jetzt wird das Dilemma ein Fall für die Politik.

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Deutsche Isaf-Kämpfer bei einer Patrouille in Afghanistan. Immer mehr Bundeswehrsoldaten kehren traumatisiert von einem Auslandseinsatz zurück© Anja Niedringhaus/AP

Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die traumatisiert vom Einsatz in Afghanistan zurückkehren, steigt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums gegenüber der FDP-Abgeordneten Elke Hoff berichtet, kehrten 2006 noch 55 Soldaten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zurück, 2007 waren es mehr als 130 und im vergangenen Jahr bereits 226.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) beobachtet die wachsende Zahl schwer traumatisierter Afghanistan-Heimkehrer mit Sorge. "Ich nehme die Entwicklung sehr ernst", sagte er am Dienstag in Leipzig. Jung appellierte an die betroffenen Soldaten, möglichst schnell einen Arzt aufzusuchen. Wichtig sei es, so früh wie möglich die Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu erkennen. Dazu solle auch ein Kompetenz- und Forschungszentrum aufgebaut werden. Einzelheiten dazu gab Jung nicht bekannt; die Diskussion dazu laufe.

Bisher hatte die Bundeswehr von einem Anteil von etwa einem Prozent traumatisierter Heimkehrer gesprochen. In den Streitkräften der USA oder skandinavischer Länder beträgt dieser Wert vier bis fünf Prozent.

Der Verteidigungsausschuss des Bundestags hat nach Angaben des SPD-Abgeordneten Jörn Thießen bereits einen Antrag angenommen, wonach die Betreuung betroffener Soldaten deutlich verbessert werden soll. Das Parlament will sich in der nächsten Woche damit befassen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 34)
 
