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Ein Schuss und ein Toter: Am 2. Juni 1967 tötete Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Der Polizist wurde nie dafür belangt - dank "verständnisvoller" Behörden und einer äußerst großzügigen Polizeigewerkschaft. Kurras selbst bereut nichts. Im Gegenteil.
Benno Ohnesorgs Tod am 2. Juni 1967 war das Fanal für die Radikalisierung der Studentenbewegung und für den deutschen Terrorismus. Mehr als 60 Tote später stellt sich heraus: Der Schütze war SED-Mitglied und Stasi-Agent.
Es ist ein Donnerschlag, der am Selbstverständnis einer ganzen Generation rüttelt: Karl-Heinz Kurras, der Mann, der 1967 Benno Ohnesorg erschoss, war ein Stasi-Spitzel. Und? Hat diese Erkenntnis für den freien und rechtlich unbescholtenen Mann nun irgendwelche juristischen Konsequenzen?
Es ist eine Ironie der Geschichte: Karl-Heinz Kurras, der 1967 Benno Ohnesorg erschoss, spionierte für die DDR. Das ist ein Nackenschlag für die Alt-68er, aber vor allem ein Weckruf für die Berliner Polizei. Nur deren übler Corpsgeist hatte ihn vor einer Strafe bewahrt. Eine persönliche Betrachtung von Peter Meroth
Nur ein Zufall brachte die Stasi-Akte des Todesschützen von Benno Ohnesorg ans Licht - knapp 20 Jahre nach dem Fall der Mauer. Jetzt mischen sich in die Debatte über die Stasi-Vergangenheit des West-Berliner Polizisten Karl-Heinz Kurras neue Töne.
Wegen neuer Erkenntnisse zum Tod des Studenten Benno Ohnesorg im Juni 1967 könnte der Fall, der Auslöser für die Proteste der 68er-Bewegung war, juristisch neu aufgerollt werden. Der Todesschütze Karl-Heinz Kurras, offenbar ein Stasi-Spitzel und SED-Mitglied, will allerdings "endlich Ruhe".
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Polizisten Karl-Heinz Kurras wegen der Tötung des Studenten Benno Ohnesorg eingestellt.
Ein Schuss und ein Toter: Am 2. Juni 1967 tötete Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Der Polizist wurde nie dafür belangt - dank "verständnisvoller" Behörden und einer äußerst großzügigen Polizeigewerkschaft. Nun wird Kurras 80 Jahre alt und bereut nichts. Im Gegenteil.
Der ehemalige West-Berliner Polizeibeamte Karl-Heinz Kurras, der 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschossen hat, ist zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Berliner Amtsgericht Tiergarten sprach den 81-Jährigen des illegalen Waffenbesitzes in drei Fällen schuldig.
In seiner wöchentlichen WebTV-Kolumne spricht Hans-Ulrich Jörges Klartext - dieses Mal zum Ohnesorg-Todesschützen Karl-Heinz Kurras. Das "linksfaschistoide Geschöpf" hat für Jörges den RAF-Terror mit dem Todesschuss erst möglich gemacht - auch wenn kein direkter Auftrag der Stasi vorlag. Ein Besuch am 67er-Tatort Krumme Straße.
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