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6. November 2007, 09:58 Uhr

Eine Website gegen die Angst

Vor vier Jahren half der stern der Amadeu Antonio Stiftung, die Website mut-gegen-rechte-gewalt.de zu gründen. Das Projekt dient als Informations-, Beratungs- und Ermutigungsportal. Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Bundestags, drückt nun den Startknopf zum Relaunch. Von Holger Kulick

Vermehrt zu sehen: Die Springerstiefel eines Neonazis. mut-gegen-rechte-gewalt.de wurde zum Seismografen für den wachsenden Neonazismus in Deutschland© Bernd Thissen/DPA

Redaktion oder Servicebüro? Die Frage stellen wir uns immer häufiger. Später Freitag letzter Woche, überall ist Feierabend. In der MUT-Redaktion noch nicht. Das Telefon. Eine aufgeregte Frau meldet sich aus der Gegend von Osnabrück. "Ich habe Angst", sagt Brigitte F. aus der Gegend von Osnabrück, "hören die Nazis ihre Telefone ab?" "Keine Sorge", sage ich. "Um was geht es denn?"

Am 17. November wollen Neonazis erstmals im Nachbarort Georgsmarienhütte aufmarschieren. Zaghaft formiere sich nun Bürgerwiderstand, quer durch die demokratischen Parteien, Schulen und mehr. "Aber wie macht so was das allererste Mal? Gibt es da Anleitung? Gibt es Transparente zu kaufen?"

Transparente? "Besser selber machen", empfehle ich. "Authentische überzeugen besser als eingekaufte". Und empfehle ihr doch ein Plakat. Darauf abgebildet: Naziglatzen von hinten und der Spruch obendrüber: "Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel". Das Motiv des Grafikers Klaus Staeck ist allerdings veraltet, es gibt immer mehr Nazis ohne Glatze, durchaus mit Hirn, aber den Verstand weiterhin auf Einbahnstraße getrimmt. Der neue Chef der NPD-Jugendorganisation JN etwa studiert angeblich Politikwissenschaft.

Regelmäßig werden in solchen gebildeteren Neonazikreisen Argumentationsworkshops veranstaltet. Dann landen auch schubweise E-Mails im MUT-Briefkasten mit auffallend gleichlautender Argumentation, jedoch unterschiedlichen Absendern. Eine der Standardformeln: "Was haben Sie eigentlich gegen rechte Gewalt? Meine Freundin ist Deutsche, lebt in Neukölln und kann da nicht mehr auf die Straße gehen, warum machen Sie nicht besser eine Website gegen türkische Gewalt?" Erstaunlich, wie viele Neonazis aus ganz Deutschland eine feste Freundin in Neukölln haben. Wie geht man mit solchen Strategen um? Auch solche Fragen werden ständig laut.

Auf Rechte hinweisen

Das nächste Telefonat. Ein Galerist in Weimar möchte Themenwochen durchführen, die sich mit Toleranz und Intoleranz "in der Provinz" auseinandersetzen. Auf Neonazis, die solche Veranstaltungen gerne sprengen oder umfunktionieren, hat er aber keine Lust. Was tun? Wir empfehlen ihm, eine Zeile unter sein Tagesprogramm zu setzen, die sein Hausrecht unterstreicht. Jetzt steht da:

"Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von den Versammlungen ausgeschlossen."

Längst könnten wir rund um die Uhr Ratgeber spielen und das Schreiben einstellen. Dabei ist das MUT-Portal eigentlich nur eine ganz einfache 1 1/2-Personen-Redaktion, mit stern-Hilfe vor vier Jahren unter dem Dach der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung eingerichtet, die kleine Initiativen gegen Fremdenhass, Antisemitismus und Rechtsextremismus berät und fördert.

Damals verübten Neonazis mehrere besonders brutale Gewaltaten und die stern-Redaktion regte an, künftig nicht nur über derlei zu berichten, sondern auch praktisch etwas zu tun. Seitdem werden Spenden für Gegeninitiativen gesammelt. Eine Frucht davon ist die Internet-Plattform gegen Rechtsextremismus www.mut-gegen-rechte-gewalt.de. Seit April 2003 wird hier tagesaktuell über das Ausmaß und die Hintergründe von Rechtsextremismus in Deutschland berichtet.

