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Die katholische und die evangelische Kirche haben die Wiedervereinigung Deutschlands vor 20 Jahren in einer gemeinsamen Erklärung gewürdigt.
Die Mauer fiel, die Deutschen jubelten. Offiziell jubelten auch Briten und Franzosen. Hinter den Kulissen jedoch sträubten sich Margaret Thatcher oder Francois Mitterand mit aller Macht gegen die deutsche Einheit - und ätzten unerbittlich gegen Helmut Kohl.
Die deutsche Wirtschaft erholt sich - das zeigen die neuesten Zahlen, die das Statistische Bundesamt jetzt veröffentlicht hat. Im Jahr 2010 ist das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent gewachsen - so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Allerdings ist der Staatshaushalt tief rot.
Kann sich jemand noch ein Europa mit Eisernem Vorhang vorstellen? Die deutsche Einheit hat den Kontinent geeint. Sie markiert das Ende des Kalten Krieges. Niemand sehnt sich nach dieser Zeit zurück. Ich kann mich noch erinnern – ich bin an Weihnachten 1976 geboren –, dass als Kind meine Angst vor den Russen oder die Furcht der Bevölkerung vor einem atomaren Krieg groß war. In dem Qualitäts-Comicstreifen „Werner – Beinhart“ (1990) ruft einer der Protagonisten stets „Die Russen kommen“. Was der Schreckensruf der Nachkriegsgeneration war, taugte ein Jahr nach der Wende nur noch als Verhöhnung des untergegangenen Sowjetimperiums. Pünktlich zur Einheitsfeier enthüllt das Magazin SPIEGEL, dass die Franzosen der Wiedervereinigung Deutschlands nur zustimmen wollten, wenn die Bundesregierung unter Helmut Kohl weitreichende Zugeständnisse beim Zeitplan zur Einführung des Euro machen würde. Das ohnehin derzeit angespannte deutsch-französische Verhältnis wird durch diese Titelgeschichte des reichweitenstärksten deutschen Printmagazins nicht besser. Entsprechend fallen die Reaktionen aus. Der damalige Außenminister Genscher dementiert nicht, der damalige Minister, der den Einheitsvertrag aushandelte, Wolfgang Schäuble, schäumt. Für die Deutschen ist Helmut Kohl der Kanzler der deutschen Einheit und der europäischen Integration. Deutschland begreift sich als Lokomotive der Europäischen Union. Ein Bericht, der Gegenteiliges behaupten könnte, nagt schwer am Selbstverständnis der Nation. Europa wird künftig nirgends hingehen, wenn die beiden Länder nicht gemeinsam die Union führen. Kanzlerin Merkel hat die Größe, nach einem Euro-Rettungsgipfel durch die Hintertür abzugehen, während vorn am Haupteingang der französische Präsident Sarkozy gestenreich und auf Zehenspitzen erklärt, er und er allein habe alle französischen Ideen und Ansprüche durchgesetzt und die Union gerettet. Zum Glück ist Frau Merkel keine Egomaschine nach dem Modell Sarkozy oder Berlusconi. Von daher ist es auch unerheblich, ob François Mitterand den Deutschen unter Helmut Kohl den Abschied von ihrer geliebten D-Mark abtrotzen musste. Die Union geht nur voran, wenn visionäre Staatsmänner/frauen sie führen. Das Foto der sich an den Händen haltenden Staatslenker François Mitterand und Helmut Kohl auf dem Schlachtfeld von Verdun aus dem Jahr 1984 gehören zur Ikonografie der Union. Zwanzig Jahre nach der deutschen Einheit brauchen wir ein starkes Symbol des Zusammenhalts der Europäische Union. Alexander Görlach ist Herausgeber und Chefredakteur des Debatten-Magazins The European .
Helmut Kohl galt lange nur als Parteipolitiker aus der Provinz. Nach seiner Wahl zum Kanzler profilierte er sich als überzeugter Europäer - und schuf damit die Voraussetzung für seine historische Rolle als Kanzler der Einheit. Eine Würdigung des Außenpolitikers Helmut Kohl.
Am 9. November fiel die Mauer. Was bewegte die DDR-Spitze dazu, die Grenzen zu öffnen? Was geschah im dramatischen Jahr 1989. Hier finden Sie eine detaillierte Chronik der wichtigsten Ereignisse.
stern EXTRA bietet eine Zeitreise von 1949 ? 2009 in spannenden Berichten und opulenter Optik / Das Heft erscheint am 27. Februar 2009
Die Tochter aus hanseatischer Kaufmannsfamilie und CDU-Politikerin leitete als Generalkommissarin die Organisation der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.
Die schlechten Nachrichten aus der Autoindustrie reißen nicht ab. Die Autobauer rechnen für das kommende Jahr lediglich mit rund 2,9 Millionen Neuzulassungen auf dem deutschen Markt. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung.
Am 9. September feiert das abgeschottete Nordkorea den 60. Jahrestag seiner Staatsgründung. Das Reich des Diktator Kim Jong Il erlaubt inzwischen auch Touristen einen Kurzbesuch von Südkorea aus. Ein Bericht über den kleinen Grenzverkehr in eines der letzten kommunistischen Länder.
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