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Die Freie Union scheitert auf ganzer Linie: In diversen Bundesländern ist die Partei der früheren Politik-Rebellin Gabriele Pauli nicht zur Bundestagswahl zugelassen worden. Reichlich peinlich war das Verfahren in Paulis Stammland Bayern. Dort sorgte die einstige "schöne Landrätin" selbst für das Wahl-Aus.
Vergangene Woche war sie bei den "Freien Wählern" rausgeflogen, jetzt hat Gabriele Pauli ihre eigene Partei gegründet. Die "Freie Union" fordert in ihrem Wahlprogramm unter andrem eine Direktwahl des Bundeskanzlers und eine bundesweite Abstimmung über das Grundgesetz.
Derzeit wird ständig über neue politische Gruppierungen spekuliert. Doch auf dem Weg dahin lauern reichlich viele Fallstricke. Ein Leitfaden zum Aufbau einer neuen Partei.
Selbst in ihrer eigenen Partei findet Gabriele Pauli keine Ruhe: Auf dem Parteitag der Freien Union haben sich chaotische Szenen abgespielt. Pauli warf zwei ihrer Stellvertreter aus dem Saal, es kam fast zu Handgreiflichkeiten. Danach wurde sie zur Vorsitzenden wiedergewählt.
Das ging schnell: Knapp ein Jahr nach der Gründung der Freien Union hat die Bundesvorsitzende Gabriele Pauli überraschend ihren Rücktritt erklärt. Sie ziehe sich aus der Spitzenposition im Vertrauen darauf zurück, "dass andere jetzt an die Stelle treten können", sagte sie.
Es bleibt dabei: Die Bundestagswahl findet ohne Gabriele Paulis Freie Union und "Die Partei" des Satirikers Martin Sonneborn statt. Die beiden vom Bundeswahlausschuss abgelehnten Splitterparteien scheiterten mit ihren Eilanträgen in Karlsruhe.
Gabriele Pauli ist nicht kleinzukriegen. Rauswürfe aus zwei Parteien, Tumulte auf dem Parteitag ihrer "Freien Union" und die Nicht-Zulassung zur Bundestagswahl haben sie nicht entmutigt. Ihre Partei kündigte nun an, beim Bundesverfassungsgericht für die Wahl-Teilnahme zu kämpfen.
Deswegen war sie vor drei Tagen aus der Partei geflogen: Die frühere Spitzenkandidatin der "Freien Wähler" Gabriele Pauli will mit ihrer neuen Partei "Freie Union" bei der Bundestagswahl antreten. Der Schnellschuss steht aber noch ohne programmatisches Profil da.
Die frühere Spitzenkandidatin der Freien Wähler Gabriele Pauli will mit ihrer neuen Partei "Freie Union" bei der Bundestagswahl antreten.
"Unser Ziel ist SPD plus x". Schöne Ziele hat sich so manche Partei bei der Bundestagswahl gesetzt. Doch zuvor muss der Bundeswahlleiter überzeugt werden, dass man ein ernstes politisches Anliegen verfolgt. Landesverbände, die "im Untergrund" sind, oder ein Vorstand, dessen Mitglieder alle Jürgens heißen, sind da eher hinderlich.
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