Aber nicht nur das. Vor allem geht es um Ermutigung. Vorbildliche Einzelpersonen und Initiativen gegen Rechtsextremismus werden vorgestellt, die kreativ und friedlich Neonazis entgegentreten und präventiv tätig sind. Mut macht Mut.

"We know you, we kill you!"

Denn die mächtigste Waffe von Neonazis ist Angstmache, ist Einschüchterung. Auch in unserem Briefkasten landet regelmäßig solche Post. Mal wird ein MUT-Autoren-Foto aus dem Internet gefischt und mit der Unterzeile versehen "We know you, we kill you!" oder es hagelt Mails mit der pauschalen Mitteilung: "An die Judas-Redaktion, wir kennen Euch, wir kriegen Euch ...." Solche Schreiben landen in der Regel im Papierkorb oder an der Pinwand, machen sie doch deutlich, wie wichtig unsere Arbeit ist.

Holger Kulick lässt sich nicht einschüchtern: Der Redaktionsleiter von mut-gegen-rechte-gewalt.de erhält auch Morddrohungen

Samstag, 16 Uhr. Erneut klingelt das Telefon. Eine junge Frau aus Jena hat auf dem Weg zu ihrer Wohnung eine Neonaziparty auf einem Freigelände beobachtet, reichsverherrlichende Lieder werden zur Bratwurst geträllert und 60 Jahre Bundesrepublik werden verdammt. Sie fragt nach, was sie jetzt tun solle. Der Polizei Bescheid geben? "Oder rächen sich Neonazis dann an einem?"

Sie entscheidet sich, 110 anzurufen, meldet sich aber zwei Stunden später nochmals. Die Polizei habe inzwischen vor Ort ermittelt und sie gebeten, ihre Zeugenaussage im Präsidium zu Protokoll zu geben. Denn das Propaganda-Grillen werde tatsächlich juristische Folgen für die Beteiligten haben. Jetzt aber potenziert sich die Angst der jungen Frau: "Dann stehe ich doch mit meiner Anschrift in den Akten?". Wir reden lange über das, was Zivilcourage ausmacht. Danach geht sie ermutigt zur Polizei.

Solche Anfragen kommen aus allen Richtungen der Republik, zunehmend aus Westen. Im Westerwald beobachtet eine Mutter junge Leute, die den Hitlergruß auf der Tanzfläche zeigen. Sie habe einem davon eine Ohrfeige verpasst und nun ein schlechtes Gewissen. "Darf ich das? Oder was hätte ich sonst tun sollen?" Aus Bremen meldet sich der Besucher einer Fußballkneipe. Ein Zuschauer saß im Publikum, mit 88 auf dem Rücken, dem Nazikürzel für HH, Heil Hitler. "Kann ich verlangen, dass der Kneipier den vor die Türe setzt?" Na klar, aber erstmal mit ihm reden, nur die gelbe Karte zeigen. Wenn er sich nicht umzieht: Rot.

Auch Eltern suchen Hilfe

Ein anderes Mal sucht ein Opfer von Neonazigewalt Rat, oder Alltagsprobleme mit Rechtsaußen werden erörtert. Wie soll mit einem Nachbarn umgegangen werden, der regelmäßig laut das Horst-Wessel-Lied hört, fragt ein Leser aus Frankfurt/Oder.

Mal bitten Eltern um Tipps, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollen, die in die rechtsextreme Szene abdriften, mal sind es Schulsprecher, die wissen wollen, welche guten Referenten wir für einen Aktionstag gegen Extremismus empfehlen, Lokaljournalisten suchen Fachinformationen oder es meldet sich ein Landratsmitarbeiter, der vertraulich um Hinweise bittet, wie mit einem NPD-Aufmarsch oder -Anwesen umgegangen werden kann.

