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Auch 33 Jahre nach dem Attentat auf Siegfried Buback ist weiter unklar, wer den Generalbundesanwalt erschossen hat. Der neue Prozess gegen Ex-Terroristin Verena Becker wird daran nichts ändern.
Angeblich haben sie ausgepackt: Zwei frühere RAF-Terroristen sollen den Namen desjenigen genannt haben, der Generalbundesanwalt Siegfried Buback erschossen hat. Schreibt zumindest "Spiegel Online" und sorgt kurz vor Beginn des Buback-Prozesses für Wirbel.
Den ehemaligen RAF-Terroristen Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar und Knut Folkerts droht Beugehaft. Die Ermittlungsrichter haben entsprechenden Anträgen zugestimmt. Die ehemaligen RAF-Mitglieder hatten Aussagen verweigert, die zur Aufklärung des Mordes an Siegfried Buback beitragen sollen.
Seit anderthalb Jahren wird in Stuttgart gegen Verena Becker prozessiert, der die Beteiligung am Buback-Mord vorgeworfen wird. Doch der Kampf um die Wahrheit ist längst vorbei. Es geht nur noch darum, irgendwie aus der Nummer rauszukommen.
Der inhaftierte RAF-Terrorist Christian Klar könnte demnächst ein Praktikum als Bühnentechniker am Berliner Ensemble antreten. Das Theater erneuerte sein Angebot an Klar.
Heftige Kontroverse um die Ex-RAF-Mitglieder: Während sich die Grünen-Politikerin Vollmer für eine Begnadigung aller noch inhaftierten Terroristen ausspricht, ist die Union strikt dagegen. CDU-Generalsekretär Pofalla lehnt einen Schlussstrich ab, Bayerns Ministerpräsident Stoiber denkt ähnlich.
Die ehemaligen RAF-Terroristen Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar und Knut Folkerts müssen nicht in Beugehaft. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Die Richter hoben eine frühere Entscheidung auf, die die ehemaligen Terroristen mit der Haft zu Aussagen im noch immer nicht restlos aufgeklärten Mordfall Buback zwingen wollte.
Moderne Kriminaltechnik macht es möglich: Gegen die frühere Anführerin der zweiten Generation der Roten Armee Fraktion, Brigitte Mohnhaupt, wird wieder ermittelt. Durch eine DNA-Analyse kann sie mit dem Überfall der Terroristen auf ein Waffengeschäft in Frankfurt/Main im 1977 in Verbindung gebracht werden.
"Im Namen der Gesellschaft und im Namen der Opfer" appellierte das Stuttgarter Gericht an die Ex-Terroristen - vergeblich: Die ehemaligen RAF-Mitglieder Sonnenberg, Wisniewski und Heisler, die mit dem Attentat auf Siegfried Buback vor 34 Jahren in Verbindung gebracht werden, schwiegen eisern.
Erst verzögerte sich der Prozessauftakt gegen Verena Becker auf Grund des großen Andrangs vor dem Gerichtssaal in Stammheim. Dann schwieg die ehemalige RAF-Terroristin beharrlich.
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