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16. Mai 2008, 08:30 Uhr

Pofalla schließt baldige Steuersenkungen aus

Nach den von Kanzlerin Angela Merkel vorsichtig in Aussicht gestellten Steuersenkungen sehen sich die Befürworter eines solchen Schrittes im Aufwind. Doch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla stellte noch einmal klar: Der Kurs der Haushaltskonsolidierung werde fortgesetzt.

Schließt Steuersenkungen nicht mehr kategorisch aus: Kanzlerin Merkel während ihrer Lateinamerika-Reise© Michael Kappeler/AFP

Im Steuerstreit der Union verhärten sich die Fronten: CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla schloss die aus der eigenen Partei geforderten Steuersenkungen noch vor der Bundestagswahl 2009 aus. "So lange wir Schulden machen müssen, können wir keine Steuern senken", sagte er in der ARD. In der laufenden Legislaturperiode könne es daher keine niedrigeren Steuern geben, bekräftigte der CDU-Politiker. Das zu Jahresbeginn höchste Wachstum in einem Quartal seit zwölf Jahren sei erfreulich, dürfe aber nicht zu falschen Signalen führen. Ziel bleibe, die Bundesfinanzen bis 2011 zu sanieren und erstmals seit 40 Jahren einen Haushalt ohne neue Schulden vorzulegen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Rande ihrer Lateinamerika-Reise ihre generelle Bereitschaft zu Entlastungen der Bürger erklärt. So bald es möglich sei, sollten die Bürger von Steuermehreinnahmen profitieren. Sie unterstrich zugleich die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung und mahnte, nicht auf Kosten der Zukunft zu wirtschaften.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, rief dagegen dazu auf, die Forderungen des Wirtschafts- und Arbeitnehmerflügels nach einer Absenkung der Steuerlast noch vor der Bundestagswahl Ende 2009 zu berücksichtigen. Das am Vortag bekanntgewordene gemeinsame Schreiben beider Gruppierungen sei eine kleine Sensation, sagte Ramsauer der "Bild"-Zeitung. Eine solche Allianz zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberflügel habe es in der Geschichte der Unionsfraktion noch nicht gegeben. "Ich kann allen nur raten, das sehr ernst zu nehmen."

Kanzlerin soll sich aus Steinbrücks Klammergriff lösen

Der Vorsitzende der Unions-Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, griff im Steuerstreit Merkel an. Diese müsse sich aus der Umklammerung von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) lösen und die politischen Prioritäten von der Haushaltskonsolidierung zur Steuerentlastung korrigieren, sagte er dem "Handelsblatt". Ein solcher Politikwechsel stärke die Binnenkonjunktur und beende die Enttäuschung der Stammwählerschaft der CDU.

CSU-Chef Erwin Huber bekräftigte die Forderung seiner Partei nach raschen Entlastungen für die Bürger. "Man wird bei Kindergeld, Kinderfreibetrag und Pendlerpauschale schon wegen der Verfassung nicht drum herum kommen, in dieser Legislaturperiode noch etwas zu machen", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" und fügte hinzu: "Ich rate, das jetzt schon in den Haushaltsplan aufzunehmen." Das CSU-Steuerkonzept, sieht Entlastungen bis 2012 von bis zu 28 Milliarden Euro vor.

