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19. Mai 2009, 16:03 Uhr

Reiche fordern Vermögensabgabe

Steuervorstoß der anderen Art: Eine Initiative von 23 Reichen fordert eine Vermögensabgabe, um die Folgen der Wirtschaftskrise für Deutschland abzufedern und die Kluft zwischen arm und reich zu verkleinern. Dabei gehen die Forderungen weiter als die Vorschläge mancher Partei.

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Die Initiative "Vermögende für eine Vermögensabgabe" will die "Reichen" zur Kasse bitten© Colourbox

Eine kleine Gruppe Wohlhabender will eine Zwangsabgabe für Reiche durchsetzen. Die Vertreter der Initiative "Vermögende für Vermögensabgabe" forderten die Politik auf, Personen mit einem Vermögen von über 500.000 Euro in den Jahren 2009 und 2010 zu einer Abgabe von fünf Prozent zu verpflichten. "Anschließend sollte eine Vermögenssteuer von mindestens einem Prozent erhoben werden", sagte der Koordinator der Gruppe, Bruno Haas.

Mit ihrem Vorschlag geht die Gruppe der Reichen weiter als manche Partei: So fordert die Linke in ihrem Wahlprogramm, dass erst auf Vermögen über einer Million Euro eine 5-Prozent-Abgabe fällig wird.

Um zu verhindern, dass sich Wohlhabende vor der Zwangsabgabe drücken, sollten per Gesetz Geldströme in Steueroasen erfasst werden. Die 23-köpfige Initiative, deren Mitglieder selbst von der Zwangsabgabe betroffen wären, begründete ihre Forderung mit der wachsenden Schere zwischen Arm und Reich. Allein in den Jahren 2009 und 2010 könnten nach Berechnungen der Gruppe bis zu 50 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen werden.

Die Initiative wird teils von Erben großer Vermögen getragen. Zu ihr gehört neben Haas, der Geschäftsanteile an einer Firma erhalten hatte, auch Susann Haltermann, Tochter eines Hamburger Fabrikanten. Hinzu kommen Ärzte, Pädagogen und Privatiers. Prominente Namen sind auf dem öffentlichen Teil der Liste allerdings nicht zu finden.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 27)
 
