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Die Odyssee

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Medienposse um geflohenen Zuchtbullen Felix
Medienposse um geflohenen Zuchtbullen Felix
Rinderwahnsinn in der Nordpfalz

Seit Tagen ist in der Pfalz der Jungbulle Felix auf der Flucht - gejagt wird er vor allem von Journalisten. Denn so aufgeregt wie bei Sommerloch-Kuh Yvonne sind die Einheimischen hier nicht.

Ferien am Mittelmeer
Ferien am Mittelmeer
Planschbecken für alle

Einerseits gigantisches Urlaubsziel mit wohltemperiertem Wasser, andererseits lebendiges Geschichtsbuch und zugleich so schön wie ein Gemälde von Matisse: das Mittelmeer - geliebt wie kein zweites.

Winter-Chaos in Europa
Winter-Chaos in Europa
Französischer Zug hat 13 Stunden Verspätung

Deutsche Bahnreisende müssen dieser Tage viel Geduld mitbringen. Doch 40, 60 oder gar 90 Minuten Verspätung sind vergleichsweise eine Lappalie, wenn man die Odyssee von 600 Reisenden auf der Strecke Straßburg - Nizza kennt. Sie brauchten 24 Stunden, statt elf.

Kunst-Tanz-Werk
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Ach, Afrika...Teil 7

