. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
4. Juli 2007, 13:34 Uhr

Lafontaines Mann für den Aufbau West

Für Lafontaine, Gysi & Co. läuft es fantastisch. Der Wahlerfolg in Bremen, Spitzenwerte in Umfragen. Jetzt geht es um die Eroberung des Westens. Und dafür ist Ulrich Maurer zuständig, SPD-Abtrünniger und Politik-Profi aus Baden-Württemberg. Für die SPD ist er gefährlich. Brandgefährlich. Ein Porträt. Von Florian Güßgen

Er soll "Die Linke" im Westen aufbauen: Ulrich Maurer, Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag© Picturealliance

Ja. Für Oskar Lafontaines Linke läuft es fantastisch. In der jüngsten Forsa-Umfrage kommen sie auf satte 14 Prozent, die SPD auf 24, die Union liegt bei 37. Die Sozialdemokraten müssen ihn fast schon riechen können, den heißen Atem des Saarländers, den heißen Atem jener Partei, die da entstanden ist aus der Masse jener, die unzufrieden sind, die Angst vor dem Absturz haben, und die vor allem eines eint: eine gehörige Wut auf die Sozialdemokraten, die vermeintlichen neoliberalen Verräter.

"Die Partei darf sich nicht besoffen machen"

14 Prozent. Und dennoch: Ulrich Maurer bremst. "Ich will nicht, dass meine Partei sich mit solchen Zahlen besoffen macht", sagt er. Er weiß, dass Umfragen schwanken können, dass sie Momentaufnahmen sind. Plakativ. Wichtig. Aber auch unendlich vergänglich. Wer in Wahlen dauerhaft punkten will, wer bleiben will in der politischen Landschaft, dem können Umfragen nicht reichen als Sicherheit. Der braucht eine Organisation, einen Apparat. Der braucht eine schlagkräftige Partei. Und weil es den Lafontaine-Linken, der vormaligen Ossi-Partei, im Westen genau an diesen Strukturen gebricht, hat Maurer nun eine heilige Mission: Seit dem Gründungsparteitag im Juni ist er der Mann, der für Oskar, Gregor & Co. den Aufbau West organisieren soll. Er ist der Mann, der das Fundament der Partei bereiten soll. Er ist der Mann, der aus dem Stachel im Fleisch der SPD einen Pflock in ihrem Herzen machen soll. Er ist der "Parteibildungsbeauftragte, Schwerpunkt alte Bundesländer."

Brandgefährlich für die SPD

Maurer ist für diesen Job wie geschaffen. Er hat das politische Handwerk bei der SPD erlernt, kennt alle Tricks, Kniffe und Finten. Er war Landes-Chef der Genossen in Baden-Württemberg, lange Jahre Fraktionschef im Stuttgarter Landtag. 2005 lief er über. Seither sitzt er für die Lafontainisten im Bundestag, als einer von zwei Parlamentarischen Geschäftsführern sogar in zentraler Position. Der 58-Jährige ist einer jener vormals abgehalfterten Strippenzieher der Sozialdemokraten, einer jener, die aus dem Nichts heraus eine zweite, große Chance bekommen haben - und einer jener, die eine ordentliche Wut im Bauch haben auf die Erben des verachteten Gerhard Schröder. Zwar fehlt ihm die selbstverständliche, bürgerliche Eleganz Lafontaines. Der gestreifte Anzug sitzt schlecht. Er raucht filterlos. Rothändle, immer eine nur eine halbe. Aber gerade dieser angedeutete Proletarier-Habitus macht den Anwalt bei der Gewerkschafter-Klientel glaubwürdig. Maurer ist einer jener West-Profis, die gefährlich sind für die SPD. Brandgefährlich.

3000 bis 4000 Beitrittsanträge

Und es sind ja nicht nur die 14 Prozent. 3000 bis 4000 Beitrittsanträge seien seit dem Gründungsparteitag im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin eingegangen, berichtet Maurer. Aus dem Westen vier Mal so viel wie aus dem Osten. Jetzt dürfe man die einmal geweckten Hoffnungen nicht enttäuschen. "Wir sind in der Situation eines Unternehmens", analysiert Maurer die Situation seiner Partei im Westen, "von dem man sagt, dass es ein gutes Produkt hat, aber Lieferschwierigkeiten." Dafür zu sorgen, dass die Partei liefern kann, vor Ort und wie versprochen, das ist sein Job. Sichtbar soll sie sein "Die Linke". Deshalb will Maurer zunächst alles daran setzen, nicht nur die Landeverbände schnell zu gründen, sondern auch flächendeckend Kreisverbandsstrukturen im Westen aufzubauen.