testsieger2006 (04.02.2009, 16:09 Uhr)
@042020
Militärisch gesehen ist es ein "a walk in the park", da gebe ich Ihnen völlig Recht.(die einzige massive Kampfeinsatz Deutschland seit dem WK2 wurde von Tornadopiloten im Kosovokrieg geflogen...und wird bis heute streng geheimgehalten). Stattdessen übernimmt die Bundswehr in Afganistan bescheuerte Polizeieinsätze. Passiert dann mal was(Deutscher schießt bei Straßenkontrolle auf ein durchbrechendes Auto), schaltet sich gleich die Staatsanwaltschaft ein und tut so, als wäre der Vorfall auf einer Landstraße im hamburger Umland passiert.
Und warum bekommen hier einige Soldaten, die im Bosnieneinsatz waren eignetlich Albräume, wenn man ihnen sagt, dass da unter der Erde ein Massengrab mit 100 Leichen ist??? Sonst ist wohl nix dramatisches passiert bei eurem Auslandseinsatz? Geht nach Hürtgenwald, oder auf die Spicherer Höhen bei Saarbrücken. Da liegen 1000e eurer Vorfahren an Ort und Stelle in der Erde.
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USMC...Respekt!
STR_EDDS (04.02.2009, 02:33 Uhr)
@ch4k
Ich glaube, Leute wie Sie sind der Grund warum Deutsche von vielen einfach verachtet werden. Sie reservieren doch sicherlich auch Liegestühle mit dem Handtuch, oder? Irgendwie bedauere ich es, dass Sie Ihre geistige Diarrhoe mir nicht direkt ins Gesicht sagen können. So ein Klappspaten kann sehr überzeugen sein. Aber als kleiner Wicht hinter dem Bildschirm ist eben gut stänkern, gell?
undueberhaupt (03.02.2009, 17:03 Uhr)
@Malt
Bundeswehrsoldaten zeigt man keine offenen Massengräber. Übrigens wären Sie beim Zivildienst besser aufgehoben gewesen.
ch4K (03.02.2009, 16:31 Uhr)
@STR_EDDS
Mich interessiert dieses Mädchen einen Dreck!
Brunnen dort ebenso!
Wir haben dort nichts verloren und ich bleibe dabei, wer FREIWILLIG dort hingeht ist selbst schuld und soll nicht weinen wie ein Mädchen!
Ach und Ihre Beleidigung zeugt von Ihrer geistigen Armut Sie Klappspaten!
vogta (03.02.2009, 16:29 Uhr)
wie traumatisiert waren wohl
die Soldaten des 2. Weltkrieges?. Dagegen ist das ja in der Anzahl Kinderfasching.
utospatz (03.02.2009, 16:18 Uhr)
Es gibt kein politisches Arschloch
das mir einleuchtend erklären kann, was ein deutscher Soldat in Afhanistan zu suchen hat! Findet er dort Gold, findet er dort Öl oder Gas? Wem nutzt dießer politische Scheiß? Eigentlich doch nur einer Waffenmafia, mit dem Hinweis auf Arbeitsplätze in der zugehörigen Industrie!(s.Thysen-Krupp, Kraus Mafei,Rhein-Metall u.s.w.)
Und wer sitzt da wohl in den Vorständen, im Aufsichtsrat, und wer fungiert als Manager?
Du armes öffentlich rechtlich verarschtes Volk hast alle gewählt, und demnach es genau so gewollt.!
STR_EDDS (03.02.2009, 15:56 Uhr)
@ch4k
Das sagen sie bitte einmal einem Mädchen ins Gesicht, welchem man einen Fuß und eine Hand abgeschlagen hatte, weil es zur Schule gehen wollte. Oder der Familie die im Umkreis von 15km keinen funktionierenden Brunnen hat. Dieser wurde im Rahmen eine Infrastrukturprojektes mit Hilfe der BW neu gesetzt. Oder dem Vater dem seine beiden Söhne abgepresst wurden - für eine "gerechte Sache". Die Familie wäre ohne "unsere Jungs" fast verhungert. Oder... Ach - was soll man einem Unfall der Evolution wie Ihnen denn schon gross erzählen. Zahlen Sie doch Ihre Steuern. Mit Denken sind Sie offenbar überfordert. Eurozeichen? Junge - von den paar Kröten Zulage kann sich kein Soldat ein neues Bein, Auge oder eine neue Seele kaufen!
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@Malt: Offenbar ist es wirklich so, dass der permanente Druck schwerer lastet als visuelle Eindrücke. Das haben auch einige britische Kameraden so bestätigt.
042020 (03.02.2009, 15:41 Uhr)
@testsieger2006
schaut aus also ob Sie der einzige sind der das richtig erkennt.
hatte selber 3 tours von 17/13/13
monaten in VN auch erinnere ich mich
and keinen der einen shrink (psychologen) nachher gebraucht hat.auser
bei der US Armee und bin mir sicher diese hatten eben zu viel Columbia Gold geraucht.war selber beim USMC.
und die deutschen einsatze (Afg)sind doch mehr wie "a walk in the park"
now I will catch hell ?
ch4K (03.02.2009, 15:21 Uhr)
Selber schuld
wer sich für einen Einsatz dort meldet, die haben doch alle nur Eurozeichen in den Augen...
Der Krieg dort ist verloren, überlasst sie sich selbst.
Meine schönen Steuergelder :(
Malt (03.02.2009, 15:07 Uhr)
@STR_EDDS
Ich war mit dem Gebirgsjägerbatallion 232 dort. Ich muss sagen, ich hatte noch Glück, da aus meiner Gruppe niemandem etwas passierte und wir tatsächlich nur ein einziges Mal zurückschiessen mussten... allerdings muss ich nach wie vor loskotzen, wenn ich verdorbenes Fleisch rieche (nicht wegen des Grillguts, Albimonte)!
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Und ich muss sagen: Wir sind dort auch mit falschen Vorstellungen hin gegangen - aber nach dem, was ich von ehem. Kameraden so aus Afghanistan höre, muss der psychische Druck dort noch um einiges schlimmer sein, ob der permanetnen Anschlagsgefahr.
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