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Als am 30. Januar 1945 die "Wilhelm Gustloff" mit über 10.000 Flüchtlingen von Danzig aus in See stach, folgte ihr das sowjetische U-Boot "S-13", torpedierte und versenkte sie. Von den Passagieren konnte sich kaum jemand retten.
Am 30. Januar 1945 wurde ein deutsches Passagierschiff mit 6600 Menschan an Bord bei der Flucht über die Ostsee von Torpedos eines sowjetischen U-Bootes getroffen. 5300 Menschen starben. stern-Reporter Peter Sandmeyer beschreibt eine der größten Schiffskatasrophen der Geschichte.
Der 82-jährige Autor Heinz Schön gilt als der Experte, wenn es um den Untergang der "Wilhelm Gustloff" geht. Auch zur opulenten ZDF-Produktion "Die Gustloff" hat er als Augenzeuge einen wichtigen Beitrag geliefert. Dass Schön seit den 90er Jahren auch in Publikationen im rechtsextremen Umfeld veröffentlichte, wurde bislang nicht beachtet.
Der Untergang der "Wilhelm Gustloff" war die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten. Das ZDF hat aus dem Drama einen revisionistischen Event-Zweiteiler gemacht.
Wer Faust für ein Körperteil und die Blechtrommel für ein Spielzeug hält, ist hier fehl am Platz. Allen anderen dürfte dieses Quiz anlässlich des 200. Todestags von Heinrich von Kleist keine Probleme bereiten.
"Dresden", "Sturmflut", "Die Frau vom Checkpoint-Charlie" oder "Das Wunder von Lengede" - mit Panoramabildern aus der deutschen Geschichte spielt das fiktionale Fernsehen groß auf. Zehn Millionen Euro hat das ZDF in die "Die Gustloff" investiert. Doch die Kreativität ist ermattet. Das Muster ist zur Masche geworden.
Bisweilen wirkt Angela Merkel optisch fast unscheinbar, aber die Kanzlerin taugt zur Hauptfigur für jeden Polit-Thriller. Das hat wohl auch ein Krimi-Autor gedacht, dessen Heldin Merkel zumindest ähnelt. Für ganz andere Vergehen steht derzeit Bundestagsvize Wolfgang Thierse am Pranger.
Für die einen ist er ein Jahrhundert-Erzähler. Andere sehen in ihm einen Störenfried mit hohem Nervpotenzial. Günter Grass hat seit jeher polarisiert: mit seinem literarischen Werk, vor allem aber mit seinem politischen Engagement. Jetzt wird der Literaturnobelpreisträger 80.
Besser gut aus dem Geschichtsbuch geklaut als schlecht selbst ausgedacht: Historische TV-Events bringen Quote. Nach dem "Dritten Reich" wird nun die DDR ausgeweidet, der nächste Trend sind die Verfilmungen von Promi-Biografien.
Als die sieggewohnte Wehrmacht am 22. Juni 1941 die Sowjetunion angriff, erschien die Rote Armee als leichtes Opfer. Nach der Schlacht um Stalingrad war der Nimbus der deutschen Unbesiegbarkeit endgültig zerschlagen.
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