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Wulff war, trotz allen Unkenrufen, bescheiden. Aber das wissen nur Südländer zu würdigen, nicht die Deutschen. Nun kommt Seehofer - auch so eine moralische Instanz.
FDP-Chef Westerwelle tritt, gerade auch während der Ägypten-Krise, betont staatsmännisch auf. Seine Sympathiewerte steigen trotzdem nicht. Immerhin verbessert sich die Gesamtlage der Koalition - weil Rot-Grün schwächelt.
Die Golden Gate Bridge feiert am Sonntag ihren 75. Geburtstag, die Westminster Bridge ist gar doppelt so alt. Wir gratulieren und zeigen die schönsten Brücken der Welt.
Westerwelle will's wissen: Auf dem Dreikönigstreffen macht der FDP-Chef den Staatsmann und überrascht selbst seine Kritiker. Nach zehn Jahren Opposition wollen die Liberalen endlich wieder in die Regierung. Gerne auch an der Seite von Angela Merkel, obwohl sie ihr nicht über den Weg trauen.
Große Ehre für Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat am Dienstag in New York eine Ehrung als "Welt-Staatsmann" erhalten. Die sprachliche Feinheit, dass Merkel nun eigentlich kein Staatsmann, sondern eine Staatsfrau ist, wurde dabei diskret übergangen.
Am Anfang war wenig Überraschung. Doch als sich die beiden französischen Präsidentschaftskandidaten Ségolène Royal und Nicolas Sarkozy im TV-Duell warm diskutiert hatten, ging es heftig zur Sache - und einige Äußerungen ließen tief blicken.
Der eine sagt "Au revoir", der andere "Bonjour": Der französische Noch-Präsident Sarkozy nimmt seine letzten Termine als Staatsmann wahr. Für Hollande geht es dagegen jetzt richtig los, erste Einladungen von Barack Obama und Angela Merkel sind bereits eingetroffen.
In Kiew stoßen Forderungen aus Deutschland nach einem Politiker-Boykott der Fußball-EM auf Unverständnis. Ein weiterer Staatschef hat derweil eine Ukraine-Reise abgesagt.
Den Eindruck eines entmutigten Wahlverlierers lässt Nicolas Sarkozy gar nicht erst aufkommen.
Das US-Vorwahlrennen ist gelaufen - nur noch ein Wunder kann Multimillionär Romney von der Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner abhalten. Die Schlacht ums Weiße Haus ist eröffnet.
Harmonische Klänge zum Abschied: Christian Wulff soll sich für seinen Zapfenstreich einen Schmusesong von Paul McCartney gewünscht haben. Gemein, wer zwischen den Zeilen liest.
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