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500 verletzte Polizisten? Es waren weniger als die Hälfte

Die Hamburger Polizei hat eine erschreckende Bilanz nach den G20-Krawallen gezogen: fast 500 verletzte Ordnungshüter. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Zahl bezieht sich auf einen erweiterten Einsatzzeitraum und auch Kreislaufprobleme wurden mitgezählt.

500 verletzte Polizisten? Es waren weniger als die Hälfte

Erschöpfte Polizisten beim G20-Gipfel – auch Beamte mit Kreislaufproblemen zählen bei der Polizei zu den verletzten Ordnungshüter

Während des G20-Gipfels in Hamburg sind deutlich weniger Polizisten verletzt worden, als zunächst angenommen. Die bislang genannte Zahl von 476 verletzten Beamten beziehe sich auf den erweiterten Einsatzzeitraum vom 22. Juni bis 10. Juli, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. In der "heißen" Einsatzphase - die am Tag vor dem Gipfel am 7. und 8. Juli begann und einen Tag danach endete - seien 231 Beamte verletzt gemeldet worden, teilte das bayerische Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. (Hier geht's zur Pressemitteilung der Polizei!). Das Ministerium berief sich dabei auf Angaben der Einsatzleitung der Hamburger Polizei. Zuvor hatte "Buzzfeed" über die Zahlen berichtet und sich dabei auf eine Umfrage bei den Polizeien der Länder, der Bundespolizei sowie einzelnen Länder-Innenministerien berufen. 

Dehydration und Kreislaufprobleme wurden mitgezählt

Polizeisprecher Vehren erklärte, in der Verletztenstatistik enthalten seien auch einsatzbedingte Ausfälle wie Dehydration, und weitere Erkrankungen. Auch die hohen Temperaturen während des Einsatzes hätten den Beamten zugesetzt und für Ausfälle gesorgt, die sich in der Statistik niedergeschlagen hätten.  

Buzzfeed" zufolge waren von den 476 verletzten Beamten 455 am Tag nach der Verletztenmeldung wieder einsetzbar. Diese Zahl bestätigte die Hamburger Polizei am Freitag nicht. Die Auswertung des größten Polizeieinsatzes in der Geschichte der Hansestadt sei noch nicht abgeschlossen. 

DPA

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