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Bei Ministerin Schröder gibt's keinen "Negerkönig"

Politisch korrekt bis ins Kinderzimmer: Familienministerin Schröder vermeidet beim Vorlesen Worte wie "Negerkönig". Grimms Märchen findet sie sexistisch. Und "der" liebe Gott geht schon mal gar nicht.

  Wenn Kristina Schröder vorliest, fallen keine Worte wie "Negerbaby" - auch wenn das in Michal Endes Geschichte von "Jim Knopf" so steht

Wenn Kristina Schröder vorliest, fallen keine Worte wie "Negerbaby" - auch wenn das in Michal Endes Geschichte von "Jim Knopf" so steht

Diskriminierende Begriffe will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) beim Vorlesen für ihre anderthalb Jahre alte Tochter sofort entschärfen. Wenn etwa Pippi Langstrumpfs Vater als "Negerkönig" bezeichnet werde oder Jim Knopf als "Negerbaby", dann werde sie dies bei ihrer Tochter "synchron übersetzen, um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen. Auch ohne böse Absicht können Worte ja Schaden anrichten. Wenn ein Kind älter ist, würde ich dann erklären, was das Wort "Neger" für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden", sagte Schröder (35) der Wochenzeitung "Die Zeit".

Schröder sagte, gerade Grimms Märchen etwa seien "oft sexistisch". "Da gibt es selten eine positive Frauenfigur." Sie wolle deshalb neben Grimms Märchen andere Geschichten mit anderen Rollenbildern setzen, so die Ministerin. Auch der bestimmte Artikel in "der liebe Gott" habe aus ihrer Sicht nichts zu bedeuten, so Schröder. "Man könnte auch sagen: Das liebe Gott."

fro/DPA/DPA
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