Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Geiz ist un-geil: Passagiere von Air Berlin sollen künftig für alle Getränke zahlen

Bislang mussten Fluggäste nur für alkoholische Getränke das Portemonnaie im Flieger zücken. Doch das soll sich jetzt ändern. Auch die Softdrinks werden auf Kurzstrecken künftig abgerechnet.

Air Berlin

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft streicht das Angebot an kostenlosen Softdrinks

Fluggäste bei Air Berlin müssen auf Kurzstrecken von November an auch für alkoholfreie Getränke bezahlen. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft streicht das Angebot an kostenlosen Softdrinks. Ausnahmen gelten für Reisende, die einen teureren Tarif buchen oder eine Vielfliegerkarte haben, wie die Airline am Freitag mitteilte.

Auf Langstrecken und Flügen auf die Azoren, Kanaren, nach Madeira, Marokko, Ägypten und Israel soll es weiter kostenfreie Getränke geben. 

Der seit Februar amtierende Air-Berlin-Chef Stefan Pichler hat dem Konzern ein neues Sanierungsprogramm verordnet, zu den Details hat er bislang aber weitgehend geschwiegen. Bei der Vorlage der Halbjahresbilanz Mitte August ließ er durchblicken, dass die Neugestaltung des Streckennetzes ein wichtiger Teil sein werde.

Einem Magazinbericht zufolge könnte bei der Fluggesellschaft 1000 der konzernweit 9000 Stellen wegfallen. Um das chronisch defizitäre Unternehmen aus den roten Zahlen zu bringen, könnte ein Teil der Arbeitsplätze, etwa die Personalverwaltung, an Dienstleister in osteuropäische Niedriglohnländer ausgelagert werden, berichtete kürzlich die "WirtschaftsWoche".

"Jeder Bereich wird beim Sparen helfen müssen" 

"Zu etwaigen Personalmaßnahmen möchte ich mich erst zu gegebener Zeit äußern", sagte Pichler dem Magazin. "Aber klar ist: Jeder Bereich des Unternehmens wird beim Sparen helfen müssen." Dabei gehe Air Berlin auch der Frage nach, wo Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft welche Leistungen beziehe und welche großen Projekte sie global ausschreiben könne. Ein Air-Berlin-Sprecher betonte am Donnerstag, Air Berlin habe noch nicht entschieden, welche Maßnahmen ergriffen werden. Auch über einen eventuellen Jobabbau gebe es keine Entscheidung.

jek/DPA/Reuters
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools