Pressegespräch mit dem stern-Fotografen im Altonaer Museum in Ham-burg am 19. April 2005, 11 Uhr
Hamburg, 13. April 2005 - Der Fotograf Volker Hinz arbeitet seit nunmehr fast drei Jahrzehnten für den stern. Sein umfangreiches OEuvre umfasst Reportagen aus aller Welt, Bildgeschichten und vor allem schwarz-weiß Porträts internationaler Persönlichkeiten.
Anlässlich der 3. Triennale der Photographie Hamburg 2005 zeigt Volker Hinz im Altonaer Museum erstmals, was er seit Beginn seiner professionellen Laufbahn fotografiert hat. Hinz und sein Kurator Dr. Enno Kaufhold aus Berlin haben sich für eine besondere Auswahl entschieden: frühe Bilder politischer Prominenz aus der Bonner Republik sowie Farbreportagen vor allem aus den Vereinigten Staaten, die unser Bild vom modernen Amerika mitgeprägt haben.
Acht Jahre, von 1978 bis 1986, war Volker Hinz für den stern in New York, wo er neben dem Tagesgeschäft ein fotografisches Interesse am Club- und Nachtleben des Big Apple entwickelte. Teile seiner inzwischen berühmten Bilder aus dem AREA, damals New Yorks verrücktester Szene-Club, werden in der Ausstellung gezeigt: Sein Blitz erleuchtete ein Zeitphänomen ausschweifender Lebenslust – das ist Autorenfotografie "at its best". Zu sehen sind auch viele seiner schwarz-weiß Porträts von Politikern und internationalen Persönlichkeiten, sowie Celebrities aus Literatur, Film und Musik, die zum "Who is Who" der internationalen Magazinwelt gehören. Seinen fotografischen Schwerpunkt bildet der Mensch in all seinen Facetten. "Voll sind seine Bilder", hat der Kunstsammler Wilhelm Schürmann einmal gesagt. Und in der Tat, Volker Hinz geht immer ganz nah ran, erfasst im Bruchteil einer Sekunde die Details einer Situation, sieht Zusammenhänge und bindet Vordergrund und Hintergrund zu einem Bild auf der Fläche zusammen. Er ist im besten Sinne des Wortes ein Geschichtenerzähler. Tom Jacobi, stern Art-Director: "Fotografen wie Volker Hinz gibt es selten. Sein fotografisches Interesse an Menschen schließt niemanden aus, seine Leidenschaft ist unerschöpflich, wenn er ein Thema für erzählenswert betrachtet. Er ist ein Universaltalent, mit Kraft und Seele und einem großem Herzen. Es gibt kein Genre, welches Volker Hinz nicht schon fotografiert hätte – und das oft auch noch besser als die spezialisierten Kollegen. Wenn ich an Volker Hinz denke, muss ich mich oft der Worte unseres gemeinsamen Mentors Axel Springer jr. erinnern: 'They just don't make them anymore'."
Volker Hinz: 24 hours 7 days. Fotografien 1974–2004. Retrospektiv
Ort: Altonaer Museum Museumsstraße 23 22765 Hamburg
Dauer: 20. April bis 19. Juni 2005
Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr
Hinweis für die Redaktionen: Vernissage für geladene Gäste am 19. April 2005 um 19 Uhr, um rechtzeitige Akkreditierung wird gebeten
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