Eine Mitgliederpartei wolle er aus dem Boden stampfen, sagt Maurer. Er träumt von einer Partei, die vor Ort verwurzelt ist, die nicht von ihren Funktionären, von den Kadern lebt. Einer Partei, wie sie die CSU einmal war - "Mitten im Leben". Aber auch in die anderen Fugen und Ritzen der Gesellschaft will Maurer hinein. Voller Stolz erzählt der Parteibildungsbeauftragte, dass man an den Universitäten enormen Zulauf habe, dass man über die "Arbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft" auch in den Firmen präsent sein wolle. Es ist eine zweite SPD, die hier entstehen soll, eine vermeintlich bessere SPD. Dass alle anderen Parteien genau die gleiche Verwurzelung anstreben, juckt Maurer wenig. Es läuft fantastisch gerade. Den Schwung will er nutzen.

In Bremen hat "Die Linke" den West-Bann gebrochen

Sein Team, das den Aufbau West organisieren soll, hat Maurer schon zusammengestellt. Rund fünf Leute sind es, die vor allem eines sein sollen: Vor Ort. "Ich will die eigentlich nur mit Koffer sehen", sagt Maurer. Er selbst will im Sommer elf Gründungsparteitage in den Ländern abklappern. Es klingt so, als führe er in Kolonien. Wie viel sein Projekt kosten darf, wie viel aus den Parteikassen in den Westen fließt, das verrät Maurer übrigens nicht. Nur so viel: Es sei eben wie bei jedem x-beliebigen Unternehmen. Wer Gewinne erzielen wolle, der müsse vorher investieren.

Die Zeit drängt. Es muss schnell gehen mit den Investitionen und dem Aufbau. Zwar haben die Lafontainisten mit ihrem Wahlerfolg in Bremen den West-Bann gebrochen. Mit über acht Prozent sind sie im Mai in die Bürgerschaft eingezogen. Aber die nächsten Wahlen stehen unmittelbar bevor: Im Januar 2008 geht es um die Landtage in Hessen und Niedersachsen, im Februar um die Bürgerschaft in Hamburg, im März um die Kommunen in Bayern, im Herbst um den bayerischen Landtag. 2009 dann wird schon der Bundestag gewählt. Für die Lafontainisten steht bei jeder Wahl ein Stück weit die Existenz auf dem Spiel. Sie müssen Erfolg haben, sonst verliert ihr Projekt an Dynamik, an Zulauf. Sonst droht das Scheitern.

Sicher, sagt Maurer, er setze jetzt regionale Schwerpunkte. Aber der Zeitplan, nun ja, der sei schon sehr, sehr eng. Deshalb müsse man jetzt Druck machen. Als Zuckerl verspricht er, dass man mit prominenten Spitzenkandidaten aufwarten werde. Mit Überraschungen. Es gibt neue Überläufer, heißt das übersetzt. In Hessen will "Die Linke" einen ehemaligen DGB-Mann als Spitzenkandidaten präsentieren, immer noch droht die Fahnenflucht des ehemaligen SPD-Sozialpapstes Rudolf Dressler. Die SPD sollen all diese Personalien nervös machen. Noch nervöser.

Vorbild Niederlande

Um sich dem Aufbau-Job voll widmen zu können, stutzt Maurer seine Pflichten in Berlin. Formal behält er den Geschäftsführer-Job auch in Zukunft, beschränkt sich aber vor allem auf die Öffentlichkeitsarbeit. In der Partei ist Maurer als Mitglied des geschäftsführenden Vorstands verankert. Er begreift sich als Teil eines "strategischen Dreiecks": Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit, Fraktions-Vize Bodo Ramelow organisiert den Bundestagswahlkampf und sorgt für die Abstimmung zwischen Berliner Zentrale und den Landesorganisationen, und er, Maurer, besorgt eben die Eroberung des Westens.

