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25. November 2008, 08:11 Uhr

Eine Million Elektroautos im Jahr 2020

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat für das Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen vorhergesagt. Dass durch den steigenden Stromverbrauch auch mehr Atomkraft benötigt werde, bestreitet der SPD-Politiker.

Wolfgang Tiefensee, Elektroauto, Jahr 2020, Atomkraft

Fordert Industrie und Forschung auf, die Vorreiterrolle bei den Elektroautos einzunehmen: Verkehrsminister Tiefensee© Michael Gottschalk/DDP

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat im ARD-Morgenmagazin Industrie und Forschung aufgefordert, ihre Aktivitäten zu bündeln, damit Deutschland die Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Elektroautos behält. "Wir wollen die Technologie exportieren und nicht von woanders einkaufen", sagte Tiefensee vor einer "Strategiekonferenz Elektromobilität" der Bundesregierung in Berlin. Für das Jahr 2020 sagt der SPD-Politiker eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen voraus.

Tiefensee räumte ein, dass es noch Probleme in der Umsetzung der verschiedenen Konzepte gebe, etwa bei den Batterien. Er bestritt jedoch, dass Deutschland für den bei zunehmender Zahl von Elektroautos steigenden Stromverbrauch die Atomkraft benötige.

Die Atomkraft "kommt immer wieder wie das Ungeheuer von Loch Ness", kritisierte er. Vielmehr böten Elektroautos die Möglichkeit, mehr Strom zu speichern, und das sei eine Chance für die alternativen Energien, "und so kommen wir weg vom Öl".

AP
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Skarrin (25.11.2008, 13:53 Uhr)
1 Mio. Elektroautos = 0,3% mehr Stromverbrauch
Lt. IFEU-Studie: http://www.stern.de/auto/service/:Elektroautos--Mobil-Atomkraft/634731.html
Im Unterschied zu einigen Schelmen, die gerne über Dinge lachen die sie nicht verstehen, kennt Tiefensee offenbar realistische Zahlen.
Mit den aktuellen Zuwachsraten bei den erneuerbaren Energien würden allein diese die 0,3% Mehrverbrauch also mehr als ausgleichen.
Frage ist nur: wer soll die Million Autos bauen? Die deutschen Hersteller, die außer Greenwashing und ein paar mit US-Technologie (BMW hat den Antrieb/Akkus von ACPropulsion!) ausgestattete Prototypen nichts zu bieten haben, können es wohl kaum sein...
knilch_59 (25.11.2008, 11:50 Uhr)
Das könnten auch locker 3 Mio werden!
Elektroautos eignen sich hervorragend zur Auslastung der Kraftwerke in Nebenzeiten. Man muss also die benötigte Leistung für deren Bedarf nicht on-top rechnen! Eigenheimbesitzer und Wohnbaugesellschaften können beim nächsten Heizungstausch (sollte ja sowieso alle ca. 15-20 Jahre erfolgen) auf Kraft-Wärme-Kopplung umstellen.
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90 % aller Strecken der PKW können heute schon bequem mit der vorhandenen E-Auto-Technologie bewältigt werden: Reichweite 100 km, Spitze 120 km/h. Ein 25-kw-E-Auto bringt innerhalb dieser Grenzen die gleichen Fahrleistungen wie ein 90-kw-Diesel- oder 100-kw-Ottomotor. Es fehlen nur die Ladestationen. Und da könnte ein Investitionsprogramm ansetzen:
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Förderung von Ladestationen: auf öffentlichen Parkplätzen, in Firmen und in den privaten Haushalten: Einführung einer Stecker-Norm und eines unkomplizierten Zahlungswegs auch für Fremd-Tanken. Einführung eines Pfand-Systems für Akku-Ladezellen mit genormten Akku-Blöcken.
ScoutHH (25.11.2008, 09:51 Uhr)
Schon verwunderlich.........
......welchen Bildungsstand Politiker haben und ihre Defizite im Bereich Naturwissenschaften auch noch öffentlich präsentieren!
endbenutzer (25.11.2008, 09:25 Uhr)
Wenn man hierzulande natürlich...
...immer noch mehr Geld in die Atomwirtschft reinsteckt als in Alternativen zu investieren, muss man sich nicht wundern. Alternativen gibt es. Nur sind die Lobbyisten rund um Clement einfach näher dran an der Politik.
crestflight (25.11.2008, 09:17 Uhr)
Schelm Tiefensee
Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose, Kraftwerke benötigen wir dazu nicht.
Lieber Mario Bath, Lieber Michael Mittermeier und wie Ihr alle heißt, Eure Jobs tehen auf dem Spiel, wenn Tiefensee mal das Lager wechselt. Habe mich wieder köstlich amüsiert!
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