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Wählen Sie ruhig in Badehose und mit Hund

Welcher Dresscode gilt beim Wählengehen? Darf ich mein Kreuz mit dem Lippenstift machen? Und ist ein Telefonjoker erlaubt? Die Benimmregeln für die Wahlkabine halten einige Überraschungen bereit.

Von Daniel Bakir

  • Daniel Bakir

Am Sonntag schlägt sie wieder, die große Stunde der Demokratie. Millionen Deutsche werden ihre lokalen Grundschulen und Rathäuser stürmen, um mitzubestimmen, wer uns in den kommenden vier Jahren regieren soll. Besonders viel verlangt einem der staatsbürgerliche Akt nicht ab: rein in die Wahlkabine, zwei Kreuzchen gesetzt, fertig. Nicht besonders schwer, sollte man meinen.

Dennoch waren bei der vergangenen Wahl immerhin 634.000 Zweitstimmen ungültig, weil der Wahlzettel nicht korrekt ausgefüllt war. In bestimmten Fällen kann man sogar des Wahllokals verwiesen werden. Was man in der Wahlkabine darf und was nicht, hat die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zusammengestellt. Hier sind die wichtigsten Regeln:

Badehose okay, Parteishirt nicht

Sicher, für viele ist der Urnengang nach wie vor eine staatsbürgerliche Pflicht und Ehrensache. Dennoch muss niemand im feinen Sonntagsanzug wählen gehen. In Jogginghosen abgegebene Stimmen zählen genauso viel. Sogar Badehosen und Bikinis sind laut BpB okay, wenn auch das Wetter nicht gerade dazu ermutigt. Ein Tabu allerdings gibt es: Da Parteiwerbung im Wahllokal strikt verboten ist, müssen SPD-Shirts und CDU-Schals zu Hause bleiben. Sonst droht der Rauswurf. Auch ein etwaiges Tattoo müsste beim Wahlakt verdeckt werden.

Wer darf mit in die Wahlkabine?

Da die Wahl geheim ist, muss jeder grundsätzlich allein in die Wahlkabine. Der Wahlvorstand vor Ort kann aber in speziellen Fällen Ausnahmen zulassen. Etwa bei Eltern mit kleinen Kindern, die noch nicht lesen können. Oder wenn jemand körperlich nicht in der Lage ist, den Stift allein zu führen. Auch den Hund darf man in der Regel mit hineinnehmen - sofern er keine Wahlzettel frisst oder den Ablauf der Wahl auf andere Weise stört.

Telefonjoker geht

In die Wahlkabine muss man zwar alleine gehen, aber sein Handy darf man mitnehmen. Telefonieren ist dort grundsätzlich erlaubt, allerdings sollte man seine Stimme mäßigen. Sonst könnte der Wahlvorstand vor Ort einschreiten. Der hat nämlich für Ruhe und Ordnung im Wahlraum zu sorgen. Bis zuletzt Unentschlossene können auf dem Smartphone schnell nochmal einen Blick ins Wahlprogramm werfen oder den Wahlomat bemühen.

Lange Sitzungen

Ein Zeitlimit für den Wahlakt gibt es nicht. Dennoch sollte man sich nicht unbedingt Strickzeug oder die Sonntagszeitung mit in die Kabine nehmen. Schließlich wollen auch noch andere drankommen. Wenn die Sitzung einfach kein Ende nimmt, kann der Wahlvorstand eingreifen.

Kreuz mit dem Lippenstift

Natürlich sind Wahlkabinen standardmäßig mit einem Stift ausgestattet. Sollte jemand eine Abneigung gegen fremde Schreibutensilien hegen, steht es ihm aber auch frei, sein eigenes Equipment mitzubringen. Auch Kreuzchen mit Kajal oder Lippenstift sind möglich, sofern sie eindeutig gesetzt und nach dem Falten des Zettels nicht von außen sichtbar sind.

Bitte keine Smileys

Wem zwei Kreuze einfach zu unkreativ sind, der kann alternativ auch Häkchen setzen oder die entsprechenden Felder ausmalen. Hauptsache, der Wählerwille ist eindeutig erkennbar. Definitiv ungeeignet sind daher Fragezeichen - und auch Smileys könnten an der Ernsthaftigkeit der Stimme zweifeln lassen.

Keine persönlichen Bemerkungen

Mehr Gestaltungspielraum als Häkchen oder Kajalkreuze gibt es dann auch nicht beim Ausfüllen der Unterlagen. Persönliche Kritzeleien führen zur Ungültigkeit der Stimme. Das gilt für Beschimpfungen ebenso wie für Lobeshymnen, Wünsche oder Forderungen. Auch seine Telefonnummer muss man dem süßen Wahlhelfer auf anderem Wege zukommen lassen. Da der Zettel niemandem persönlich zugeordnet werden darf, sollte auch auf besonders kunstvolle Falttechnik mit Wiedererkennungswert verzichtet werden.

Daniel Bakir

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