Das Wetter ist mies und da wollte ich mal…….ach, hab ich euch eigentlich schon die Geschichte zu Ende erzählt? Also die Odyssee mit dem Auto? Nein? Ja? Macht nix, hier noch ein kleines Update in Sachen afrikanischer Behördenkultur. Dabei kommt mir immer wieder die Frage in den Sinn, was um alles in der Welt die „Leute“ dort bewegt, sich gerne mal mit blutigen Aufständen in die Unabhängigkeit zu strampeln, aber dann umgehend die eigentlich schlechten „Angewohnheiten“ der scheidenden „Kolonialmächte“ aufzunehmen und sie natürlich in einem afrikanischen Entschleunigungsprozess der lokalen Bürokratie-Evolution zu unterziehen. Ist das ein Racheakt für den Moment, wenn der Ausländer sich dann der Sache aussetzen muss? Oder ist einfach die Fortsetzung dessen, was „man“ so gewohnt war?   Gebaute Schulen werden als Ersatzteillager übers lange Wochenende zum Rohbau zurückgebaut, Brunnen funktionieren nur so lange, wie der Motor Benzin hat, Strommasten werden zu handlichen Stücken zerschweißt und als Altmetall verhökert. Vielleicht ist es auch die europäische Arroganz zu glauben, dass „man“ das in Afrika will und braucht. (Anm. d. Verf.: Man strafe mich der Pauschalisierung. Ich war in drei Ländern südlichen Afrikas und vermag eigentlich nicht zu sagen, wie AFRIKA so ist, aber manche Dinge ziehen sich, ob West, Ost oder Süd, wie ein roter Faden durch alle Geschichten.) Der Afrikaner an sich tendiert indes nämlich eher dazu, all die Errungenschaften, die das alltägliche Leben ein Stück weit bequemer machen, oder besser gesagt, von denen wir glauben, dass es dort das tun würde, weg zu brauchen, aber so etwas wie „Schalteratmosphäre“ oder „Uniformen“ bis teilweise ins Groteske zu betreiben.   So eben auch beim sog. „TÜV“. Eher an ein Sportheim aus den frühen Sechzigern erinnernd, steht mitten im Busch in der Peripherie von Windhoek ein Flachdachgebäude – was übrigens super ist in Sachen thermische Entwicklung des Raumklimas. Dieses „Ding“ ist der Amtssitz vom „Vollstrecker“. Einmal in seine Fänge geraten, weiß man wie jemand wie Wesley Snipes seine Vorlage für seine Figur in Blade entwickelt haben mag. Mal abgesehen davon, dass der Typ – und ich erzähle kein Quatsch – auch aussah wie Wesley Snipes. Da fahre ich also dort hin, um meinen abschließenden „Stempel“ zu erhalten, und sehe mich mit einer für Afrika recht häufigen bolzplatzähnlichen Freifläche konfrontiert, auf der aber auch so gar nichts darauf hindeuten könnte, dass man jetzt irgendwo anders ist als im Busch. Und was macht man da? Genau...man macht einfach das, was alle da machen. Sich irgendwo hinstellen und wartet. Keiner weiß so recht auf was oder auf wen, aber recht beeindruckend schnell sammeln sich so einem inneren Koaggulierungsdrang folgend immer mehr Autos und Leute. Erstaunlich dabei auch, dass natürlich – man ist ja in Afrika – viel mehr Leute da rumlaufen, als Autos bewegt werden.   Dem „ordentlichen“ Deutschen, der zwar „Recht und Ordnung“ angeblich auf irgendeinem verwunschenen Eckchen seines Genom sein eigen nennt, aber leider einen Defekt in Sachen Geduld und angelsächsischer Schlange-Steh-Kultur aufweist, bekäme hier spontanen Anlass für das Anlegen einer chronischen Gastritis. Irgendwie perlen Fahrzeuge laichschnurartig in Richtung dieses besagten Gebäudes. Echte Reihenfolgen gibt es nicht, aber irgendwie funktioniert es eigentlich ganz gut. Man kommt voran. Also im afrikanischen Sinne. Ein Stunde für 500 Meter kennt man bei uns sonst nur zum Ferienanfang im Sommer auf der A 8.   Auf irgendein geheimes Zeichen hin, öffnen die vorderen Reihen bei ihren Autos die Motorhauben. Und rollen so dann weiter. Mir erschließt sich dieses Ballett noch nicht ganz, aber als ich die magische Linie überfahre, mache ich, was alle machen. Haube auf. Wird wohl schon seinen Sinn haben. Ein neben mir stehender älterer Mann im ölverschmierten Blaumann, der seines Zeichens Automechaniker zu sein scheint, hebt die Hand mit dem „Supi“ bedeutenden emporgereckten Daumen und grinst mich an und deutet dann mit dem Kopf nach vorne. Und dann hör ich es auch. Irgendwer brüllt auf Afrikaans vor meinem Auto rum. Gut, sehen kann ich ja nix, denn meine Motohaube ist ja hochgeklappt. Allerdings sehe ich mich auch in keiner Bringschuld, was Reaktionen auf dieses Exerzierplatz-Gebell anbelangt. Dann materialisiert sich quasi aus dem Nichts auf meiner Beifahrerseite „BLADE“. Und brüllt in mein Auto. Eine Millisekunde gerät er ins Stocken, denn er erwartete mich als Fahrer genau auf der Seite. Man fährt ja schließlich links dort. Und ein ordentlicher Mensch hat dann gefälligst auch einen Rechtslenker zu fahren. Ich spüre wie sich seine Augen zu Fäusten ballen und sich aggressivst verengen. Denke ich mir jedenfalls, dass er das tat. Sehen konnte ich seine Augen ja nicht. BLADE halt. Sonnenbrille, nech? Sie wissen schon. Hilfesuchend schweift mein Blick zu dem nun noch mehr grinsenden Stammesältesten im Blaumann. „Praht jei Engels?