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Kaiser Otto der Große prägte die Geschichte des Mittelalters maßgeblich mit. Zu seinen historischen Leistungen gehört etwa die Schaffung des «Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation», dass bis 1806 erhalten blieb. Archäologen haben nun Überreste seines Doms entdeckt.
20 Jahre Fall der Mauer, 60 Jahre Bundesrepublik: 2009 wird ein Jubiläumsjahr für deutsche Geschichte. Das historische Wissen der Deutschen ist erschreckend gering - ein besonderes Projekt soll Erinnerungen von Zeitzeugen für die Nachwelt bewahren.
Von Päpsten gekrönt, aus der Kirche verbannt, von Kurfürsten gewählt, dann bitter bekriegt: Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches hatten es schwer, das Riesenimperium zusammenzuhalten. Vor 200 Jahren ging es unter. Ohne Fanfare.
Während die Städte langsam zu wachsen beginnen, entwickelt sich das Reich zu einer Art mittelalterlicher EU. Es ist ein loser Verbund von Fürstentümern, den der Kaiser mit Mühe zusammenhält. Erst 1356 wird seine Stellung in der Goldenen Bulle geregelt - dem ersten deutschen Grundgesetz.
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Otto I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger war Herzog der Sachsen, König des Ostfrankenreichs ab 936 und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ab 962. Otto setzte während der ersten Hälfte seiner langen Herrschaftszeit die Unteilbarkeit des Königtums, seine Entscheidungsgewalt in der Nachfolgefrage und einen Wandel der Machtstruktur durch: Durch eine geschickte Heiratspolitik und Personalentscheidungen besetzte er die Herzogtümer mit seinen Verwandten und griff damit tief in das bestehende H...