AST61 (22.05.2009, 00:42 Uhr)
Respekt
wenn das keine von der Politik vorgegaukelte Ente ist, haben die betreffenden "Reichen" meine Anerkennung ihres gesunden Menschverstandes.
Vielleicht könnte man ja eine Art Ersatzleistung möglich machen:
Anstatt Steuerzahlungen Verstand(...aber das haben anno dazumal ja schon die Schildbürger mittels Trichtern versucht, ging schief)
*Ironie aus*
Nee, diese Personengruppe hat meine Hochachtung!
Westerle.Merkwelle (21.05.2009, 18:14 Uhr)
Die Wahllügen von CDU/CSU, SPD und FDP - Hier: Steuergerechtigkeit
Seit Wochen will man uns einschläfern mit der Behauptung, dass die Wirtschaftskrise nicht so schlimm sei und bis zum Jahresende alles wieder so weiter gehen können wie früher.
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Leider fallen darauf die meisten Leute herein und geben ausgerechnet denjenigen im Herbst wieder ihre Stimme, die durch ihre neoliberale Politik der letzten Jahre die Wirtschaftskatastrophe zu verantworten haben.
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Bis heute belügen uns die Politiker über das wahre Ausmaß der Katastrophe. Sie tun alles, um bis zur Bundestagswahl die Ursachen und Folgen zu vertuschen und schön zu reden.
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Staatsbankrott droht in mehreren Ländern
Da hier auch EU Länder betroffen sind, könnte dies das Ende des Euro sein - mit unübersehbaren Folgen für unsere Ersparnisse!
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7527184,00.html
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Verbrennt der Staat unser Geld?
Während für Bildung, Gesundheit, Arbeitslose und Rentner kein Geld da ist, werden mehrere Billionen € bzw. $ für die Alimentierung von Banken bereitgestellt. Machen wir uns nichts vor: Das kann nur in einer Hyperinflation enden.
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Die große Rechnung der Politiker kommt noch: Am Montag nach der Bundestagswahl. 08:00 Uhr!!
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Schamlose Lügen und Schönfärbereien. Zum Beispiel: Steuergerechtigkeit:
Lese Sie von Ernst Schmiederer und Hans Weiss das Buch "Asoziale Marktwirtschaft" (ISBN 3-462-03643-2), um zu erfahren, wie skandalös unsozial unsere Steuergesetze sind.
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Jährlich entgehen dem Fiskus 117 Mrd € alleine durch hinterzogene Umsatzsteuern!! Das stellte bereits 2006 der Bundesrechnungshof fest. Was ist seitdem passiert? Nur soviel: Während ein Steuerfahnder im Schnitt jährlich 2 Mio Steuern eintreibt, werden die Planstellen für Steuerfahnder gestrichen!!!
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Unsere Politiker lügen auch bei dem wichtigen Thema Steuerhinterziehung was das Zeug hält. Sie wollen gar keine wirkliche Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Die Kassen sind leer. 100te Mrd € werden den Banken geschenkt, aber für Schulen und Krankenhäuser fehlt das Geld. Da lobe ich mir die Positionen der Linken:
http://die-linke.de/wahlen/positionen/themen_az/pt/steuerhinterziehung/ als alleinige Alternative zum Berliner Korruptions- und Selbstbedienungssumpf.
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Es gibt weitere Wahllügen, die ich hier aus Platzgründen nicht aufführen kann. Fortsetzung folgt!
starmax (21.05.2009, 12:00 Uhr)
Vorbild Kalifornien ? Terminator läßt grüßen...
"Jetzt wird es ernst, es wird wehtun. Zehntausenden Lehrern, tausende Polizisten, Feuerwehrleuten und Krankenpflegern werden ihren Job verlieren; einen Anfang machen 5000 von 235.000 Staatsangestellten. Der Gouverneur hat angekündigt, dass 19.000 undokumentierte Einwanderer und 20.000 weitere Bagatellhäftlinge freigelassen werden müssen.
mehr Bilder
Arnold Schwarzenegger Die Schwarzeneggers
Eine Familie ist politisch gespalten
Nochmals Tausende Sträflinge würden in Haftanstalten des Bundes und der Landkreise verlegt. Obendrein wird Kalifornien zu derart drastischen, Gesetze des Bundes verletzenden Kürzungen gezwungen sein, dass es bis zu einer Milliarde Dollar Bundessubventionen verliert.
Etwa dieselbe Summe muss vor Ende des Haushaltsjahrs Ende Juni wird aus dem Bildungsausgaben gestrichen werden. Es beginnt mit einer Kürzung des Schuljahrs um sieben Tage. Viel trauriger: Experten erwarten, dass 220.000 Kinder mittelloser Eltern ihre Krankenversicherung verlieren.
Und zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte sieht sich ein notleidener Bundesstaat gezwungen, den Bund um eine Bürgschaft für sechs Milliarden Dollar in Krediten anzugehen, die andernfalls unerreichbar wären. Kalifornien muss für seine miese Kreditwürdigkeit Unsummen bezahlen. Wäre der Staat ein Bürger, bliebe ihm eigentlich nur die Flucht in den Offenbarungseid.
Glaubt man Arnold Schwarzenegger, der für das Referendum Millionen Dollar Spenden mit augenrollenden Warnungen vor Kaliforniens Jüngstem Tag eingetrieben hatte, kommt das dramatische Sparen ihm nur recht. Die Bürger hätten in der Rezession Motorräder, Zweitwagen und andere Wertsachen verkaufen müssen, um flüssig zu bleiben. Nun, so Schwarzenegger, verlangten sie auch von ihrem Staat, dass er sich Speck herunterhungere und innerhalb seiner wahren Verhältnisse lebe. "
/www.welt.de/politik/article3778239
ganzbaf (21.05.2009, 11:01 Uhr)
Nett gemeint...
ist aber Peanuts.
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Wir brauchen das FDP-Bierdeckelmodell!
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0% Steuern für Geringverdiener
25% für Normalverdiener
45% für Gutverdiener
65% für sehr hohe Einkommen
75% für extrem hohe Einkommen
95% für unverschämt hohe Einkommen ... ;-DD (Ab 10 Mio/Jahr)
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Dito bei der Erbschaftssteuer, dann klappts auch mit dem Schuldenabbau, der Re-Umverteilung und dem Abschmelzen unproduktiver Geldberge.
Westerle.Merkwelle (20.05.2009, 21:59 Uhr)