Das strahlende Vorbild ist für Maurer die "Sozialistische Partei" in den Niederlanden. Die dortige sozialdemokratische "Partei der Arbeit" sei in den neunziger Jahren eine der ersten in Europa gewesen, die sich dem Neoliberalismus verschrieben habe, erklärt er. Als Alternative habe sich die "Sozialistische Partei" neu formiert, so wie die "Linke" sich als Alternative zur SPD neu formiere. Die holländischen Genossen hätten eine echte Mitgliederpartei hochgezogen, schwärmt er. Bei den letzten Wahlen hätten sie 16,6 Prozent erzielt, die Sozialdemokraten lediglich 21,2. "Das ist für uns der Maßstab."

Von Florian Güßgen
 
 
KOMMENTARE (10 von 23)
 
tripex (05.07.2007, 17:44 Uhr)
andere Strukturen als damals
Rosenengel, Du lebst in einer Traumwelt, schreibst selbst Wörter wie wäre, könnte u.s.w. Es ist doch ganz einfach. Entweder Du etablierst Deine Wunsch-Partei selbst oder findest Dich mit dem vorhandenen Salat ab und machst das beste daraus.
"Lehrbeispiel DDR" - Erstens wird Die Linke höchstwahrscheinlich nicht alleine regieren, zweitens sind die Strukturen in Deutschland doch etwas anders als damals in der DDR (z.B. Bundesverfassungsgericht) und drittens kann ich wieder nur auf x-cubes Argumente verweisen.
Rosenengel (05.07.2007, 12:45 Uhr)
Louyi, Sie haben ja viel geschrieben und
ich gebe Ihnen in einem Punkt Recht: die heutigen Politiker bieten ebenfalls kein besseres Konzept, sind die doch mit sich selbst, ihrem Geldbeutel und ihren dutzenden "Neben"Jobs beschäftigt. Dies nutzen Extreme aus. Aber die Linke bietet da für die Zukunft keine Sicherheit. Das Lehrbeispiel ist die ehemalige "DDR". Es muß andere Regelungen geben. Das wären Politiker, denen das Abgeordnetenamt ein Ehrenamt ist und denen die Arbeit als Volksvertreter für das deutsche Volk eine Herzensache ist. Da könnte das heutige Deutschland viel vonm alten Preußen lernen, wo der König (der "Alte Fritz") seinen Staatsbediensteten sagte:"Gebt nie mehr aus, als wie ihr einnehmt".
Louyi (05.07.2007, 12:32 Uhr)
Wer im Glashaus sitzt....
Hallo "Rosenengel" und Co.
Wenn ich lese, Zitat: „Ich kenne mich in dieser Materie aus und es braucht nicht viel Verstand, um den Weg der SED über die SED - PDS bis hin zur Linken zu verfolgen. Und... Bla bla bla.…. “! Sind Ihr alle die großen Durchblicker und der Meinung dass diejenigen Politiker die derzeit das Sagen haben, das richtige, ausgewogene, vor allem sozial faire Konzept für die meisten Menschen in Deutschland umsetzen ? Das glaubt Euch doch keiner, das Gegenteil beweisst die Realität.
Entweder arbeitet Ihr alle an der Börse, lässt Euch egostisch von Eurem Wohlstand einlullen, oder zumindest sind Ihr selbst noch nicht in den „Genuss“ von Arbeitslosigkeit, den Hire & Fire Unternehmen, Dumpinglöhnen- trotz guter, aktueller Ausbildung, spätestens ab 45 Jahre kein Job- wenn Du mal draussen bist, Familie mit Kindern und deren Überlebenskampf (siehe Kinderarmut in Deutschland) – gekommen. Toll.
Ist Euch bei den Argumenten nicht aufgefallen, dass nebst der ehemaligen DDR Partei- die Initial-
Bewegung der jetzigen Linken aus dem Westen - von der ehemaligen WASG kommt ?
Von denen gibt es auch heute weiterhin tausende Menschen, jünger oder älter, Erfahren oder unerfahren, denen der bisherige Parteienladen (inkl. Hartz IV) in Deutschland nach wie vor gewaltig stinkt und nun ebenfalls in der „Linken“ sind. Das sind mindest genauso gescheite Menschen wie Ihr.
Viele sind davon nicht links oder rechts,sondern mit den Bedingungen
in Deutschland nicht einverstanden.

