16. März 2013, 15:50 Uhr

Bosbach schickt SMS aus dem Krankenhaus

Auf einer Versammlung der NRW-CDU in Münster hat der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach einen Schwächeanfall erlitten. Noch vom Krankenbett meldete sich der 60-Jährige mit einer ersten Diagnose.

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Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach wird nach einem Zusammenbruch in der Uniklinik Münster behandelt.©

Schock bei der Landesvertreterversammlung der nordrhein-westfälischen CDU in Münster: Der Innenpolitiker Wolfgang Bosbach brach im Saal zusammen und musste in die Uniklinik Münster gebracht werden. Die NRW-CDU hatte den Bundestagsabgeordneten zuvor mit 97 Prozent der Stimmen auf Platz 7 der Landesliste für die Bundestagswahl gewählt.

Bosbach sei nach seinem Zusammenbruch ansprechbar gewesen, berichtet die "Rheinische Post". Sanitäter hätten sich um ihn gekümmert und ihn ins Krankenhaus gebracht. Zum Ende der Veranstaltung gab CDU-Landeschef Armin Laschet vor den Delegierten Entwarnung: "Wolfgang Bosbach ist nach einer Untersuchung auf dem Weg nach Hause. Er ist auf dem Weg der Besserung."

Der 60-Jährige ist seit längerem an Prostatakrebs erkrankt. Neben dem Krebs kämpft Bosbach auch gegen Gicht und eine Herzerkrankung an. Bei der Wahl in sechs Monaten will er trotz der schweren Erkrankung erneut antreten. Wie die Kölner Zeitung "Express" berichtete, meldete sich Bosbach nach dem Zusammenbruch per SMS aus dem Krankenhaus bei dem Blatt. "Mein Defibrillator hat einen Schock abgegeben, aber dafür ist er ja auch da", schrieb der Innenpolitiker demnach mit "besten Grüßen aus der Uni-Klinik Münster". Bosbach gab sich demnach optimistisch: "Jetzt weiß ich wenigstens, dass er funktioniert, wenn es darauf ankommt."

Als Spitzenkandidat führt Bundestagspräsident Norbert Lammert erneut die Landesliste der NRW-CDU für die Bundestagswahl 2013 an. Bundesweit stellt die CDU im bevölkerungsreichsten Bundesland den größten Landesverband. Nach Parteiangaben hat sie in NRW 146.000 Mitglieder.

lea/DPA/AFP
 
 
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