Mitbringsel mit Mehrwert

2. März 2012, 22:32 Uhr

Souvenir-Läden gibt es in der Hauptstadt zur Genüge. Doch oftmals tummeln sich dort ramschige, billig produzierte Ladenhüter. Nicht so bei "BoB". "BoB" steht für "Best of Berlin" und bietet dem Berlin-Liebhaber Souvenirs mit Mehrwert.

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Souvenir-Läden gibt es in der Hauptstadt zur Genüge. Doch oftmals tummeln sich dort ramschige, billig produzierte Ladenhüter. mehr...

Nicht so bei „BoB“. „BoB“ steht für „Best of Berlin“ und bietet dem Berlin-Liebhaber Souvenirs mit Mehrwert. Seit Juni vergangen Jahres vertreibt der Laden in der Oranienburger Straße Produkte aus der Region Berlin/Brandenburg. Der ehemalige Journalist Ulf Teichert machte sich 2010 mit dem Konzept „Best of Berlin“ selbständig. Und das aus Überzeugung. O-Ton Ulf Teichert, Geschäftsführer „Best of Berlin“ „Wir wollen die Regionalität fördern, wir wollen einheimische Manufakturen und Künstler fördern. Wir wollen aus ganz normalen in Berlin hergestellten Waren tatsächlich Mitbringsel machen, die dann dort, wo sie ankommen, einen gewissen Mehrwert haben. Nicht nur, weil sie schön sind, oder weil sie aus Berlin sind, sondern auch, weil man sie benutzen kann.“ Abseits von Mauerstücken und Ampelmännchen freuen sich Produkte aus Berlin und Brandenburg großer Beliebtheit. Der Fernsehturm als Vase, Schmalz oder Kuchen im Einweck-Glas, handgefertigte Stofftiere und originelle Taschen sind nur einige Beispiele aus dem Sortiment. Kleine Informationstafeln im Laden erzählen von den Menschen, die hinter den Produkten stehen. O-Ton Ulf Teichert, Geschäftsführer „Best of Berlin“ „Warum muss ich den Fernsehturm in Bangladesh herstellen, wenn ich den hier in Berlin herstellen kann? Das kann man als globalisierungskritisch sehen. Aber das ist dann halt so.“ Über 1.000 Produkte werden in Ulf Teicherts Laden ausgestellt. 51 Hersteller versammelt das Label derzeit. Doch Teichert ist bemüht, weitere zu gewinnen. Wichtigstes Kriterium dabei: Mindestens 60 Prozent des Produktes müssen in Berlin oder Brandenburg hergestellt oder designt werden. Dann finden sie den Weg in die Oranienburger Straße und vielleicht auch in die Tasche eines Touristen. Schließen