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Der denkwürdige Wahlabend zum Nachlesen

CDU/CSU und SPD verlieren deutlich. Gewinner sind AfD und FDP. In der "Elefantenrunde" wird hart diskutiert. Merkel lässt durchblicken: Eine erneute GroKo fände sie gar nicht schlecht, doch die SPD will nicht. Rückblick auf einen denkwürdigen Wahlabend.

Deutschland hat den nächsten Bundestag gewählt: Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge bleibt Angela Merkels CDU stärkste Kraft, muss aber herbe Verluste verkraften. Auch die SPD muss einen Absturz hinnehmen. 

Zu den Gewinnern zählt die AfD, die aus dem Stand drittstärkste Kraft wird. Bei den Rechtspopulisten gärte es allerdings am Wahltag: Nach stern-Informationen wollen einige sächsische Abgeordnete verhindern, dass Frauke Petry in die Bundestagsfraktion kommt. Die FDP wird nach jetzigem Stand mit einem zweistelligen Ergebnis zurück ins Parlament einziehen. Linke und Grüne konnten leicht zulegen. Alles deutet auf eine Jamaika-Koalition hin, auch wenn sich die Vertreter von FDP und Grünen in den TV-Runden noch zierten und Angela Merkel durchaus an ihrer GroKo zu hängen scheint.

Martin Schulz hat ohnehin bereits angekündigt, die Genossen in die Opposition zu führen, aber nicht Fraktionschef zu werden. Nach der Wahl zeigt er sich in der "Elefantenrunde" bissig wie im Wahlkampf lange nicht. Ohnehin wurden die TV-Diskussionen am Abend von allen Kandidaten sehr hart geführt. 

So spannend war der Wahlabend im Live-Newsblog beim stern:

Zahlen, Stimmen, Koalitionen: Alle Infos zum Wahlabend im Liveblog

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Die AfD ist im Bundesland Sachsen mit 27 Prozent knapp stärkste Kraft geworden. Die CDU kam dort auf 26,9 Prozent der Stimmen, die Linke auf 16,1, die SPD auf 10,5, die FDP auf 8,2 und die Grünen auf 4,6.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Guten Morgen, liebe Leser!

    Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt vor:

    CDU/CSU 33 %
    SPD 20,5 %
    Linke 9,2 %
    Grüne 8,9 %
    FDP 10,7 %
    AfD 12,6 %

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    So, liebe Leser, zum Abschluss unserer Live-Berichterstattung fassen wir die Ergebnisse dieses denkwürdigen Wahlabends nochmal für Sie zusammen:
    Union und SPD verlieren stark an Stimmen - AfD zieht als drittstärkste Kraft in den Bundestag ein - die FDP ist wieder im Parlament vertreten - Grüne deutlich besser als prognostiziert - Linke legen ebenfalls zu, sind aber nicht mehr stärkste Oppositionspartei - die SPD kündigt an, definitiv in die Opposition zu gehen - damit wäre eine Jamaika-Koalition im Moment die einzige Möglichkeit, eine Regierung zu bilden - Martin Schulz bleibt SPD-Chef, Fraktionsvorsitz übernimmt er nicht.
    Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen allen eine gute und erholsame Nacht.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Und wer sind an diesem Wahlabend die Sieger beim Feiern? Offenbar die Linken:

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    #87Prozent ist nach dem Wahlergebnis zum Twitter-Trend geworden. Gemeint sind damit die 87 Prozent der Wähler, die nicht für die AfD gestimmt haben.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Und hier noch die letzte Hochrechnung des ZDF vor dem vorläufigen amtlichen Endergebnis:
    CDU/CSU 32,9 Prozent
    SPD 20,8
    Linkspartei 9,0
    Grüne 9,0
    FDP 10,4
    AfD 13,0
    Andere 4,9

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die Berliner Polizei meldet, dass die AfD ihre von Protesten begleitete Wahlparty im Traffic-Club am Alexanderplatz jetzt beendet hat.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die "heute show" fasst die Lage nach der Wahl mal kurz zusammen:

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Nächste ZDF-Hochrechnung:
    CDU/CSU 33,0
    SPD 20,8
    Linkspartei 8,9
    Grüne 9,1
    FDP 10,4
    AfD 13,0
    Andere 4,8

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Wirklich schön: Trotz aller Konkurrenz und eines immer rauheren politischen Diskurses gibt es auch über Parteigrenzen hinweg Respekt und Anerkennung, so wie bei diesen Grünen- und SPD-Politikern:

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Freud und Leid, Sieg und Niederlage liegen oft nah beeinander, auch für Bundestagskandidaten:

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Zahlreiche Abgeordnete des alten Bundestages verbreiten via Twitter Erfolgs- oder auch Misserfolgsmeldungen. Die SPD-Politikerin und Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz, die der AfD-Spitzenkandidat Gauland "nach Anatolien entsorgen" wollte, kann in Hamburg bleiben, sie hat ihren Wahlkreis gewonnen.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Und wieder eine neue Hochrechnung des ZDF, die dem Endergebnis schon recht nahe kommen dürfte:
    CDU/CSU 32,9
    SPD 20,7
    Linkspartei 8,9
    Grüne 9,1
    FDP 10,4
    AfD 13,0
    Andere 5,0

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    "Anne Will" ist aus, bei "Maybrit Illner wird gerade erst losgelegt. Matt Frei, ein deutsch-britischer Journalist, nennt das Wahlergebnis eine "Mischung aus Kontinuität und Erdbeben". Kontinuität wegen Merkels "Wiederwahl", Erdbeben wegen der AfD.

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