Der baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus nannte es unsinnig, laufende Ausgaben mit Schulden zu finanzieren. "Wer immer neue Schulden macht, der lebt auf Kosten der Zukunft", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Politik dürfe sich nicht immer nur auf die nächste Pressekonferenz konzentrieren, sondern müsse auch an die nächste Generation denken.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
pitiplatsch (18.05.2008, 06:58 Uhr)
Na ja
was die ehemalige Probagandistin der DDR Jugend so alles loslässt ist eigentlich nur Probaganda wie sie s gelernt hat. Sie bekommt ganz einfach Muffensausen dank der Linken. Soll dieses Weib doch mal ne Bilanz vom Völkerrechtswidrigen Krieg gegen Afghanistan vorlegen. Dass die Opiumernte noch nie so hoch war wissen wir, was hat dieser widerliche Krieg sonst noch gebracht ? Dass sich die Politiker auf Kosten der Rentner und Arbeiter bereichern ist die fieseste Politik seit Hitler. Die soll die Mwst. ganz abschaffen und die Benzin und Dieselsteuern halbieren, und das Steuergesetzt ähnlich wie in Österreich ( jeder bezahlt 25 % und fertig )oder in der Schweiz gestalten, aber dazu ist die Regierung der Lobbyisten nicht fähig. In der Welt rumreisen und leeres Geschwätz präsentieren das kann Sie sonst nichts. Die Arbeiter und Rentner werden b e w u ß t in die Altersarmut getrieben, was sagt diese Kanzlerin dazu ?? Wir wollen oder wir möchten, dies ist ihre Politik wegducken schöne Fotos machen und die eigenen Bürger im Stich lassen.
ecomoc4u (17.05.2008, 11:09 Uhr)
das kleine milchgesicht
pofalla, einer der gefährlichsten politiker, die die brd je hatte.
.
mit schäuble, shilly und co. zählt er zur elite des demokratischen abbaus der brd bei.
utospatz (16.05.2008, 15:35 Uhr)
Ich verstehe die Aussage des Herrn total,
schlieslich müsste er dann Sorge dafür tragen, dass sämtliche Diäten in Bund und Land + steuerfreie Kostenpauschale um 50% gekürzt werden!
Was glaubt denn die Gemeinde was los ist, wenn erst der Beamten-Pensionsturm losbricht?
steinhaus (16.05.2008, 10:31 Uhr)
Wichtiger: Ausgabensenkung
Wir haben ein Problem. Wir brauchen ständig mehr Steuern. Warum? Weil bei uns die Rente nicht geregelt ist. Die Zuschüsse des Staates sind zu hoch. Solange dieses Problem nicht gelöst ist, werden wir immer mehr Steuern brauchen. Gleichzeitig sinkt die ausbezahlte Rente.
Wichtiger als eine Senkung der Steuern, ist es, die Lasten für die Rentenversicherung zu senken. Kurzum: wir müssen den Ausstieg der jungen Leute aus dem System planen. Ein Weg könnte es sein, aus Steuermitteln für Neugeborene Fonds zu kaufen - in der Höhe von 5.000 - 10.000 Euro. Diese bleiben unter staatlicher Aufsicht. Im Alter werden die Einnahmen aus den Anteilen als Rente ausbezahlt. Wir bekommen auf diesem Wege eine Mindestrente hin - in einer Größenordnung von 2.000 Euro aufwärts für alle Bürger. Dann können die jungen weiterhin Beiträge für die Altersabsicherung bezahlen - und haben im Alter eine eigene Rente, unabhängig von den Einzahlungen der Folge Generation. Dieses System müsste schrittweise nach oben gefahren werden, damit auch weitere Generationen aus dem bestehenden Rentensystem herausgelöst werden.
Die Kaufkraft wird so auch gestärkt. Es wird weniger Geld durch die private Altersversorgung gebunden. Gleichzeitig hat die Industrie mehr Kapital zur Vergügung durch den verstärkten Kauf von Aktien... Und dann wird der Bedarf des Staates nach Steuermitteln auch sinken.... Logisch? Packen wir es an!
chatman53 (16.05.2008, 10:01 Uhr)
"Angie" und Aussagen zur Steuersenkung
Nee, Nee Freunde, da würde ich keine allzu großen Hoffnungen hegen, dass da jetzt schon was Konkretes von „Angie“ kommt.
Hat doch bisher ganz gut geklappt, bei unangenehmen Themen erst mal in Deckung gehen, bzw. sich ins Ausland zu verp…en, die anderen erst mal die berühmt-berüchtigte Schnauze verbrennen lassen, und wenn dann klar ist wohin der Hase läuft, sich mit mehr oder weniger schlauen Sprüchen wieder aus der Deckung zu wagen.
Wird auch bei dieser Debatte nicht anders sein – wetten dass??
Asteriskina (16.05.2008, 09:24 Uhr)
Oberste Pflicht
Oberste Priorität einer Regierung ist es, die Steuerlast so moderat zu gestalten, wie nur irgendwie möglich. Soviele Steuern wie nötig, so wenig, wie möglich. Der Staat selbst steht in der Verpflichtung, schlank und dabei hoch effzient zu agieren. Stattdessen wurde der Staat zu einem gefräßigen Monster und Nimmersatt. Konsolidierung ja, aber auch dei Haushalte der Bürger müssen ausgewogen sein. Die Rede von vermeintlichen Wahlgeschenken ist irreführend. Denn der Staat selbst hat kein Geld, er speist sich aus dem, was Bürger hart erarbeiten, insofern ist kein Geschenk, was einem vor der Zwangsenteigung gehörte. Argumente, wir müssen an die folgenden Generationen denken, sind zwar richtig. Allerdings muss auch die jetzige Generation existieren können und den eigenen Haushalt bewältigen. Denn auch dort wird an die Nachfolgegeneration gedacht, der man gerne etwas hinterlassen möchte. Stattdessen traut sich kaum noch jemand, überhaupt Kinder groß zu ziehen. Davon abgesehen lässt sich doch nun wirklich nicht einfach vorhersagen und orakeln, dass die nachfolgenden Generationen nicht Willens und er Lage ist, viel Geld zu verdienen und damit auch etwas auf die Beine zu stellen. Vermutlich braucht es endlich eine frische und ganz junge Generation, um völlig neue poltische Wege zu gehen und Reformen zu initiieren, die für jedermann etwas bringen. Da ist ohnehin eine junge Generation nachgewachsen, die in den Startlöchern steht, um aus Deutschland wieder einen freihetlichen und dazu hochmodernen Staat zu machen. Man muss sie nur langsam mal lassen, statt sie in Dauerpraktika auszubeuten und zu verschleißen. Ausbeutung ist übrigens die Ursache für den derzetigen Pseudo-Wohlstand im Land, der nur noch wenige tangiert, dafür die Masse ausbluten lässt. Ganze Teile eines ehemals gesunden Mikttelstandes brechen derzeit ins abgehängte Prekariat ab, einer völlig defizitären Regierung sei "Dank"!
BiffBoffo (16.05.2008, 09:13 Uhr)
Mwst runter + KFZ-Steuer weg !!!
dazu sollen alle die im Bundestag und nicht nur da wirklich alle in diesem Land ihren beitrag in die Rente dazusteuern. Dann geht das! Los! Ihr habt dringend Stimmen bei der nächsten wahl nötig!
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