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Die Party ist schon lange vorbei, doch die Überreste sind noch da: In Israel haben Forscher Panzer von 71 Schildkröten und Knochen von Auerochsen entdeckt, die auf der Speisekarte eines Festgelages standen. Und das schon vor 12.000 Jahren, also noch vor Erfindung der Landwirtschaft.
Gelage in der U-Bahn, ein Wegbier im Bus? Das ist in Hamburg bald passé. Die Verkehrsunternehmer sagen dem Alkohol den Kampf an und provozieren den Zorn feierfreudiger Nachtschwärmer.
Wer auf der Silvesterparty zu tief ins Glas schaut, startet mit Brummschädel und flauem Magen ins neue Jahr. Das muss nicht sein. Mit einigen Tricks lässt sich der Katzenjammer in Grenzen halten.
Sie pflegt den Lebensstil einer Prinzessin, doch eigentlich ist sie arm wie eine Kirchenmaus: Sarah Ferguson droht die Insolvenz. Die Herzogin von York muss in den nächsten Monaten Millionen-Schulden abtragen - ob das britische Königshaus der Ex-Frau von Prinz Andrew dabei helfen wird, ist unklar.
Angekündigt war ein Massenbesäufnis: 50.000 Menschen sollten sich unter dem Eiffelturm treffen, eingeladen wurde über das soziale Netzwerk Facebook. Doch aus dem befürchteten Gelage wurde ein harmloses Picknick.
Nach dem Abpfiff in Fürth brachen beim FC St. Pauli alle Dämme. Die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski feierte den Bundesliga-Aufstieg bis in die frühen Morgenstunden. Eine Nachricht trübte allerdings die Aufstiegsfeierlichkeiten.
Ob Streetfood oder das Menü im Dach-Restaurant: Die Küche der asiatisch-europäischen Stadt mixt unbekümmert Stile, Aromen und frische Zutaten. Ein Streifzug durch Istanbul mit Geschmack.
Landbewohner finden das ganze Jahr über tausend Gründe zu feiern, aber im Herbst erreichen wir den Zenit. Da jagt ein Gelage das nächste. Teichfeste, Kartoffelfeste, Erntefeste, Jägerfeste, Flachsfeste, Dorfsäuberungsfeste, Schachtfeste. Wer als Wochenend-Nachbar auf Integration in die dörfliche Gemeinschaft hofft, sollte vor allem eins sein: Trinkfest! Mein Problem dabei: Ich mag kein Bier, vertrage keinen Schnaps und rette mich mit ein paar lächerlichen Gläschen Weißweinschorle über den Abend. Um meinem Ruf als promillefeindliche Verweigerungszicke entgegenzuarbeiten, muss ich also ein bisschen tricksen. Die Lösung: Ich bringe was Hochprozentiges mit, übernehme am besten eigenhändig die Befüllung und Verteilung des Feuerwassers und gebe vor, zum Wohle der Zecher, großmütig zu verzichten. Hat bisher immer ganz gut funktioniert. Noch heute schwärmt so mancher Dorfbewohner von unserem samtigen Grappa, den wir nullkommanix in ihren durstigen Kehlen verschwinden sahen. Natürlich wird bei den Gänseessen, Truthahnessen, Haxnessen, den Jubiläen und runden Geburtstagen auch feste Nahrung gereicht, aber wohl hauptsächlich deshalb, um Bier, Wein und Schnäpse auf eine solide Basis sickern zu lassen. Wein - das Frauengetränk - wird nicht nach Traube oder Herkunftsland ausgeschenkt, sondern nach Farbe. Rot oder Weiß. Mehr muss keiner wissen. Als Karl und Werner ihren 60. feierte, wurde mir bewusst, wie wenig ich in der Trinker-Terminologie zuhause bin. Ein Freund aus Kiel hatte den beiden ein ganz besonderes Geschenk gemacht und einen achteckigen Biertresen mit Zapfanlage in der Mitte ankarren lassen. "Komm mit, zum Männerkarussell", krakelten die zwei mit vor Freude glühenden Gesichtern. Männerkarussell, so lernte ich an jenem Abend, nennen echte Kerle diesen Gerstensaft-Lustspender für Herrschaften in den besten Jahren. Ein phantasievoller und durchaus passender Name. Denn irgendwann, wenn man lange genug - also bis zum letzten Tropfen - ausharrt, beginnt sich die Welt um einen herum zu drehen. Das jedenfalls ist das Ziel, auf das alle hinarbeiten. Bisher habe ich es allerdings noch nie erlebt, dass das Bier ausgegangen wäre. Und sollte der Ernstfall doch einmal eintreten, hat irgendwer immer noch ein Fässchen gebunkert und schleppt Nachschub ran. Aus unserer ersten eigenen Gartenfest-Erfahrung haben wir gelernt: 90 Liter sind nur was zum Anschmecken - und in maximal zwei Stunden weg. Wohl dem, der dann noch über ausreichend Kistenvorräte mit Flaschenbier verfügt. "Immer diese elende Sauferei", schnaubte kürzlich eine homöopathisch orientierte Dorfbewohnerin, befüllte ihre Thermoskanne mit heißem Wasser und postierte das Ding demonstrativ auf dem Tisch in der festlich geschmückten Tenne. Irgendwo hatte sie gelesen, dass heißes Wasser gesundheitsfördernde Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Nach ein paar Stunden, in denen sie inmitten der fröhlichen Zechgemeinde brav am mitgebrachten Wässerchen nippte, wurde ich Zeuge, wie auch die besten Vorsätze ins Kippen geraten können. Die Dame war plötzlich umgestiegen. Auf Boonekamp, einen 48-prozentigen Magenbitter. Und sie verteidigte "ihre" Flasche vehement gegen den Zugriff potentieller Mittrinker. Zum Ende nur soviel: Zwei Männer waren nötig, um die Schnapsverkosterin samt Flascheninhalts der 40 destillierten, handverlesenen Kräuter auf die heimische Scholle zurückzuführen. Entgleisungen dieser Art haben im Dorf zum Glück keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Reputation. Kann schließlich jedem mal passieren, dass ihm die Navigationsfähigkeit abhanden kommt. Nur ich sitze über meiner Weißweinschorle und war noch nie auf solcherlei nachbarschaftliche Pannenhilfe angewiesen. Ich will kein Spielverderber sein, aber - nüchtern betrachtet - das ist auch gut so.
Seit Februar beschäftigt sich das Berliner Landgericht mit dem Alkohol-Tod des Schülers Lukas W. Der Wirt Aytac G. soll dessen Tod verschuldet haben, weil er seinen zehn Jahre jüngeren Gegner zum Wetttrinken animierte. Heute soll in diesem einmaligen Justiz-Fall das Urteil gesprochen werden.
Schlemmen im Schlaraffenland - auf ihre Bauernmärkten lassen es sich die Franzosen gut gehen. Was bei uns ein Feinschmeckerparadies wäre, gibt es dort in jedem Kaff. Beispielsweise in Soumensac, einem unscheinbaren Dorf am Rande des Perigord. Wieso gibt es so etwas nicht auch bei uns?
Jean Ladevèze scheint einem Musketierfilm entsprungen, mit ausladendem Schnurrbart, dramatischen Gesten und glühenden Augen. Fehlt nur der Degen. Derlei Expressivität schuldet er sicher auch dem Zuspruch für seinen Armagnac.
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