“ Meine Augen müssen wohl schreckgebannt aufgerissen gewesen sein, denn nun kommt die Frage ca. 20 dB lauter in mein Auto gehustet. „PRAHT JEI ENGELS!!!!!!!!!!!“….ohne Fragezeichen übrigens. „AFRIKAANS?“….Mit Fragezeichen. Ich fühle mich, als würde ich meine Kinnspitze über das Gleis des herannahenden TGV halten, als besagte „BLADE“-Kopie sich halb in mein Auto hängt und nun Kuntakinte auf meiner Linken anbrüllt. Zum Glück fragt er mich jetzt nicht, ob ich neben Englisch und Afrikaans vielleicht auch noch Ovambo spreche. Wobei das kein Unterschied gemacht hätte, denn ich hab ja eh nicht geantwortet. Allerdings versteh ich auch nicht, was die beiden trotz eines Abstandes von einem Meter sich gegenseitig in die Ohrmuscheln brüllen. Erst sehr viel später bemerkte ich, dass BLADE immer so spricht. Und es wohl für ihn dann auch normal ist, dass man selber in presslufthammerähnlicher Lautstärke antwortet. Sichtlich angepisst, stampft er unvermittelt um mein Auto, reißt die Fahrertür auf und kopfschüttelnd mich raus. Und Kuntakinte grinst – mich mittlerweile mich ein wenig nervend - unvermindert weiter. Vor sich hinbrabbelnd – insofern man 90 dB als Brabbeln bezeichnen kann – wühlt BLADE aus meinen Unterlagen das entsprechende Formular heraus, springt aus dem Wagen und verschwindet wieder in den Schatten der hochgeklappten Haube. „SIT!“ Keine Reaktion meinerseits. Sein Kopf ruckt aus dem unsichtbaren Bereich hervor. Fast zähnefletschend presst sich die Aufforderung mich verdammt noch mal in mein Auto zu setzen durch seine zu vielen, zu weißen Zähne. BLADE. Ich sag´s ja…ich starre auf seine Kauleiste und erwarte förmlich das Ausklinken von blitzenden Fangzähnen. Dadurch schon wieder unkonzentriert folge ich seiner Anweisung nicht. Überirdisch schnell und raubkatzengleich steht er wieder neben mir und kommt mit seinem Gesicht meinem ZIEMLICH nahe. Sichtlich unter physischer Qual formt sich das Wort „PLEASE“ an seinem Satzanfang und endet mit der Aufforderung meinen Arsch umgehend in das Auto zubewegen in einer steten exponentiell ansteigenden Lautstärken-Kurve. Ich sitze noch nicht richtig, da kommt schon wieder von „vor meinem Auto“ das mittlerweile wohlige Gebell. Kuntakinte beginnt langsam die nächste Stufe seines Amusements zu erreichen, was sich durch sein Schluckauf ähnliches Gewippe manifestiert. Meine Antennen vollkommen auf den schmalen Schlitz zwischen hochgeklappter Haube und Scheibenunterrand justiert, entnehme ich dem Gebrüll vor mir, dass ich das Licht an und ausmachen, Blinker links, Blinker rechts. Wobei das mit einem enthemmten Gejaule beantwortet wird, denn BLADE meint natürlich SEIN Links und rechts, nicht meins. Ich unterlasse es aber, ihm zu zeigen, dass ich Afrikaans soweit verstehe, dass mir die Worte für „Dämlicher Hund“ und „Schwuchtel“ geläufig sind. Weitere Anweisungen zu diesem oder jenem folgen, und abschließend segelt ein Klemmbrett mit meinen Unterlagen von links in Wurfsternmanier in mein Auto. Kuntakinte lacht mittlerweile aus vollster Überzeugung, reckt nun beide Daumen nach oben und stottert wie mein grade angelassener Pajero: „Muahahahaaaa….you…..yo……You survived, Mister! Gnnnnnhaaahhaaa……“ Erwähnte ich, dass ich mich immer wieder besser fühle, wenn ich jemandem ein Lachen schenken kann. Nur in dem Fall bin ich etwas „angefasst“ gewesen. Die nun folgende wirkliche technische Überwachung meines an sich tadellos in Schuss seienden KFZ war dann nicht minder skurril. BLADE steht in einer Grube und brüllt nun, das Auto von unten an. Die vorhandene Treppe missachtend springt er mit einem Satz aus dem Loch, ins Auto und aufs Gas. Grenzgängerisch drischt er das Auto auf die vorhandene Teststrecke am Gebäude. Und ich sehe schon wie in Slow Motion Einzelteile meines just generalüberholten Motors durch die afrikanische Morgenluft in die Savanne segeln. Die Geschichte mit dem Loch im Auspuff, was nicht existierte, lass ich mal weg, denn die kostete mich dann weitere drei Stunden innige Zweisamkeit mit dem namibianischen Daywalker. Und nach 5 Stunden war es dann endlich soweit. MEIN Auto. Ganz offiziell. Und was ich damit dann anstellte, naja... Das ist eine andere Geschichte wert. In diesem Sinne Es grüßt derPapendieck

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