. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
18. Juli 2008, 07:08 Uhr

Obama spricht vor Siegessäule

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, wird seine Rede in Berlin offenbar vor der Siegessäule halten. Der Aufbau der Bühne wird ihm symbolträchtige Bilder mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund möglich machen.

Bühnenarbeiter unter der Siegessäule© Jockel Finck/AP

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, wird seine Rede in Berlin offenbar vor der Siegessäule halten. Die "Berliner Zeitung" meldete unter Berufung auf senatsnahe Kreise, die Bühne für die Rede Obamas am kommenden Donnerstag werde am Großen Stern im Berliner Tiergarten so aufgebaut, dass er in Richtung Pariser Platz spreche. So seien symbolträchtige Bilder mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund möglich.

Kanzlerin Merkel wird Obama bei seinem Berlin-Besuch im Kanzleramt empfangen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm kündigte ein Gespräch und einen gemeinsamen Fototermin Merkels mit Obama an. Eine gemeinsame Pressekonferenz ist nicht geplant.

Gegen Obamas Auftritt direkt am Wahrzeichen Berlins hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgesprochen. Die Debatte um den Standort seiner Rede hatte zu Verstimmungen innerhalb der großen Koalition geführt. Anders als Merkel hatte Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier eine Rede Obamas vor dem Brandenburger Tor gutgeheißen. Obama selbst hatte Kompromissbereitschaft signalisiert und erklärt, ihm sei der Inhalt seiner Rede wichtiger als der Ort.

Regierungssprecher Wilhelm erklärte, die Entscheidung über den Ort liege beim Team des Präsidentschaftskandidaten. Die Regierung warte ab und gehe davon aus, dass am Ende eine einvernehmliche Lösung stehe, die allen Interessen gerecht werde.

McCain: Alles Wahlkampf

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain hat die bevorstehende Europareise seines demokratischen Rivalen Barack Obama als Wahlkampfveranstaltung kritisiert. Das gelte vor allem für Obamas Absicht, am Brandenburger Tor in Berlin eine Rede zu halten. Dabei handle es sich um einen reinen Wahlkampftermin, sagte McCain.

Auch der von Obama geplante Rückzug aus dem Irak ist nach Ansicht von McCain reine Wahlkampftaktik. Der Abzug der Truppen könne nur situationsabhängig erfolgen, nicht aus einem "künstlichen, politisch inspirierten" Zeitplan heraus, sagte der Senator aus Arizona bei einer Veranstaltung in Kansas City. Der Erfolg im Irak sei nach wie vor brüchig und die Pläne Obamas könnten ihn zunichtemachen. Ein Abzug würde in dem Golfstaat Chaos hinterlassen und den Einfluss des Iran stärken.

Obama hatte am Dienstag in einer Grundsatzrede zur Irak-Politik einen umfassenden Kurswechsel gefordert und einen Truppenabzug innerhalb von 16 Monaten angekündigt. Der Senator aus Illinois betonte gleichzeitig aber auch, dass er für taktische Anpassungen offen sei.

Details zu Obama-Tour unbekannt

Weiterhin unklar sind die genauen Daten und der Verlauf der Reise von Obama nach Europa und Nahost. Nach einem Bericht der englischen Tageszeitung "The Times" sollte Obama am heutigen Freitag in London eintreffen und dort Premierminister Gordon Brown treffen. Andere Medien gehen davon aus, dass Obama erst am Ende seiner Reisetour in der nächsten Woche nach Großbritannien reisen wird.

Beobachter rechnen damit, dass Obama am Montag in Jordanien eintreffen wird und danach Israel und die Palästinensergebiete besuchen wird. Am Donnerstag nächster Woche wird Obama in Berlin erwartet. Im Anschluss soll er dann nach Frankreich weiterreisen. Auch ein Besuch im Irak und in Afghanistan steht laut Medienberichten auf dem Reiseplan Obamas.

Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
Ricky2008 (21.07.2008, 09:14 Uhr)
Love-Parade - Ja , Obama - Nein! Oh! Bitte.
Love-Parade mit fast nackten, betrunken Leuten von den Brandenburger Tor ist normal. Aber Obama darf es nicht, jetzt Siegessäule auch nicht. Was für Mißbrauch? Er ist der potentielle "Retter". Wir haben schon genug Kriege auf der Welt. Aber die deutschen Freunde sind nicht dieser Meinung. Ich hoffe die Berliner werden Ihnen zeigen daß sie hinten Obama stehen.
Gisella (18.07.2008, 16:23 Uhr)
@clamaria
normalerweise hat er-OBAMA- hier nicht für seinen wahlkampf aufzutreten. niemals würden die USA einen derartigen , öffentlichen auftritt eines deutschen politikers zulassen.und es würde auch keinen normalen menschen in amerika interessieren.Soll er doch in seinen deutschen stützpunkten für sich werben. ich habe gewettet, dass er niemals gewählt wird- wir haben die letzten 20jahre in den sogen. "Südstaaten" gelebt- die wählen den alten Mc.Cain.
bundesboy (18.07.2008, 16:03 Uhr)
Na dann kann Merkel wohl einpacken
Mit dieser Wahl hat Obama Merkel aber böse auflaufen lassen, denn Siegessäulen gibt es schliesslich auch auf vielen anderen historischen Plätzen dieser Welt.
Die Kleinkariertheit, dem Präsidentschaftskandidaten das Brandenburger Tor zu neiden, wird die Kanzlerin wohl jetzt schon bitter bereuen. Rein theoretisch kann der Volksauflauf an der Siegessäule nämlich noch viel grösser ausfallen, als am Pariser Platz, da die Zufahrtsstrassen ja aus allen Himmelsrichtungen auf den Grossen Stern zulaufen und für Obama kann dieser Stern, vom Hubschrauber aus gefilmt die beeindruckendsten Bilder liefern. Schon im Vorfeld wird die US-Presse von der LOVE-Parade und der Begeisterung die dem Kandidaten entgegenschlägt berichten können und Obama im weiteren Verlauf des Wahlkampfes die taktisch wichtigen Bildbeweise liefern, dass es nämlich gut ist, wenn ein amerikanischer Präsident von den Europäern geliebt wird.
Wenn Obama wirklich das Weisse Haus erobern sollte, dann kann Merkel wahrscheinlich die Koffer packen, dann kann sie sogar noch von der bereits völlig abgeschriebenen SPD besiegt werden, es sei denn die Medien in Deutschland setzen ihren Vernichtungsfeldzug gegen alles, was ein klein wenig zu rot schimmert, fort.
Viper2024 (18.07.2008, 15:54 Uhr)
Mießmacherei
Was soll diese Mißmacherei. Besser ein bedeutender US-Politiker, der gute Chancen hat der nächste Präsident zu werden spricht in Deutschland vor einem geschichtsträchtigen Ort, als in London oder Paris. Es kann dem deutschen Image jedenfalls nur helfen.
wintersaint (18.07.2008, 12:54 Uhr)
Ist doch nett
Freut euch doch dass er kommt. Wenisgtens weiß er wo Berlin liegt und dass es da ein Tor gibt. Andere Kandidaten haben deutlich mehr Arroganz Europa gegenüber gezeigt. Und schließlich müssen alle Politiker Wahlkampf machen, ohne den gäb es auch keine Demokratie.
BreadMan (18.07.2008, 11:37 Uhr)
Legitim
Der Auftritt von Obama in Berlin ist legitim, was ist an "Wahlkampf" eigentlich schlimm? In Anbetracht dessen, dass die Wahl in Amerika trotz weniger Millionen US-Bürger, die wahlberechtigt sind, für Milliarden Menschen Bedeutung entfaltet (leider), ist es nur legitim, wenn Obama und andere Kandidaten auch mal im Ausland eine Duftmarke hinterlassen. Mir tut das nicht weh und Obama hätte gerne vor dem Brandenburger Tor sprechen können. Das Gezänk darum ist nicht durch Obama entstanden sondern durch die völlig unnötige Blutgrätsche unser Bundeskrampflerin Merkel, der dieser Kandidat ein Dorn im Auge ist. Zumindest beim nächsten G8-Gipfel könnte er dem Alpha-Tier die Show stehlen...
Nostradamus (18.07.2008, 11:10 Uhr)
Für Obama besser als das Brandenburger Tor

"Victory column" macht deutlich mehr her als "Brandurger portal".
MisterBrezeldent (18.07.2008, 10:35 Uhr)
Bitte, bitte, bitte...
... doch vor dem Brandenburger Tor. Und dann den Satz: "Aug ick bin ein Berhardiner". Bitte.
seelenflieger (18.07.2008, 10:06 Uhr)
Beweggründe und Motive
Keine Frage, inoffiziell ist die Sachlage klar: Obama will mit seiner Berlinreise seiner außenpolitischen Unerfahrenheit begegnen. Offiziell ließen sich aber durchaus Gründe finden, die für eine Wahlkampfrede in Deutschland sprechen würden, z.B. die Tatsache , dass eine nicht unerhebliche Zahl von wahlberechtigen amerikanischen Soldaten und deren Angehörigen in Deutschland stationiert sind.
Clamaria (18.07.2008, 09:34 Uhr)
@Marty-D
Nichts gegen Obama, ich sähe ihn gerne als späteren Präsidenten. Aber zeugt es nicht von einer gewissen amerikanischen Arroganz, ihre Wahlkampfmethoden auf deutschem Boden anwenden zu wollen? Da wäre doch mehr Feingefühl gefragt.So agieren sie aber wie die Axt im Walde.
MEHR ZUM ARTIKEL
Satire zum US-Wahlkampf McCain jagt Obama mit einem Panzer

Im November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. In der heißen Phase des Wahlkampfs nehmen sich Karikaturisten die Kandidaten vor. Im Video "Time for Some Campaignin'" wird McCains Militarismus genauso veralbert wie Obamas Utopie vom großen Wandel. Wieso Bambi dabei eine zentrale Rolle spielt - sehen Sie selbst. mehr...

US-Demokrat Obama will Kampf in Afghanistan verstärken

Da dürften die Europäer aufhorchen: Barack Obama will im Fall seiner Wahl zum amerikanischen Präsidenten den Krieg im Irak beenden und den Kampf in Afghanistan verstärken. Das könnte auch bedeuten, dass Obama von den Europäern mehr Einsatz am Hindukusch verlangt. mehr...

US-Demokrat Angriff auf der Außenflanke

Barack Obama hat Konkurrent John McCain bei einer Wahlrede heftig attackiert. Er versicherte seinen Anhängern, den Krieg im Irak definitiv beenden zu wollen. Auch der Kampf gegen die Al Kaida habe oberste Priorität. Starken Tobak lieferte er beim Thema Todesstrafe. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe