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Dort wo Klaus Störtebeker vor über 600 Jahren wegen Piraterie zum Tode verurteilt wurde, stehen jetzt wieder mutmaßliche Seeräuber vor Gericht. Am ersten Prozesstag in Hamburg ging es vor allem um das Alter eines der afrikanischen Angeklagten.
In Hamburg - lange von Piraten gebeutelt - beginnt am Montag der spektakulärste Seeräuber-Prozess seit Klaus Störtebeker. Erstmals stehen mutmaßliche Piraten aus Somalia in Deutschland vor Gericht.
Im Kampf gegen Piraten nimmt die US-Regierung das Geld der Seeräuber ins Visier. Außenministerin Hillary Clinton kündigte an, die Vermögen "aufzuspüren und einzufrieren". Die Aktion ist Teil eines größeren Planes, mit dem Washington gegen die Piraten und damit auch gegen islamische Extremisten vorgeht.
Die beiden Großmächte USA und Russland wollen sich des Piratenproblems vor Ostafrikas Küste annehmen. Die Präsidenten der beiden Länder George W. Bush und Dimitri Medwedew kündigten eine gemeinsame Initiative an - die auch eine Verfolgung der Seeräuber an Land vorsehe.
Im Kampf mit Piraten hat die indische Marine ein Schnellboot im Golf von Aden abgeschossen. In den vergangenen 24 Stunden haben die Seeräuber mehrfach zugeschlagen und weitere Schiffe gekapert. Offenbar ist mittlerweile auch klar, wie sich die Bundeswehr künftig an der Abwehr von Überfällen beteiligen kann.
Im Kampf gegen die ausufernde Piraterie vor der Küste von Somalia will die Bundesregierung stärker eingreifen. Deutschland soll sich nach dem Willen des Verteidigungsministeriums mit einer Fregatte an der geplanten EU-Militäraktion beteiligen. Der Bundestag soll noch im Dezember darüber abstimmen.
Er wird ihn nie vergessen. Im Piratenprozess am Hamburger Landgericht schilderte der Kapitän der "Taipan" den Tag im April, als sein Frachter von Seeräubern überfallen wurde. Zehn Somalier sind deswegen angeklagt - und sitzen ihm nun stumm gegenüber.
Piraten haben an diesem Wochenende zwei Frachter mit Deutschen an Bord entführt. Vor der Küste Kenias wurde ein Flüssiggas-Tanker überfallen, der unter dem Kommando eines deutschen Kapitäns fuhr. Auch auf einem vor Somalia gekaperten Frachter sollen sich zwei Deutsche befinden.
Piraten haben vor der Küste des Omans einen deutschen Chemietanker gekapert. Die Angreifer setzten laut EU-Marinemission "Atalanta" auch Panzerfäuste ein, um die "Marida Marguerite" in ihre Gewalt zu bringen. Den 22 Seeleuten an Bord - allesamt nicht aus Deutschland - soll es gut gehen.
Böse Überraschung für eine Gruppe somalischer Piraten: Von zwei Booten aus haben die Seeräuber am Horn von Afrika im Dunkeln ein Schiff angegriffen. Der vermeintliche Frachter entpuppte sich jedoch als französisches Kriegsschiff - und ging zum Gegenangriff über.
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