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Grün-Rot in Baden-Württemberg ohne Mehrheit

Mehr noch als über die Zahlen im Bund dürfte sich die Union über das Meinungsbild aus Baden-Württemberg freuen. Dort wird im März gewählt. Derzeit steht die Mehrheit von Grün-Rot auf der Kippe, während die CDU zwei realistische Optionen auf eine Regierungsbeteiligung hätte.

Winfried Kretschmann und Nils Schmid

Gute Laune sieht anders aus: Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) und sein SPD-Juniorpartner Nils Schmid müssen bei der kommenden Landtagswahl um die Mehrheit für ihre grün-rote Koalition fürchten.

Unionsparteien wieder im Aufwind: Im stern-RTL-Wahltrend gewinnen CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu und kommen auf 39 Prozent. Auch die Grünen können sich um einen Punkt auf 11 Prozent verbessern. Die Werte für die anderen Parteien verändern sich dagegen nicht: Die SPD bleibt bei 24, die Linke bei 9, die AfD bei 8 und die FDP bei 4 Prozent. Die kleineren Splitterparteien büßen zwei Prozentpunkte ein und haben zusammen nur noch 5 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt jetzt 35 Prozent, ein Punkt weniger als in der vergangenen Woche.


Bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte – legt Angela Merkel einen Prozentpunkt zu, während Sigmar Gabriels Wert unverändert bleibt. Mit 49 Prozent liegt Merkel nun 34 Punkte vor Gabriel mit 15 Prozent.

Viele Optionen in Baden-Württemberg

In einer weiteren Umfrage ermittelte das Forsa-Institut im Auftrag des stern die aktuelle politische Stimmung in Baden-Württemberg. Würde der Landtag in Baden-Württemberg schon jetzt und nicht erst im kommenden März gewählt, kämen die Grünen auf 28 Prozent, die SPD auf 19, die CDU auf 35, die FDP auf 5 und die Linke auf 3. Die AfD wäre mit 7 Prozent erstmals im Stuttgarter Landesparlament vertreten. Ob das grün-rote Regierungsbündnis fortgesetzt werden kann, steht damit infrage. Forsa-Chef Manfred Güllner: "Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass Rot-Grün weiterregieren könnte – auf jeden Fall wäre eine schwarz-grüne oder eine Große Koalition aus CDU und SPD auf Landesebene möglich, nicht aber ein schwarz-gelbes Bündnis." Bei der Landtagswahl 2011 hatte die CDU noch 39, die Grünen 24,2 und die SPD 23,1 Prozent der Stimmen erhalten.

Wären nun Bundestagswahlen, sähe das Ergebnis in Baden-Württemberg jedoch völlig anders aus: Die CDU würde mit 43 Prozent deutlich besser und die Grünen mit 14 Prozent deutlich schwächer abschneiden. Die SPD bliebe mit 18 Prozent auch hier unter der 20-Prozent-Marke. Die FDP käme wie die Linke auf 6 und die AfD auf 9 Prozent. Weil es wie in anderen Bundesländern auch in Baden-Württemberg unterschiedliche Wahlabsichten für Landtags- und Bundestagswahlen gebe, so Forsa-Chef Güllner, sei die bevorstehende Landtagswahl deshalb auch alles andere als eine Abstimmung über Angela Merkels Flüchtlingspolitik: "Die Baden-Württemberger orientieren ihr Votum am Zustand der Parteien im Land – weil der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine hohe Sympathie genießt, kann seine Partei auch mit weiteren Stimmenzuwächsen rechnen." 

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 7. bis 11. Dezember 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. 

Datenbasis Baden-Württemberg: Das Forsa-Institut befragte vom 2. bis 11. Dezember 2015 im Auftrag des Magazins stern 1064 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in Baden-Württemberg, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.



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