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3. Juni 2009, 11:45 Uhr

Keiner kennt die Spitzenkandidaten

Am 7. Juni wird das EU-Parlament gewählt, doch wie es sich zusammensetzt, interessiert keinen. Die wenigsten Deutschen kennen Namen und Parteizugehörigkeit der Spitzenkandidaten, selbst die Parteianhänger stehen auf dem Schlauch. Bis auf eine Ausnahme.

EU-Wahl, Europawahl, Koch-Mehrin

Ihren Namen wussten immerhin 13 Prozent der Wähler: Silvana Koch-Mehrin© Tim Brakemeier/DPA

Kurz vor der Wahl zum Europa-Parlament am kommenden Sonntag können die wenigsten Deutschen auf Anhieb sagen, wer für die einzelnen Parteien als Spitzenkandidat antritt. In einer Umfrage für den stern wussten nur 2 Prozent, wie der Spitzenkandidat der CDU heißt: Hans-Gert Pöttering, der Präsident des Europaparlaments. Die Frage nach dem SPD-Spitzenkandidaten konnten lediglich 6 Prozent der Befragten richtig beantworten: Martin Schulz. Ebenfalls 6 Prozent wussten, dass Lothar Bisky die Liste der Linkspartei anführt. Reinhard Bütikofer von den Grünen kam auf 4 Prozent. CSU-Spitzenmann Markus Ferber und die Grüne Rebecca Harms landeten mit jeweils 1 Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Am besten schnitt in der Umfrage die Liberale Silvana Koch-Mehrin ab. Auf die Frage nach dem FDP-Spitzenkandidaten nannten 13 Prozent der Wähler ihren Namen.

Selbst den Anhängern der Parteien waren die jeweiligen Spitzenleute nahezu unbekannt. Unter den CDU-Wählern kam Pöttering auf 3 Prozent, Schulz wurde von 13 Prozent der SPD-Anhänger genannt, Bisky von 12 Prozent der Linken-Wähler, Bütikofer von 7 Prozent der Grünen-Anhänger. Silvana Koch-Mehrin erzielte auch hier das beste Ergebnis: Rund jeder vierte FDP-Anhänger (26 Prozent) konnte spontan ihren Namen angeben.

Datenbasis: 1000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 27. und 28. Mai 2009. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Quelle: Forsa-Institut, Berlin.

Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangaben zur Veröffentlichung frei.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 24/2009

 
 
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