Der Umbruch hätte schon viel früher passieren sollen. Nur leider lässt sich der deutsche Michel von den Politikern und der Wirtschaftlobby viel schneller ein schlechtes Gewissen, dass dieser bei den Arbeitsbedingungen in Deutschland das Geld fast noch mitbringen muss, einreden.
In Deutschland rumorts schon lange, nur sind die Menschen (aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit)
Streikfauler geworden als in allen anderen Europäischen Ländern. Jeder war sich selbst der nächste, bis es einen selbst doch trifft.
Nach den letzten großen Demonstrationen der Gewerkschaften vor ein paar Jahren gegen den Sozialabbau in Deutschland – Schröder, die SPD und andere noch herumpolternd die Gewerkschaften und Millionen ihrer eigenen Wählerschaft beschimpft, wurden seitdem noch viel mehr Menschen in Deutschland sozial abgehängt. Derzeit von allen sogenannten etablierten Parteien.
Als die WASG noch in den Kinderschuhen war, mussten diese nur
mit ein wenig mehr Weitblick - in die Zukunft schauen, doch eigentlich bereits erahnen, dass ihnen ein Erdbeben bevorsteht.Die Parteienlandschaft sich bald einmal gewaltig verändert wird. Alle wollten es nur nicht wahrhaben. Diese kleine, ehemalige WASG, entstand einmal aus lauter Menschen in Existenznot und einer Handvoll Gewerkschafter, aber noch mit Idealen und der Vorstellung unseres Staates (mitsamt dessen gewählten Parteien- Volksvertretern), von einer sozialen Gerechtigkeit. Denn die gabs und gibt’s nicht mehr –Ellbogen, Ausbeutung zählt. „Die da oben“ beschäftigen sich lieber bis heute in großen Talkshows mit Umsetzungs -Rechtfertigungen der Agenda 2010, merkten nicht, dass sie in ihrer eigener Unfähigkeit nur Sprechblasen produzieren. Zu ungunsten der Lebensbedingungen hunderttausender ganz normalen Menschen in Deutschland.
Viele von denen wurden auf den Montags- Demos ausgelacht, ihre mahnende Stimme als „Altgestrig“ bezeichnet, von arroganten Politikern - nicht mehr ernst genommen.
Letztendlich sogar als Versager unserer Workoholik und Konsum und Kapitalgailen Gesellschaft bzw. Wirtschaft einfach „outgesourct“ und kaltgestellt. Nun ist darauf die LINKE einfach die logische Quittung. Ganz pragmatisch.
Warum so eine Gehässigkeit von Euch allen, den Parteien, den sonst so erfolgreichen Menschen auf der Seite des vermeintlich gepachteten Besserwissens, Glücks und Wohlstands ? Zumindest Glück, einen Beruf und Arbeitsplatz zu ordentlichen Bedingungen und einigermaßen davon leben steht doch allen zu – oder ? Aber Hunderttausende haben heute in unserer Gesellschaft (auf Dauer) die nicht (mehr) die gleichen, fairen Bedingungen.
In einer Zeit von hoher Arbeitslosigkeit, sozialem Druck, brauchen Menschen neuen Mut, neue Chancen und Unterstützung.
Wo ist denn dies alles hingekommen ? Man sieht und hört von allen Seiten nur Fordern. Auf die angeblichen Habenichtse, Arbeitlosen und Gescheiterten wird in unserer deutschen Ego - Ellbogengesellschaft doch nur draufgehauen. Zusätzlich Milliarden Euro (von allen Steuerzahlern) in die falschen Taschen,bzw. noch (subvensioniert in die großen „Superunternehmen“ umverteilt. Durch die (Steuer-) Politik an Unternehmen - in Deutschland (die durch weitere Gewinnmaximierung meist sogar noch Menschen entlassen), wird es auf wundersame Weise sogar noch mehr. So gibts immer mehr Millionäre und gleichzeitig immer mehr Menschen am Existenzminum. Das muss doch Gründe haben! Oben ist also immer noch mehr Kohle und Profit und unten wird draufgezahlt auf Kosten von Lebensqualität. Von Solidarität und Sozialverhalten keine Spur – im Gegenteil.
