2004-2010 Horst Köhler (CDU): Der Ökonom und ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) war der erste Seiteneinsteiger an der Spitze des Staates. Anfangs den meisten Bürgern unbekannt, genoss er bald große Popularität. Beim politischen Establishment eckte er an. 2006 verweigerte er die Unterschrift unter das Gesetz zur Privatisierung der Luftraumüberwachung und das Verbraucherschutzgesetz. Im Juli 2005 löste Köhler den Bundestag auf und machte so den Weg für vorgezogene Neuwahlen frei. Aufsehen erregte er im Mai 2007 mit seiner Entscheidung, den ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar nicht zu begnadigen. Im Mai 2009 wurde Köhler in seinem Amt bestätigt. Nur ein Jahr nach seiner Wiederwahl erklärte er am 31. Mai 2010 überraschend seinen Rücktritt. Köhler war für Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr heftig kritisiert worden. Er bemängelte, dass seinem Amt nicht genügend Respekt entgegengebracht werde
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