Doch auch das gehört zu den Fragestellungen: In Köln will eine Schulklasse Abitur in einer namhaften Disco feiern, in die Ausländer jedoch keinen Zutritt haben, folglich droht auch den Zuwandererkindern aus ihrem Jahrgang Einlassverbot. "Was sollen wir tun, dürfen wir die anzeigen"? Unbedingt in der Lokalpresse öffentlich machen, raten wir. Nichts fürchten solche Discobetreiber mit oft rassistischen Türstehern mehr, als öffentlichen Druck.

Längst ist MUT-Portal also auch zu einer Ratgeber-Redaktion geworden, nur ein Bruchteil davon wird veröffentlicht, denn Vertraulichkeit geht vor. Manchmal entstehen auch Kontakte daraus. Als eine 15-jährige aus Leipzig, die im Alter von zwölf Jahren an eine recht brutale rechtsextreme Clique geriet, von einem aus ihrer Gruppe schwanger wird, will sie raus, die rechte Gang lässt sie aber nicht und droht ihr. "Ich krieg dich du Sau du hast unsere Gruppe verraden!" leitet sie uns eine SMS weiter, die sie von ihren braunen Kumpels erhalten hat. Sie ist daraufhin durchs Internet gesurft um Ansprechpartner zu finden, dabei stieß sie auf MUT. Direkte Hilfe von Lehrern, Jugendamt oder ihrem Vater hat sie bislang abgelehnt, wir fahren nach Leipzig und versuchen vor Ort Hilfe zu vermitteln, kein leichter Fall.

Technisch und inhaltlich neu

All dies soll künftig einen festen Platz auf MUT erhalten. Technisch war ein Relaunch bitter notwendig geworden, jetzt folgt zugleich eine inhaltliche Neuausrichtung. Und zum fünften MUT-Geburtstag im nächsten Jahr soll zusätzlich ein kleines Taschenbuch entstehen, ein MUT-Handbuch für Zivilcourage, das derzeit Schüler für Schüler gemeinsam mit der MUT-Redaktion erarbeiten.

Den Vorläufer, eine eigene Jugendzeitung, gibt es bereits als Download im Netz: "extrem*" . Die Zeitung haben jugendliche Redakteure preisgekrönter Schülerzeitungen verfasst und in der MUT-Redaktion zusammengestellt.

Jährlich vergibt die Amadeu Antonio Stiftung in Zusammenarbeit mit der Jugendpresse Deutschland einen Preis für besonders engagierte Schülerzeitungen zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für "junge Medien mit Mut". Künftig werden alle dafür eingereichten Texte auch auf MUT veröffentlicht. Das soll anspornen, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, was sich viele Nachwuchsjournalisten selten trauen. Aber MUT macht ja Mut. Dazu sind wir da.

MUT

MUT Holger Kulick ist Redaktionsleiter der Website mut-gegen-rechte-Gewalt des stern und der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin. Am Dienstag, den 6.11. drückt Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse den Knopf zum Relaunch der Internetplattform gegen Rechtsextremismus, die gänzlich durch Spenden getragen wird. Das Spendenkonto: Amadeu Antonio Stiftung, Stichwort "stern-Aktion Mut gegen rechte Gewalt", Deutsche Bank Heppenheim, BLZ 509 700.04. Konto-Nr. 0303313 - 29. Spendenquittungen werden ausgestellt.

