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Air Berlin kämpft erneut mit Ausfällen und Verspätungen

Air Berlin hat am Flughafen Tegel wieder mit Ausfällen und Verspätungen zu kämpfen. Dazu meldete die krisengeschüttelte Airline allein am Sonntag einen Verlust von 500 Koffern. Die Schuld gibt Air Berlin einem Dienstleister.

Air Berlin: Das Chaos in Tegel geht weiter

Air Berlin: Das Chaos in Tegel geht weiter

Passagiere von Air-Berlin in Berlin-Tegel sind Kummer gewöhnt. Seit Monaten gibt es Probleme bei der Abfertigung. Zuletzt schien es, als ob die Airline die Gründe dafür in den Griff bekommen hätte. Doch Verspätungen und Ausfälle haben in den vergangenen Tagen wieder zugenommen. "Was wir gerade sehen, ist ein Rückfall", sagte ein Air-Berlin-Sprecher am Montag. Er forderte den Dienstleister Aeroground auf, mehr Personal zu schicken und das Management in Tegel zu verbessern. Nach internen Zahlen, die der dpa vorliegen, gab es auch am Montag noch Verspätungen, weil Kofferträger zu spät an den Maschinen waren. Allein am Sonntag meldeten Passagiere den Verlust von knapp 500 Koffern.

Air Berlin hat Probleme mit Dienstleister

Der Flughafen München als Aeroground-Eigentümer bestätigte, dass es Probleme gebe. Ein Sprecher führte dies aber auf Folgen des schweren Unwetters vom Donnerstag zurück, die bis zum Montag zu spüren gewesen seien. Zudem seien zahlreiche Mitarbeiter durch Krankheiten ausgefallen. Eigentlich sei inzwischen genug Personal in Tegel, hieß es in München. "Wir sind zuversichtlich, dass wir wieder auf ein besseres Niveau kommen." 

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" (Montag) hatte am Wochenende nicht nur Air Berlin Probleme. Am Samstag sei rund die Hälfte aller rund 500 Flüge mindestens 15 Minuten verspätet gewesen.


Unwetter und Krankmeldungen als Ursache

Eine Sprecherin des Aeroground-Konkurrenten Wisag bestätigte, dass das und Krankmeldungen in geringerem Umfang auch der Wisag zu schaffen machten.

Air Berlin kämpft seit Monaten mit Problemen am Flughafen Tegel. Immer wieder fallen Flüge aus, Gepäck geht verloren und Maschinen starten mit satten Verspätungen. Anfang Juni hatte sich Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann entschuldigt: "Mir tun die Verspätungen leid", sagt er in der Wochenzeitung "Der Zeit". "Ich selbst ärgere mich schon schwarz über zehn Minuten Verspätung." Besonders ärgerlich für Kunden: Wer Hilfe beim Kundencenter der Airline sucht, kommt telefonisch nicht durch. Auf Emails wird mit großem zeitlichen Abstand geantwortet. 

kg/DPA

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