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Wirtschaftsminister Gabriel gibt Fehler bei Hartz IV zu

Sigmar Gabriel räumt Fehler bei der Einführung Hartz IV vor zehn Jahren ein. Bereits damals hätte es einen Mindestlohn geben müssen, um den "unfairen Niedriglohnsektor" klein zu halten.

  Die Hartz-IV-Reform sei aber grundsätzlich der richtige Weg gewesen

Die Hartz-IV-Reform sei aber grundsätzlich der richtige Weg gewesen

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat Fehler bei der Einführung von Hartz IV eingeräumt. Schon vor zehn Jahren hätte es einen Mindestlohn geben müssen, damit "dieser unfaire Niedriglohnsektor sich nicht derart ausbreitet", sagte Gabriel der Zeitung "Bild am Sonntag" einem Vorabbericht zufolge.

"Und wir hätten diejenigen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, dann unverschuldet arbeitslos wurden, nach Auslaufen des Arbeitslosengeldes bei Hartz IV nicht genauso behandeln dürfen wie denjenigen, die nie gearbeitet hat", erklärte er. "Der Wert der Arbeit muss erhalten bleiben."

Allerdings sei die Reform grundsätzlich der richtige Weg gewesen. "Vorher war es oftmals lukrativer, Arbeitslosenhilfe zu kassieren und zusätzlich irgendwo schwarz zu arbeiten statt einen normalen Job anzunehmen", sagte Gabriel dem Blatt. "Der Erfolg ist ja sichtbar: damals hatten wir fünf Millionen Arbeitslose, heute sind es zwei Millionen weniger."

Am 1. Januar 2005 war die damalige, einkommensabhängige Arbeitslosenhilfe abgeschafft und mit der Sozialhilfe zusammengelegt worden. Der Regelsatz für Hartz IV ist zum Jahreswechsel von 391 Euro auf 399 Euro angestiegen.

fin/Reuters/Reuters
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