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Union verliert, SPD stabilisiert, FDP mobilisiert

Der freie Fall der SPD scheint gestoppt - zumindest vorerst. Die Sozialdemokraten sackten im stern-RTL-Wahltrend nicht erneut ab. Stattdessen verlor die Union leicht. Vergleichsweise niedrig ist derzeit die Zahl der Unentschlossenen.

Kanzlerin Angela Merkel schaut skeptisch - Im Wahltrend hat ihre Union leicht verloren

Kanzlerin Angela Merkel hat zuletzt immer wieder betont, die Bundestagswahl sei noch nicht gelaufen. Leichte Verluste für CDU und CSU im neuen stern-RTL-Wahltrend scheinen ihr Recht zu geben.

Die verliert im stern-RTL-Wahltrend nicht weiter an Zustimmung und kann sich bei 25 Prozent stabilisieren, während die Union aus CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt einbüßt auf 38 Prozent. Die FDP behauptet ihre 9 Prozent und wäre nach wie vor drittstärkste Kraft. Die Linke stagniert weiterhin bei 8 Prozent, die Grünen und die AfD bleiben unverändert bei jeweils 7 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent, ein Punkt mehr als in der Woche davor.

Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt aktuell 20 Prozent – zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Das ist vier Monate vor einer Wahl ein ungewöhnlich niedriger Wert. Bei der Bundestagswahl 2013 verweigerten noch 29,4 Prozent die Stimmabgabe.


Wahltrend: FDP und AfD mobilisieren besonders gut

Von der Wahlbeteiligung wird auch das Ergebnis der Bundestagswahl am 24. September abhängen. „Wenn wir die Mobilisierung der Anhängerschaften heute mit der bei der Wahl 2013 vergleichen, stellen wir fest, dass trotz der höheren Wahlbereitschaft die Grünen und die Linke kaum mehr Wähler an die Urnen bringen dürften“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. „Etwas mehr Wahlberechtigte würden Union und SPD mobilisieren, deutlich mehr die AfD und vor allem die FDP.“ Größere Verschiebungen in den Wählerpotenzialen wären laut Güllner noch möglich, wenn Unvorhergesehenes passierte oder die Wahlbeteiligung weiter stiege. „Entscheidend sind deshalb die Stimmen am Wahltag.“ 

Bei der Kanzlerpräferenz bleibt auf Abstand zu ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz. Im Vergleich zur Vorwoche können sich sowohl Merkel als auch Schulz um einen Prozentpunkt verbessern. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich jetzt 52 Prozent aller Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 23 für Schulz, der damit weiterhin 29 Punkte hinter der amtierenden Kanzlerin zurückliegt.


Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 22. bis 26. Mai 2017 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders 2001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.




 

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stern

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