Der Fiskus überprüft Geldanlagen immer genauer. Er fragt Depots und Daten ab, ermittelt auch jenseits der Landesgrenze, und er bestraft Steuersünder härter als früher. Die Änderungen im Überblick.

Künftig werden Zoll und Polizei gemeinsam auf die Jagd nach schwarzen Konten und Geldwäsche gehen© Martin Oeser/DDP
Die Steueramnestie endete im März vergangenen Jahres, danach ging es Schlag auf Schlag: Kontenabruf, Jahresbescheinigung und EU-Zinsrichtlinie sollten nach dem Willen der Bundesregierung zu mehr Transparenz führen. "Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass es nahezu jeden Monat neue Kontrollmethoden gibt", sagt Steueranwalt Rolfjosef Hamacher von Axer Partnerschaft in Köln.
Das könnte bei einigen Sparern zu unruhigem Schlaf führen, weil ertappte Steuersünder nach Auslauf der Amnestie nicht mehr so schonend behandelt werden wie früher. "Die vom Bundesverfassungsgericht beanstandeten Erhebungsdefizite bei Zinseinkünften und Spekulationsgeschäften sind längst passé", sagt Hamacher. Auf folgende Änderungen müssen die Bürger sich einstellen.
von Robert Kracht/Financial Times Deutschland