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Volker Kauder fordert Rauswurf seines Bruders

Da er von der CDU nicht nominiert wurde, tritt Siegfried Kauder nun als unabhängiger Kandidat zur Bundestagswahl an. Sein Bruder Volker will das verhindern und droht ihm mit dem Parteiausschluss.

  Volker Kauder (l.) will die Alleingänge seines Bruders Siegfried Kauder (r.) nicht länger dulden

Volker Kauder (l.) will die Alleingänge seines Bruders Siegfried Kauder (r.) nicht länger dulden

Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat sich für ein Parteiausschlussverfahren gegen seinen Bruder Siegfried Kauder (beide CDU) ausgesprochen, weil dieser bei der Bundestagswahl als unabhängiger Kandidat gegen den CDU-Bewerber antreten will. "Er kandidiert gegen einen von der CDU aufgestellten Kandidaten und will gleichzeitig Parteimitglied bleiben. Unabhängig von Familienzugehörigkeiten muss ich klar sagen: Das geht nicht", sagte Volker Kauder der "Saarbrücker Zeitung". An einem Parteiausschlussverfahren führe nach seiner Auffassung "kein Weg vorbei". Er bedauere sehr, dass es so weit gekommen sei, sagte Kauder der Zeitung. Er habe versucht, mit seinem Bruder Siegfried zu sprechen, aber er habe ihn nicht erreichen können.

Siegfried Kauder war im vergangenen November beim Nominierungsverfahren für die Bundestagswahl im Wahlkreis Schwarzwald-Baar nach parteiinternen Querelen gescheitert. In Interviews warf er der CDU daraufhin vor, die Entscheidung gegen ihn sei auf undemokratischem Wege zustande gekommen. So sei zum Beispiel bei der Nominierungsveranstaltung eine Wahlurne nicht ausgezählt worden, sagte er dem Sender n-tv. "Es war im Endeffekt ein kalter Putsch."

Nun will er im Wahlkreis Schwarzwald-Baar als unabhängiger Kandidat antreten. Am Freitagabend berät der CDU-Kreisvorstand über das Thema. Über ein mögliches Parteiausschlussverfahren soll dabei aber noch keine endgültige Entscheidung fallen.

cob/AFP/Reuters/Reuters

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