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Inkarnation

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Wochenmarkt - die Wirtschaftskolumne
Wochenmarkt - die Wirtschaftskolumne
Ratingagenturen - jämmerlich, nutzlos

Miese Analysen, interessengesteuerte Benotung, undurchsichtige Bewertungskriterien: Wer Ratingagenturen ernst nimmt, ist selber Schuld. Die Märkte reagieren schon gar nicht mehr auf jedes Urteil.

"Menschen 2011" im ZDF
Hape Kerkeling - einer mit Herz

In über drei Stunden Jahresretrospektive zeigte Hape Kerkeling, wie die Zukunft der Samstagabendunterhaltung im ZDF hätte aussehen können. Nach "Menschen 2011" dürften die Rufe, ihn als "Wetten, dass..?"-Moderator zu sehen, wieder lauter werden.

Hans-Martin Tillack
Blog "Hans-Martin Tillack"
Wen kümmern 50 Milliarden Euro?

Die Zuckungen an der Nachrichtenbörse scheinen manchmal fast so irrational wie die Schwankungen der Finanzmärkte. Das lässt sich sehr schön am Beispiel des verstaatlichten Pleiteinstituts Hypo Real Estate (HRE) und ihrer Bad Bank zeigen, der ebenfalls in München ansässigen FMS Wertmanagement. Im August enthüllten wir im stern eine wirklich schlechte Nachricht, die diese beiden Institute betraf: Die Abwicklung der Giftpapiere der HRE, die seit Oktober 2010 von der FMS verwaltet werden, wird uns Steuerzahler wohl zusätzliche 50 Milliarden Euro kosten . Einfach deshalb, weil die Wertpapiere weniger Wert sind, als es die Bilanz verrät. Die Geschichte ging nicht unter; sie wurde von einigen Agenturen und Zeitungen aufgegriffen. Große Aufregung verursachte sie aber nicht. Am Freitag vergangener Woche enthüllten wir eine Information, die letztlich eine gute Nachricht ist. Die Verbindlichkeiten der Bad Bank sind um 55,5 Milliarden Euro gesunken – und zwar wegen eines Bilanzierungsfehlers bei HRE und FMS . Diese Story fand europaweite Aufmerksamkeit. Von der „Financial Times“ in London bis zu „Le Monde“ in Paris berichteten die Blätter. Seit Tagen beschäftigt der Fall auch die deutsche Politik; heute hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Vorstände aller beteiligten Banken extra nach Berlin einbestellt, um das „Missverständnis“ (Schäuble) aufzuklären. Also kein Vergleich zu den eher müden Reaktionen auf die schlechte Nachricht vom August. Warum solch ein Unterschied? Vielleicht deshalb, weil die Menschen längst müde sind, von neuen Staatsschulden zu lesen – und unsere Geschichte vom August darum dem Motto für banale Meldungen folgte? Hund beißt Mann! Wogegen die Story über den 55,5-Milliarden-Rechenfehler eher einem anderen Muster folgt: Mann beißt Hund? Oder vielleicht doch, weil der Fall die schlimmsten Befürchtungen über ein Finanzsystem bestätigt, das selbst für diejenigen nicht mehr beherrschbar ist, die es betreiben? Es gibt noch eine andere Erklärungsmöglichkeit. Die betrifft die jeweils unterschiedliche Reaktion der Regierung. Die langfristig gefährliche Nachricht über die um 50 Milliarden steigenden Kosten der Bankenrettung hatte das Finanzministerium wohlweislich nicht bestätigt. Die Geschichte mit dem Rechenfehler sehr wohl. Und für viele Redaktionen, gerade bei Nachrichtenagenturen wie der dpa oder auch den Tageszeitungen ist die Reaktion der Behörden oft entscheidend. Wie treu und gläubig manche Journalisten jedes Wort eines Ministeriumssprechers übernehmen, zeigte sich am Freitag. Da hatte das Finanzministerium als Reaktion auf unseren Artikel zunächst stundenlang erstaunliche Falschbehauptungen verbreitet. Der Rechenfehler habe nicht 55,5 Milliarden Euro betragen, sondern nur 24,5 Milliarden. Weitere 30 Milliarden seien deshalb aus der Bilanz verschwunden, weil die Bad Bank Wertpapiere habe verkaufen können. „Insbesondere vor dem Hintergrund der schwierigen Marktlage ist dies eine erfreuliche Entwicklung“, lobte der Sprecher die Arbeit der Schäuble unterstehenden Anstalt. Das Dumme an diesem Lob war, dass es frei erfunden war. Seit ihrem Bestehen hat die FMS Wertmanagement nach eigenen Angaben lediglich Positionen im Wert von 12 Milliarden abgebaut. Das hätte schon am Freitag jeder durch einen Blick in die veröffentlichten Bilanzen der FMS in Minutenschnelle feststellen können; oder auch durch einen Anruf bei der Abwicklungsanstalt. Das dämmerte dann offensichtlich auch den Presseleuten von Wolfgang Schäuble. Am späten Freitag abend riefen sie bei den Redaktionen an und entschuldigten sich für die – angebliche - Kommunikationspanne. Die Redakteure von Spiegel Online zum Beispiel korrigierten darauf für jeden sichtbar die Falschdarstellung, die sie vom Ministerium übernommen hatten . Für die Redaktionen der zwei ehrwürdigsten deutschen Blätter, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“ , kam der Rückruf zu spät. Die präsentierten in ihren Samstagsausgaben die Falschangaben des Ministeriums als Fakt. Bei den beiden Blättern, die sich gerne als Inkarnation des Qualitätsjournalismus sehen (und die diesen ja häufig auch liefern, weswegen ich sie gerne lese), hatte keiner die Angaben des Ministeriums geprüft – obwohl das, wie gesagt, eine Arbeit von Minuten gewesen wäre. Dass wir auf stern.de eine andere Faktenlage präsentiert hatten, kümmerte die Kollegen bei FAZ und SZ offenkundig nicht und ihre Leser erfuhren es an diesem Tag auch nicht. Erst am Montag schwenkten beide Blätter auf die – korrekte – Darstellung um, dass der Rechenfehler nicht 24,5 Milliarden betraf, sondern 55,5 Milliarden. Irgendwelche Erklärungen des Schwenks für eventuell verwirrte Leser habe ich in den Spalten der beiden Gazetten nicht entdeckt.

