So werden die Kandidaten verkleistert

29. August 2013, 16:31 Uhr

Hilft ja nix: Irgendeiner muss das Zeug auch an die Stellwände kleben. Und dabei entstehen, ungewollt, skurrile Ansichten der Spitzenkandidaten. Das Besengesicht im LinsenGericht.

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Voll aufs Auge: Die Verklebung des SPD-Spitzenkandidaten Peer Steinbrück in Hannover am 23. August.

Erstaunlich ist: Die Parteien halten das Plakat immer noch für effizienteste Form der Werbung. "Selbst die internetaffine Piratenpartei gibt zwei Drittel ihres Wahlkampfbudgets für Plakate aus", sagte Werbefachmann Coordt von Mannstein der Deutschen Welle. Deswegen ist die Republik derzeit buchstäblich durchplakatiert. Das Showprogramm hat aber auch bald wieder ein Ende. Schon am Tag nach der Bundestagswahl müssen die Helfer wieder anrücken - um die Plakate abzunehmen. Andernfalls droht den Parteien eine Ordnungsstrafe.

Was ist das LinsenGericht?

Bilder vermitteln Emotionen, erzählen Geschichten, prägen Einstellungen. Bilder machen Politik. Das stern.de-Blog spürt Inszenierungen nach, zeigt aber auch Lustiges, Befremdliches, Abseitiges aus dem "Quadratkilometer Irrsinn", wie das Berliner Regierungsviertel gerne genannt wird.

 
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