Massenarbeitslosigkeit! Wann kommt die Abwrackprämie für den Kapitalismus?
Der Kapitalismus hat gesiegt - dachten zumindest 1989 alle, die sich darüber freuten, dass damals die DDR ökonomisch am Ende war. Zu früh gefreut!
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1989 fühlte man sich in Westen wie ein Passagier auf der unsinkbaren Titanic und lachte die "Schiffbrüchigen" in Ostdeutschland aus, die Zeuge eines Untergangs des "realen Sozialismus" wurden. Der war halt pleite - hieß es.
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Die gestrandeten ex-DDR-ler wurden mit üblen Tricks ihrer letzten Habe beraubt - das war die Bedingung, an Bord der Titanic gelassen zu werden.
20 Jahre später sinkt nun die Titanic. Der reale Kapitalismus - noch "pleiter"!. Die ersten, die in die Rettungsbote steigen, sind diejenigen, die den Untergang herbeigeführt haben.
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Und die Pastoren der Liberalismus predigen, auf der Schiffsbrücke stehend, ihr Hohelied auf die bessere Wirtschaftsordnung: " Der Kapitalismus wird aus dieser Krise gestärkt hervor gehen".
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Allerdings sind SPD und CDU alles andere als willig - geschweige denn in der Lage - diese Krise in den Griff zu kriegen. Und die FDP? Mit ihrer Wahl würde man den Bock zum Gärtner machen. Denn ihre Theorie des Liberalismus ist es, der von SPD, CDU und Grünen übernommen wurde und seit 20 Jahren zur verfehlten Politik einer beispiellosen Umverteilung von unten nach oben und zur Entsolidarisierung unseres Landes geführt hat.
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Der FDP Slogan "Mehr Verantwortung übernehmen" wurden von allen Politikern der genannten Parteien bereitwillig nachgebetet und mündete in das, was seinem niederen, moralischen Wert am besten entspricht: "Jeder ist sich selbst der Nächste".
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Und die Staatskirchen? Wo blieb in den letzten 20 Jahren ihr Protest? Dabei hätte man gerade von ihren Vertretern, die sich selbst als Akademiker sehen, erwarten können, dass sie das Gift dieser liberalen Ideologie erkennen und ihren "Schäfchen" begreiflich machen.
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Meine Prognose: Hyperinflation und ein Kollaps der Wirtschaft mit einem bisher unvorstellbaren Ausmaß an Massenarbeitslosigkeit.
Aquarius2 (20.05.2009, 20:24 Uhr)
"Autos kaufen keine Autos"
diese Kurzformel, die ausgerechnet vom Erzkapitalisten Henry Ford stammt, haben diese 23 Reichen anscheinend verstanden.
Der Rest schafft an nach dem Motto "nach uns die Sintflut"!
Aquarius2 (20.05.2009, 20:18 Uhr)
Ein gutes Zeichen,
das allerdings keine Beachtung finden wird.
Diese Vermögenden haben keine Lobby in der Politik.
Die Einflussnahme auf unsere Politiker erfolgt mehr von den Vermögenden, die eher der Fortsetzung des Prozesses der Umverteilung von unten nach oben zuneigen.
Insofern wird keiner unserer gewählten Politiker etwas daran auszusetzen finden, dass sich inzwischen 10% der Bevölkerung mindestens 80% aller Vermögen angeeignet haben.
Angel_of_Mercy (20.05.2009, 15:07 Uhr)
@Figaroo
Es ist also ihrer Meinung nach okay, dass 10 Personen an der Herstellung eines Produktes beteiligt sind, aber ein einziger 90 % des Gewinns aus dem Verkauf des Produktes einstreicht, und die restlichen 9 sich 10% teilen müssen?
Gehen wir davon aus , dass diese eine Person die Idee hatte und den Auftrag an Land zog, selbst aber keine Hand bei dessen Produktion anlegt, hat dies eine Person dann wirklich das Recht dazu 90 % vom Gewinn einzustreichen? Reichen nicht auch 28 %? Dann bleibt für die 9 anderen jewils 8 %. Heißt der, nennen wir ihn, Chef hat immer noch 20 % mehr von dem Gewinn als seine Arbeiter, ohne die der Chef das Produkt gar nicht hätte herstellen können.
Die Welt kann so einfach sein :)
Westerle.Merkwelle (20.05.2009, 12:13 Uhr)
@figaroo: Armutsatlas offenbart verheerende soziale Verhältnisse in Ostdeutschland
Den Mythos von der sozialen Marktwirtschaft mit unereichtem Wohlstand und der bitteren Armut im Osten werden unsere Urahnen wahrscheinlich noch in 2000 Jahren von den Neoliberalen erzählt bekommen. Dafür können sich die Menschen aber heute nichts mer kaufen.
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20 Jahre nach der Herstellung der deutschen Einheit zeigt der heute vorgestellte Armutsatlas: Die Menschen in den östlichen Bundesländern leben zu fast 20 Prozent in Armut. Die Armutsquote in Ostdeutschland liegt damit fast doppelt so hoch wie in Süddeutschland. Aber auch in Westdeutschland gibt es Regionen mit dramatischen Armutsquoten. Die Versprechungen auf die Herstellung einer sozialen Einheit mit vergleichbaren Lebensverhältnissen – ein Verfassungsgebot – klingen zunehmend hohl.
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Selbst in Zeiten der Wirtschaftskonjunktur sind die sozialen und regionalen Verwerfungen nicht tatkräftig bekämpft worden. Die Ursache des Versagens liegt in dem Irrglauben, der Markt – sofern sich selbst überlassen – werde es schon richten. Dieser neoliberale Irrglaube hat sich gründlich blamiert.
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Jetzt muss allen Menschen klar sein: Sozial und regional gerechte Verhältnisse entstehen nicht von allein, es bedarf des lenkenden und umverteilenden Eingriffs durch den Staat. Dazu braucht er die entsprechenden Steuermittel, die von den Nutznießern des entfesselten Finanzkapitalismus eingetrieben werden müssen.
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Die Vorschläge der Linkspartei liegen auf dem Tisch: http://dokumente.linksfraktion.net/pdfdownloads/7788797028.pdf
DasBertl (20.05.2009, 11:42 Uhr)
Endlich
einmal Reiche mit sozialem Sachverstand und Gewissen. Man glaubt ja kaum noch das es so etwas gibt. Jedenfalls ist das sehr unterstützenswert.
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