Grace Kelly
Grace Kelly
Die unsterbliche Fürstin

Ihr Leben liest sich wie ein wahr gewordener Traum: Von der gefeierten Schauspielerin zur Fürstin von Monaco. Doch ihr Glück war nur von kurzer Dauer. Vor 29 Jahren kam Grace Kelly bei einem Autounfall ums Leben. Bis heute ist sie unvergessen.

Nachrichten-Ticker
Machtkampf in iranischer Führungsriege geht weiter

Der Machtkampf in der iranischen Führungsriege geht weiter.

Und jetzt ... Django Asül
Und jetzt ... Django Asül
Ausbildung für die Warteschleife

Frustrierte Eltern, Gymnasien ohne Arbeiterkinder und der Migrant an sich: Das sind die Probleme der Bildungsrepublik Deutschland; nachzulesen in der neuen Pisa-Studie. Damit es bald richtig bergauf geht, hat sich Annette Schavan einen genialen Trick ausgedacht.

Kunst-Tanz-Werk
Blog "Kunst-Tanz-Werk"
Ach, Afrika...Teil 6

Der TÜV ist ja hier schon bisweilen eine Geißel, dessen Fängen man schwerlich entkommen kann. Dass es eine ähnliche Institution in afrikanischen Gefilden gibt, war mir bis zu dem Zeitpunkt nicht klar, in dem mir mein herzallerliebster Sachbearbeiter im sog. „Straßenverkehrsamt“ in Windhoek, einen kleinen Zettel durch „Kunden-Futterluke“ schob. Natürlich ohne weitere Erklärung, versteht sich. Fürs Quatschen wird er ja schließlich nicht bezahlt. Dank der freundlichen Mithilfe der mich wie Möwen einen einlaufenden Krabbenkutter umkreisenden Ansammlung freundlicher Menschen südwestafrikanischer Herkunft war es mir dann möglich den Prozess des Autoanmeldens in eine finale Richtung zu lenken. Als erstes stand ein Termin bei der lokalen Polizeistation an. Irgendwie war mir da nicht ganz wohl bei. Nicht, weil ich Dreck am Stecken hätte, aber man merkt, dass Klischees und ein bisschen Vorurteil, geboren aus wilden Geschichten anderer Afrika-Reisender, das kleine Flämmchen der Voreingenommenheit am Lodern halten. Erstaunlich kundenorientiert gelang es dem Uniformierten in dem kasernenartigen „Prachtbau“ mir sofort zu helfen und mich an die zuständige Bürokraft weiter zu vermitteln. Aber ich hätte es wissen müssen. Wenn dir jemand wortgewaltig und überfreundlich hilft und dich zu jemandem anderen verweist, dann macht er das nicht aus reiner Menschenfreude, sondern um dich geradewegs in die Abgründe afrikanischer Bürokratie schauen zu lassen. Man verzeihe mir die lästerliche Formulierung, aber eine so „große“ Frau hatte ich bis dato noch nicht gesehen. Und schon gar nicht eine , die in einer Uniform steckt. Mit sitzsackähnlichen Ausmaßen, kombiniert mit einer Laune, die man sonst nur einem Honigdachs zuschreiben würde, thronte diese schwarze Offenbarung und Inkarnation von MAMA AFRIKA in einer bis zum Platzen gespannten weißen Bluse und einem an ein römisches Feldlagerzelt erinnernden dunkelblauen Rock auf einem Barhocker (!!!!) hinter dem Schalter und verdrehte just in dem Moment mit einem Seufzer vor Glückseligkeit über meine Ankunft die Augen. Das begleitende Geräusch dazu erinnerte mich irgendwie an die Szene in Jurassic Park als Sam Niell sein Ohr auf den magenverstimmten Triceratops legte. Und diese Frau ist also die „Kundenbetreuerin“? O.k.! Na, dann! Ich habe keine Ahnung, WIE dieses informelle Gespräch abgelaufen ist, denn ich habe NULL verstanden von dem, was sie sagte. Irgendwann drückte sie auf eine Art Buzzer und ich stellte mich schon aus das Schlimmste ein. Im Knast soll´s ja echt nicht schön sein. Doch dann näherte sich eine andere „Kundenbetreuerin“ dem Raum, was ich erst nur durch das