Daniel Cohn-Bendit und Erhard Eppler haben Oskar Lafontaine scharf kritisiert. In einem gemeinsamen Interview mit dem Hamburger Magazin stern sagte der Grünen-Politiker Cohn-Bendit über den Spitzenkandidaten des neuen Linksbündnisses aus PDS und WASG: “Das ist der deutsche Haider.” Der SPD-Politiker Eppler bezeichnete seinen früheren Parteivorsitzenden als einen “um sich selbst kreisenden Narziss”.
Cohn-Bendit sagte im stern, Lafontaine sei “nicht nur populistisch”. Er wolle eine “links-nationale Wende. Das ist kein Spiel.” Was Lafontaine anstrebe, sei das “Projekt 18 der FDP mal andersherum, aber genauso autoritär und nationalpopulistisch daherkommend”. Dass er bei einer Rede in Chemnitz von “Fremdarbeitern” gesprochen habe, sei kein Zufall.
Eppler kritisierte, Lafontaine biete “zur marktradikalen Globalisierung eine nationale Alternative”, von der er wahrscheinlich selbst wisse, dass sie nicht realisierbar sei. “Aber das kommt an, und das ist ihm das Wichtigste”, fügte der SPD-Politiker hinzu.
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