(woher kommt nun die Konsequenz der Offenlegung der „Nebeneinkünfte“ von Politikern und
deren Lobbyvertretung ?) Warum wachen die Menschen endlich auf ?
Ausschlaggebend sind Firmenpleiten, Unternehmens-Verlagerungen in Billiglohn Länder, Managerfehler, Korruption, gescheiterte Globalplayer- Illusionen, Übernahmen, Börsenspekulationen, Hedgefondsfolgen, Rationalisierung, Outsourcing, Outplacement,, uuu.
Aus Profitgier und Willkür, werden Menschen (trotz angeblichem Aufschwung –wo ? ) ungerecht behandelt, entlassen.
Die Lebenshaltungskosten, Gebühren, Sozialabgaben sind in Deutschland kaum mehr zu bezahlen.
5 Millionen Menschen kämpfen nach wie vor jeden Tag um jeden Job in Deutschland. Nach seriösen Informationen haben 17,2 Prozent = 11,17 Millionen Bundesbürger unterm Strich kein frei verfügbares Netto-Einkommen. Das ist fast jeder fünfte Haushalt.
Dumpinglöhne und Ausbeutung von Arbeitnehmern sind derzeit IN in Deutschland(und Europa). Von den Parteien und der Wirtschaft wird scheinheilig palavert, gemauert, weggeschaut, verdrängt, oder das Gegenteil behauptet. (siehe auch zum Thema Mindestlohn) Die SPD und CDU verbreiten Placebos eines vermeintlichen Aufschwungs, (mehr Lohn kommt bisher nicht an); Arbeitskräfte in Deutschland würden schon fehlen, hochbezahlte Ingeneure, Techniker,usw. die vor kurzem noch selbst entlassen wurden, jetzt nur Zeit- und Punktgenau nicht gerade zu rekrutieren(aber sicher vorhanden) sind. In den Statistiken jährlich 120000 Auswanderen die Deutschland den Rücken kehren,(warum wohl ?!) 1 Euro Jobs, Menschen in idiotischen Trainingsmaßnahmen von allen Parteien und Parteisoldaten unter den Teppich gekehrt werden, damit die Arbeitslosigkeit und der Aufschwung frisiert werden konnte. Jede/r weiss wovon ich rede.
(Und die G8 lässt auch noch grüssen).
Die derzeitige Regierung und die vorhergehende haben sich mit ihrer „Nase ganz weit oben“ ihr eigenes politisches Eigentor geschossen.
Es ist nicht mehr zu überhören, dass die Parteien mit den Linken einfach ein reales „Problem“ mehr haben. Sie sitzen alle einfach blind in ihrem „Glashaus“ - erkennen nicht, was draussen vor sich geht. Die LINKE wurde notwendig zur neuen, wichtigen Korrektur politischer, gesellschaftlicher , wirtschaftlicher, moralisch nachhaltiger, gerechteren Bedingungen in Deutschland. Mauerer, Lafontaine und andere –macht einfach aus dieser Chance das Beste draus.
tripex (05.07.2007, 01:36 Uhr)
Parteienmix
Stimme mit x-cube's Argumenten ziemlich ueberein bis auf den letzten Punkt. Mir persoenlich geht es schon wesentlich besser als damals in der DDR und ich wuensche mir sicherlich nicht die SED zurueck, aber wer Die Linke als DDR-Partei verteufelt befindet sich auf dem Holzweg. Etwas muss passieren, ansonsten herrscht in Deutschland bald eine Regierung mit etlichen Sondervollmachten WIE damals in der DDR. Ich stehe Der Linken auch nicht gern zur Seite, aber lassen wir jedem seine Chance. So oder so, die alten sind abzuwaehlen. Sie haben versagt und werden weiter versagen.
Rosenengel (04.07.2007, 23:11 Uhr)
Hallo Rückblick02,
woher kommt denn Ihre Arroganz? Von wegen Stammtisch. Ich kenne mich in dieser Materie aus und es braucht nicht viel Verstand, um den Weg der SED über die SED - PDS zur PDS bis hin zur Linken zu verfolgen. Und die Geschichte der DDR und wie das Volk dort behandelt und entmündigt wurde, bis hin 17.Juni und die Todesschüße an der Mauer, kennt wohl jeder halbwegs gebildete Deutscher. Stammtisch - Blick. Und das die Linke/PDSED die Neuauflage der DDR nicht in ihr Programm aufnimmt ist doch wohl normal, wäre ja wohl sonst taktisch unklug.
