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Gefahr im Ferienflieger

Deutsche Piloten schlagen Alarm: Die Atemluft in vielen Fliegern sei mit Ozon belastet, weil Filter fehlen. Die Fluggesellschaften wollen Geld sparen - und gefährden so die Gesundheit der Passagiere.

  Piloten warnen vor gefährlichem Ozon in Flugzeugkabinen

Piloten warnen vor gefährlichem Ozon in Flugzeugkabinen

Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) warnt vor der Ozonbelastung in der Atemluft in Flugzeugen. Große Teile der deutschen Kurz- und Mittelstreckenflotten nahezu aller großen Fluggesellschaften seien von dem Problem betroffen, zitiert die "Welt am Sonntag" aus einer internen VC-Mitteilung, die auch NDR Info vorliegt.

Die Airlines hätten zwar bereits vor fünf Jahren zugesichert, ihre Maschinen kurzfristig mit sogenannten Ozon-Konvertern nachzurüsten und neue Maschinen ab Werk damit ausstatten zu lassen. Dies sei aber nicht der Fall, heiße es in dem Schreiben. "Teilweise komplette Flotten" besäßen "keine Ozon-Konverter". Die Pilotenvereinigung Cockpit war für Nachfragen am Samstag zunächst nicht zu erreichen.

Fluggesellschaften wollen Geld sparen

Probleme mit der Kabinenluft waren in der Vergangenheit immer wieder Thema, jedoch ging es dabei meist um in die Kabine gelangte Dämpfe von Öl oder Enteisungsmitteln. Bei der Vermeidung von Ozon an Bord handele es sich um "gesetzliche Anforderungen aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz", heißt es in dem Bericht. Die Konverter würden laut Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg offenbar nicht eingebaut, weil sie gesetzlich nicht vorgeschrieben seien. Er wirft den Fluggesellschaften vor, Geld sparen zu wollen, wie die Zeitung weiter schreibt.

Auf nahezu allen Langstreckenflügen bestehe das Problem nicht, weil der Einflug in den Luftraum der USA ohne die Ozon-Umwandler gar nicht gestattet sei. Das Gas Ozon kann Lungen und Atemwege reizen und etwa Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Müdigkeit, Konzentrationsschwächen, Benommenheit und Entzündungen verursachen. Zudem steht Ozon im Verdacht, krebserregend zu sein. Deshalb gibt es in Deutschland auch keinen Grenzwert mehr für das Gas – weil jeglicher Kontakt als gefährlich gilt.

cf/DPA/DPA

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