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Gauck ernennt Wanka zur Bildungsministerin

Johanna Wanka hat die Nachfolge von Annette Schavan als Bildungsministerin angetreten. Auf die 61-Jährige kommen in den nächsten sieben Monaten bis zur Bundestagswahl schwierige Zeiten zu.

  Die neue Bildungsministerin Johanna Wanka gilt als konservativ und pragmatisch

Die neue Bildungsministerin Johanna Wanka gilt als konservativ und pragmatisch

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Donnerstag Johanna Wanka zur neuen Bundesbildungsministerin ernannt. Die aus Sachsen stammende Wanka folgt auf Annette Schavan (beide CDU), die nach der Aberkennung ihres Doktortitels wegen Plagiatsvorwürfen am Samstag zurückgetreten war. Gauck dankte Schavan für die in mehr als sieben Jahren als Bildungsministerin geleistete Arbeit. "Viele bedauern, dass die Bildungs- und Forschungspolitik des Bundes nicht mehr in ihren Händen liegen", sagte der Präsident.

Der neuen Ministerin Wanka gratulierte Gauck zu ihrem Amt. Er verwies auf deren Engagement zur Wendezeit in der DDR; Wanka gehörte seinerzeit zu den Gründern des Neuen Forums in Merseburg. Er hob die wissenschaftliche Karriere der promovierten Mathematikerin hervor, die auch als Bildungsministerin in Brandenburg und Niedersachsen einige Erfahrung gesammelt habe. "Auch bei Ihnen kann man sagen, dass sie Wissenschaft und Forschung leben."

Schwierige Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern

Die CDU-Politikerin muss jedoch einen schwierigen Spagat vollziehen: Als Wissenschaftsministerin hat sie - fast zehn Jahre in Brandenburg und knapp drei Jahre in Niedersachsen - bisher Landesinteressen vertreten. Als neue Bundesministerin für Bildung und Forschung ist sie nun in den nächsten sieben Monaten bis zur Wahl die Sachwalterin der Bundesinteressen in dem komplizierten föderalen Zusammenspiel von Bund und Ländern bei Hochschulen und Forschung.

Dabei geht es vor allem um viele Milliarden. Als Landesministerin war Wanka zuletzt auch Bildungskoordinatorin der unionsgeführten Bundesländer. Geschlossen fordern die 16 Länder vom Bund wegen der hohen Studienanfängerzahlen einen Nachschlag beim Hochschulpakt von bis zu 3,4 Milliarden Euro. Jetzt sitzt Wanka plötzlich auf der anderen Seite des Verhandlungstisches.

Wanka gilt als Verfechterin von Studiengebühren

Die promovierte Mathematikerin gilt als konservativ, pragmatisch - und bisweilen auch als ein wenig eitel. Mit ihrer bisherigen Wissenschaftspolitik hat sie weder in Brandenburg noch in Niedersachsen größere Spuren hinterlassen. Wanka ist eine Verfechterin von Studiengebühren.

Die im sächsischen Rosenfeld geborene Wanka studierte von 1970 bis 1974 in Leipzig Mathematik. Danach ging sie als Dozentin zur Technischen Hochschule Merseburg (Sachsen-Anhalt), deren Rektorin sie von 1994 bis 2000 war. Im Wendejahr 1989 war sie Gründungsmitglied des Neuen Forums in Merseburg. Wanka ist mit einem Mathematik-Professor verheiratet und hat zwei Kinder. Sie lebt in Potsdam.

fle/DPA/AFP/DPA
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