Von Holger Kulick
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
HankDooley (07.11.2007, 18:18 Uhr)
@JStahl u.a.
Nationalismus basiert nicht auf Hass sondern auf der Idee sich von anderen Volksgruppen abzugrenzen zum Wohl der eigenen Volksgemeinschaft. Ich denke es gehoert zum Selbstbestimmungsrecht der Menschen national zu denken und zu handeln zu duerfen.
Hass und Gewalt entstehen durch Ausweglosigkeit und Verzweiflung und sind kein exklusives Attribut von Nationalisten.
Wuerde die Deutsche Politik mehr im nationalen Interesse handeln, haetten wir in vielen Gesichtspunkten weniger Probleme.
mupfeline (07.11.2007, 07:01 Uhr)
@gmathol
Ein bisschen einseitig, deine Schlußfolgerung. Die Israelis verteidigen sich. Bis heute wird ihr Existenzrecht nicht anerkannt. Die Palästinenser-Regierung hatte ihre Chance. Sie haben sie vertan und die herrschende Clique hat in Ramallah erstmal Paläste für sich und ihren Anhang gebaut ohne sich um das Volk zu scheren.
Europa wird noch mehr, viel mehr legale und illegale Einwanderer zu verkraften haben - und dies natürlich nicht schaffen - wenn sich nicht die Situation der Flüchtlinge in ihren Heimatländern bessert. Und dazu gehört dass die Menschen eine faire Chance bekommen und zuallererst Bildung und Gesundheitswesen. Aber auch das wird es nicht geben da auch in diesen LÄndern wieder eine herrschende Clique zuallerst an sich denkt ... und dann, ganz zum Schluß, kommt das Volk.
In einem anderen Artikel las ich dass 10 Prozent der Deutschen 2/3 des Volksvermögens besitzen und knapp die Hälfte nichts. Gar nichts. Kein Vermögen, keine Häuser, keine Sparkonten. Das ist ein gesellschaftlicher Skandal - und der passende Nährboden für die rechten Bauernfänger. Es hat übrigens schon einmal so angefangen, schon vergessen? Eine Gesellschaft die dermaßen schief liegt die kann noch so sehr nationasozialistische Gedanken verurteilen - die Herzen der Menschen gewinnt man durch politische Phrasen nicht. Sondern nur durch eine Veränderung der Gesellschaft - und dazu gehört dass ALLE Kinder gleiches Recht auf Bildung und Erziehung haben, auch 55jährige noch die Hoffnung auf einen Job und 30 oder 40jährige einen Job von dem sie leben können. Jeder 7. Erwerbstätige in D verdient inzwischen so wenig dass er Hilfe zum Leben beantragen muss - DAS sollte uns zu denken geben. DAS ist der Nährboden für den Zulauf extremististischer Parteien am rechten und linken Außenrand. Oder glaubt hier vielleicht jemand dass ganz außen Links es besser machen könnte ... tut mir leid, dieses Experiment ist gescheitert!
gmathol (07.11.2007, 05:55 Uhr)
Zio-Nazis...
Gut das Deutschland seine Geschichte kennt und immer wieder neu erklaert.
Waehrend der Staat Israel (gergruendet auf geklautem Land) ein unsaegliches Genozid und ethnische Saeuberungen gegen die palestinensische Urbevoelkerung international sanktioniert begehen darf.
Offenbar ist den Regierungsglatzen im Bundestag wohl nicht jedes Leben gleichwertig, wuerde man sonst nicht auch noch Solidaritaet mit einem Moerderstaat wie Israel bekunden. Warum nimmt man am US-Kreuzzug in Afghanistan teil.
Diese Glatzen oder jene Glatzen wer rassistisch mordet sollte gleich behandelt werden, also Abbruch aller diplomatischen Beziehungen mit Israel.
J.Stahl (06.11.2007, 19:04 Uhr)
@hankdooley
weil es so ist wird es gesagt!es ist doch nicht normal menschen aufgrund einer anderen herkunft/hautfarbe zu hassen.was für ein trauriges leben und was für ein trauriges kleines persönchen muß man da sein!aber es stimmt,es ist nicht nur dummheit sondern auch ein minderwertigkeitskomplex das man den bloßen zufall weiß und deutsch zur welt gekommen zu sein als das einzig wahre sieht.anscheinend haben diese menschen sonst nichts einzigeartiges über was sie sich definieren können.
Franzoesin (06.11.2007, 18:20 Uhr)
Rechts ?
Was in der BRD als "rechts","Nazitum" und "verunglipmft" wird, gilt in allen andern Ländern der Welt als Patriotismus.
Das "Problem" was die "German"s haben ist, dass sie 1.° keinerlei objektive Geschichtskenntnis besitzen ( ich höre schon den Aufschrei), sondern und die manipulierte der der Kriegsgewinner, die absolut kein Interesse an eienm deutschen Patriotismus haben.
Denn wenn dieser existierte, gäbe es keine Neonazies, keine fremden Truppen in der BRD,die auch noch von den Deutschen finaziert werden, keien überlassung des deutschen Staatsschatzes als Erpressungsmittel in den Koffern der USA, keine von der BRD bezaUSAausländischen STaatenAukeien USues keien Hortung des Deutscheen endem .
Patriotismus als negativ eingebläut bekommen und so automatisch eien Abwehrreaktion ( ungewollt) vopn Patrioten - aufbauen.
Wer hat denn interesse , dass in Deutschlanani
HankDooley (06.11.2007, 17:08 Uhr)
@JStahl u.a. - Unterstellung
Wieso wird rechten Buergern eigentlich immer mangelnde Intelligenz oder fehlendes Sozialbewusstsein unterstellt ? Meiner Ansicht nach haben rechte Buerger im Gegensatz zu den parasitaeren Linken grundsaetzlich bessere Moral und Wertvorstellung. Wir handeln und denken zukunftorientiert und nachhaltig, auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen.
Ich will hier keine Gewalt verherrlichen, aber das Portfolio der Mittel um politische und gesellschaftliche Ziele zu erreichen ist aufgrund der ungerechten Rechtslage in Deutschland sehr begrenzt (keine oeffentliche Meinungsfreiheit, keine Versammlungsfreiheit, Berufsverbote, etc). Ich frage mich, ob jemand Gewalt gegen Rechts ebenso als legitimes Mittel verurteilen wuerde.
J.Stahl (06.11.2007, 16:36 Uhr)
ein nazi wird man nicht
wegen ungerechterbehandlung des staates.unser staat ist nicht unsere nanny.man entscheidet sich ein nazi zu werden und die schuld für das eigene verpfuschte leben irgendwelchen ausländern in die schuhe zu schieben die einen nicht mal kennen.das ist eine sehr einfach und dumme lösung die von einfachen und dummen leuten bevorzugt wird.
Schwaebin (06.11.2007, 16:25 Uhr)
@Tagora-sagittara
Wenn dich unser Land so ankotzt, dann geh doch bitte und verschon uns in Zukunft mit solchen Kommentaren!
tagora-sagittara (06.11.2007, 12:59 Uhr)
Was heult und lamentiert Ihr eigendlich,...
die Neonazis hat dieses Regime und deren Bevölkerung doch selbst erzeugt!!
Soziale Ungerechtigkeit, Ellebogenmentalität im Beruf und Ausgrenzung von Unterpriviligierten der Gesellschaft.
Ihr alle habt diesen Staat zu dem gemacht, wie ihn heute keiner mehr haben will.
Verständlich, bekommen jetzt auch früher verschonte Gruppen wie die Mittelschicht unser asoziales System zu spüren.
Was hilfts wenn man eine Top Berufsausbildung geniesen konnte, nach einen Unfall oder Schiksalsschlag an den Rand der Gesellschaft gerückt wurde und dann am eigenen Leibe erfahren darf wie unmenschlich diese so hoch gelobte Lobbykratie in Wirklichkeit ist,... vieleicht bist Du dann einer der in der Suppenküche ansteht weil er alles verloren hat,... und abends als Punchingball für Neos dienen darf, weil dieses Land so sch.... ist!?
Und warum dies alles??,...weil Ihr es nie anders gelernt habt!! nur Geldgier, Eifersucht und Machtstreben bekommt man in diesem Land in die Wiege gelegt,...Letzten Endes seid Ihr selbst schuld das es den meisten unter Euch schlecht geht.
Dottore (06.11.2007, 12:32 Uhr)
MUT gegen rechte Gewalt ?!
Die Kriminalstatistik 2006 wirft 12 238 Neonazistraftaten, davon 8738 Propagandadelikte: falsches Lied am falschen Ort, falsches Geschichtsverständnis, falsche Symbole und lediglich 726 Gewaltdelikte, wie Körperverletzung aus, von denen die Mehrzahl von den ungleich gewaltbereiteren Linksextremen, als Antifaschisten, Autonome und Globalisierungsgegner verniedlicht und mit Steuergeldern in Millionenhöhe alimentiert, provoziert wurde.
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