Also, bevohr man jemanden als unwissenden Stammtischbruder abtun will, der nur Parolen grölt, ersteinmal selber das Gehirn einschalten.
OttoB (04.07.2007, 22:55 Uhr)
Schröder hat die SPD zerstört
Ich könnte mir vorstellen das Schröder im Auftrag der Wirtschaft und der Supermillionäre die Arbeitnehmerpartei zerstört hat. Jetzt wächst mit der Linken endlich eine neue Pflanze heran.
starmax (04.07.2007, 22:18 Uhr)
Das Sterbeglöcklein läutet...
...das Ende der Volkspartei SPD ein. Der nach Russland abgereiste Totengräber Schredder und sein armseliger Statthalter Mündelhering bekommen jetzt die Qutittung für ihren abgefeimten Wahlbetrug. Ist Lafontaine die neu Quelle reinen Wassers ? Seine Forfderungen liegen auf dem Punkt der Volksmeinung und sind nicht utopisch, sondern bezahl- und durchführbar. Den Lokführern 30% versagen , aber dem Vorstand die Bezüge um 60% erhöhen - das m u ß aufhören !
Berndstern (04.07.2007, 21:06 Uhr)
Warum ist Lafontaine ein ...
Langsam bin ich es leid von Herrn Lafontaine nur als "Linkpopulist" oder ähnliches zu lesen, was haben uns Herr Kohl und Herr Schröder versprochen?
Solange die Linkspartei und die NPD nicht verboten sind, sind sie wählbare Parteien und ihre Mitglieder doch Bürger unseres Landes, die sich an der Demokratie beteiligen.
Also liebe SPD und CDU, nicht jammern und schimpfen, sondern zurück auf den Teppich und Politik für die Bürger machen. Dann werden sie bestimmt auch wiedergewählt...
Justizius (04.07.2007, 18:34 Uhr)
Selber Schuld....
Das Erstarken der Linkspartei ist kein Phänomen, sondern von der SPD hausgemacht. Dank Schröders neoliberaler Politik der sprichwörtlichen "Mitte", hat dieser die inneren Werte der Partei verraten und verkauft. Jetzt dümpelt die SPD im Niemandsland herum, ohne Profil und voll von Versagern. Sie fristet ihr Dasein als Erfüllungsgehilfe der CDU in der Koalition. Jedoch haben BEIDE Parteien, SPD und CDU, vergessen, dass Politik, genauso wie alles Andere, vom Mitmachen lebt!!! Hier geht es nicht darum, wer "mitfahren" darf oder als Erster ankommt, sondern dass ALLE mitfahren und ankommen!!! Seit es aber HartzIV gibt, stehen etliche auf dem "Abstellgleis" und die Anderen werden mit Überstunden und Dumpinglöhnen zu Schrott gefahren. Arbeit ist nicht dafür da, das der Eine sich abrackert und der Andere zuschaut, sondern dass diese gemeinsam erledigt wird, frei nach dem Sprichwort "Du wirst ernten, was du säst." Da haben wir den Salat, liebe Volksparteien. Guten Appetit.
mcmurdo (04.07.2007, 18:00 Uhr)
Was soll...
...das ständige, überaus dösige Geschwafel von den"Lafontainisten"??
Merkelaner,Beckisten,Stoibster und anderes...wo bleibt das denn?
Ihr macht Parteibuchjournalismus.
MEHR ZUM ARTIKEL
stern-Umfrage Linkspartei triumphiert

Die Linkspartei legt in der jüngsten Forsa-Umfrage des stern weiter zu und liegt nun bei 14 Prozent, vor Grünen und FDP. Besonders schmerzhaft für die SPD: 40 Prozent der Bürger halten Lafontaines politische Forderungen für richtig. mehr...

Karl Lauterbach "Die Linkspartei kann koalitionsfähig werden"

Als erster prominenter SPD-Politiker bricht Karl Lauterbach ein Tabu: Er fordert offene rot-rote Gespräche, denkt über Bündnisse im Westen nach - und über eine vereinigte Linke mehr...

Kommentar Die SPD - von Lafontaine getrieben

Der Populist und Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine ist für seine Ex-Genossen brandgefährlich: Er sagt genau das, was sich 80 Prozent der SPD-Wähler denken. Der SPD droht damit zwei Jahre vor der Bundestagswahl ein Zwei-Fronten-Krieg. Denn auch die übermächtige Kanzlerin setzt ihnen ordentlich zu. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe