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Die Bundestagsabgeordneten genehmigen sich eine weitere Diätenerhöhung - schließlich soll der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst auch den Volksvertretern nützen. Dann sollten sie sich aber auch sonst dem normalen Arbeitnehmer anpassen - beim Pensionssystem zum Beispiel.
Natürlich wurde im Mittelalter ordentlich geplündert und gebrandschatzt. Aber Raubritter hat es in Wahrheit nie gegeben - auch wenn Politiker wie Kurt Beck sie gerne zu Vergleichen heranziehen. Der Historiker Malte Prietzel erklärt im stern.de-Interview, warum Beck auf eine Legende hereingefallen ist.
Der Fernsehmoderator Dieter Moor hat einen Bestseller über sein neues Leben in Brandenburg geschrieben. Für viele Zugereiste kommt der kleine Integrations-Ratgeber leider zu spät.
Ein Jahr nach der Notrettung der Hypo Real Estate ist die erste Zwangsverstaatlichung einer Bank in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg unter Dach und Fach. Begleitet von heftigen Protesten machte die Hauptversammlung den Weg zur vollständigen Verstaatlichung des Immobilienkonzerns frei.
Finanzinvestoren werden oft als "Heuschrecken" beschimpft, die in Unternehmen einfallen, abgrasen und weiterziehen. Was beim Spielzeughersteller Märklin unter dem Deckmantel der Sanierung geschah, war anders: Es war noch schlimmer.
Mehr als sieben Millionen Steuer-Ratgeber hat der ehemalige Finanzbeamte Franz Konz verkauft. Seine ersten Bücher ließen ihn gar ins Visier der Steuerfahndung geraten. Heute schreibt der 82-Jährige Gesundheitsbücher - und lebt wie ein Menschenaffe.
Überall kostenlos ins Netz: Wer geben mag, darf auch nehmen. Die Idee ist ebenso simpel wie bestechend: Wenn genügend Menschen bereit wären, ihre DSL-Verbindung per drahtlosem Internet ("WLan") mit anderen zu teilen, könnten alle, die mitmachen, kostenlos surfen, wohin sie auch kommen. Schluss mit horrenden Zugangsgebühren à la 8 Euro für 60 Minuten, mit denen Service-Anbieter wie T-Mobile in Hotels, Cafés und anderswo Millionen scheffeln. Die spanische Firma Fon hat sich dieses Modell vom drahtlosen Geben und Nehmen einfallen lassen und bislang 190.000 Menschen in aller Welt dafür gewonnen. Damit das Ganze funktioniert, braucht jeder "Fonero" einen speziellen WLan-Router, der je nach Ausführung 15 oder 40 Euro kostet. Das Gerät verwandelt den heimischen Breitbandzugang in einen öffentlichen "Hotspot", in den sich auch Fremde einklinken können. Für Fon-Mitglieder ist das Surfen dann grundsätzlich kostenlos, alle anderen zahlen 3 Euro oder 3 Dollar (je nach Region) - und zwar pro Tag, nicht pro Stunde. Falls das noch nicht Anreiz genug ist: Fon winkt obendrein mit einer Gewinnbeteiligung. Wer mag, kann die Hälfte der Einnahmen behalten, die Nicht-Mitglieder, so genannte "Aliens", zahlen. Bei 3 Euro pro Alien pro Tag reicht das sicher nicht zum Reichwerden, ist aber vielleicht doch genug, "um die Rechnung für den Internetzugang zu subventionieren", sagt Fon-Sprecherin Dale Taormino. Wieviel jemand verdiene, komme natürlich auf die Lage der Wohnung an. "An einem belebten Platz in der Innenstadt sind Ihre Chancen, Geld zu verdienen, deutlich höher als in einem Wohnviertel." Alle, die so die Hand aufhalten, müssen sich im Gegenzug gefallen lassen, "Bill" genannt zu werden, in Anlehnung an den Mitgründer einer großen Softwarefirma. Denn Fon hat die Welt in drei Gruppen aufgeteilt: in Aliens, in materialistisch orientierte Mitglieder (vom Typus "Bill" eben) und in jene, die ihren Internetzugang kostenlos mit anderen teilen. Diese gemeinnützige Grundhaltung wird, frei nach dem Linux-Erfinder Linus Torvalds, mit dem Spitznamen "Linus" belohnt. Nur 15 Prozent aller Mitglieder, berichtet Fon, fallen in die Kategorie Bill (was auf Englisch passenderweise auch Rechnung bedeutet). Alle anderen verzichten auf Zusatzeinnahmen. Das mag ursprünglich noch Sinn gemacht haben: Anfangs musste jeder Bill, der Geld kassieren wollte, im Gegenzug auch blechen, fast so viel wie ein Alien. Inzwischen aber surfen alle Fon-Mitglieder auf allen Fon-Hotspots umsonst, und so hilft jeder Linus im wesentlichen nur noch der Firma. Was mich verblüfft, ist die Tatsache, dass Fon - oder seine Nutzer - nicht längst in Grund und Boden geklagt wurden. Denn in den meisten Fällen verbieten die Verträge von DSL-Kunden ausdrücklich das öffentliche Teilen oder gar Weiterverkaufen der Verbindung - logisch, denn Arcor, Telekom & Co. möchten ja jedem einen Anschluss verkaufen, nicht nur einem Kunden pro Mietshaus. Dennoch sagt die Fon-Sprecherin: "Auch wenn es im Grunde nicht erlaubt sein mag - es hat noch keine Klagen gegeben." Im Gegenteil: Einige Anbieter wie etwa BT, ehemals British Telecom, arbeiten sogar mit dem WLan-Robin-Hood zusammen, indem sie DSL-Modems mit eingebauter Fon-Technologie anbieten. "Diese Firmen verstehen, dass ihre Kunden mobil sein wollen", argumentiert Taormino, "und Fon erhöht den Anreiz, sich einen Breitband-Anschluss zuzulegen." Allerdings scheint das Konzept nicht überall gleich gut anzukommen. Am erfolgreichsten ist Fon bisher in Japan, Frankreich und Großbritannien - Deutschland hinkt noch genauso hinterher wie die USA. Liegt das an der Einstellung "Mein Internet gehört mir!" oder an zuviel Konkurrenz? Bei mir vor der Haustür in San Francisco jedenfalls soll es schon bald an jeder Ecke einen Gratiszugang ins Internet geben - stark verspätet, denn solche Pläne gab es schon lange, aber immerhin. Ein von Google mit finanziertes Start-up namens Meraki will hier am Golden Gate beispielhaft seine neue Art von "Mesh-Netzwerk" vorführen. Dabei fungieren viele kleine Router gleichzeitig als Sender und Empfänger, was Kosten spart und auch Städten in Entwicklungsländern die Chance geben soll, flächendeckend Internet anzubieten. Natürlich muss trotzdem jemand den eigentlichen Zugang bezahlen, und anders als bei Fon sollen das nicht einzelne Nutzer sein, sondern Meraki selbst. Die Auslagen will sich die Firma über Werbung zurückholen. Das kann nervig sein, und so gesehen ist auch dieser Service nicht umsonst - aber was soll's? Immer noch besser als die überteuerten Angebote der modernen Raubritter, die uns sonst beim mobilen Surfen in die Tasche langen.
SPD-Chef Kurt Beck wettert gegen Raubritter in Liechtenstein, der mutmaßliche Steuersünder Klaus Zumwinkel ist längst im Mittelalter angekommen. Am Gardasee besitzt er eine Burg mit Schwimmbad. In welcher Welt der Ex-Post-Chef lebt, zeigt ein Besuch bei den ausgesperrten Dorfbewohnern.
In der Burg Hohenberg an der Eger treffen sich PC-Freaks aus aller Welt, um den ersten Siedler-Weltmeister zu ermitteln und einen Weltrekord im Dauer-Siedeln aufzustellen.
Mit 24 will er sich umbringen, mit 25 ist er weltberühmt. Sein ganzes Leben ist ein Rausch zwischen Macht und Frauen, Kunst und Krieg, Lust und Flucht, Dichtung und Wahrheit.
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