staccato-hafte Klacken hoher Absätze erahnen konnte. Mit schlimmen Befürchtungen über das mich Erwartende wurde ich aber eines besseren belehrt. Wenn die Dame hinter dem Schalter mit vorherrschender Materie gleich zu setzen wäre, war DIE Lady so etwas wie Antimaterie. Ein anderer Begriff als „gazellenhaft“ fällt mir einfach im Zusammenhang mit dieser Erscheinung nicht ein. Sie sprach natürlich auch nicht mit mir, sondern ruckte nur mit hochgezogener Augenbraue mit dem Kopf in die Richtung, in die ich folgen sollte. Wie vom Designer durchdachte Proportionen schwangen in Form von idealer Abstimmung in Sachen Hüfte und Taille vor mir den Gang entlang. Aber ich schweife ab *räusper*. Besagte Dame lieferte mich umgehend bei einem „Officer“ ab, der mich rüde in die Realität fortschreitender Amtsgeschäfte runter bremste. Irgendwie war ich nur Statist in der ganzen Sache und kam mir ein bisschen ausgeliefert vor. Vor allem als der gute Mann feststellte, dass die Fahrgestellnummer – und um die ging es letztlich bei der polizeilichen Vorführung – in den Papieren nicht der Nummer entspricht, die sich im Auto befand. Tja, das war´s dann wohl. Doch Knast. Spontane Schwitzattacken gefolgt von sich durch Blutmangel erzeugtem Tunnelblick und papptrockener Zunge, glotze ich wie ein angeschossener Kudu in die sich mehr und mehr verengenden Augen meines „Verbindungsoffiziers“. Er holte tief Luft, nestelte an seinem Bat-Man-Allzweckgürtel herum, und ich sah mich schon mit Handschellen den Gang runtergezerrt. Kopfschüttelnd fummelte er jedoch einen Kugelschreiber hervor, strich die Nummer in den Papieren durch und schrieb die vorhandene Nummer einfach drunter. Stempel drauf. Handschlag. Good bye, Mister and have a nice day! Klatsch, bumm, fertig. “Hurry, hurry, Mister….â€, kam an mein Ohr, als ich nach zwei Minuten Stasis mich immer noch nicht bewegte und mir der Police-Officer damit andeutete , dass ich mich dann doch jetzt mal verkrümeln sollte. Schließlich hätte er ja nicht den ganzen Tag Zeit. Manche Dinge MUSS man nicht verstehen. Einfach nur so hin nehmen. Also brummte ich mit dem Auto, welches nun FAST offiziell meins war, dann doch endlich in Richtung „TÜV“. Aber das ist eine andere Geschichte wert. In diesem Sinne Es grüßt der Papendieck P.S.: Und bevor sich wieder jemand beschwert. Die Bilder haben nüscht mit dem Text zu tun. Ist nur Deko!

Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick
Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick
Beckhams Gemächt und Loddars Geldbörse

Besondere Merkmale an David Beckhams Unterleib will sie kennen: Eine Prostituierte macht dem Altherrenkicker die Ehehölle heiß. Im Hause Matthäus ist hingegen alles wie früher. Sie shoppt, er zahlt.

Schwarzer,
Schwarzer, "Bild" und der Kachelmann-Prozess
Ein schlechtes Geschäft

Natürlich schweigt Alice Schwarzer nicht im Fall Kachelmann. Aber sie geht weiter: Ausgerechnet der "Bild" ist sie als Prozessbeobachterin zu Diensten. Wer nutzt hier wen aus?

Sänger bei Rainbow und Black Sabbath
Sänger bei Rainbow und Black Sabbath
Hard-Rock-Szene trauert um Ronnie James Dio

Außerhalb der Szene ist sein Name vielleicht weniger geläufig, doch sein Einfluss auf die Rockmusik ist unbestritten. Mit Ronnie James Dio ist einer der profiliertesten Hard-Rock-Sänger gestorben. Bekannt wurde er durch seine Arbeit mit Black Sabbath und Rainbow, der Gruppe um den Deep-Purple-Gitarristen Ritchie Blackmore.

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