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Gaskocher

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Reisetipps Deutschland, Teil 4
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Zum Reinspringen schön

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Der Jetlagger
Blog "Der Jetlagger"
Der Spot

Du merkst es, wenn du ihn findest, deinen Lieblingsort. Den Platz an welchen du dich zurückziehen kannst. Wo man Ruhe findet und nachdenken kann. Egal warum, das muss schon mal sein. Manchmal ist es der Stress im Job, dann hast du Ärger mit der Freundin oder du hast einfach wieder zu viel vom Leben. Kurz eine Auszeit nehmen. Abstand nehmen und die Angelegenheit von fern betrachten. Deswegen müssen meine Lieblingsorte auch immer eine gute Aussicht haben. Mein Secret Spot. Photo by Alex Schelbert Ich hatte schon viele dieser Plätze. früher war es die Friesener Warte bei Bamberg. Von dort konnte man runter ins Tal schauen und in der Nacht war man meistens allein. Dann habe ich einen Schlafsack und einen Gaskocher eingepackt. Noch ein paar Snacks und Wasser mitgenommen. Manchmal auch ein paar Bier. Die Sonne geht im Westen unter und im Hintergrund liegt Bamberg mit der Altenburg und seinen vielen Kirchen. Unten tobt noch das Leben, doch hier oben ist es schon still. Unten im Tal gehen die Lichter an. Irgendwann kommt der erste Stern, dann mehr und mehr. Ich lass meine Gedanken schweifen. Langsam verschwinden die Gedanken, man hört nur noch den Wind und schläft ein. Am Morgen liegt Nebel in den Tälern und ich wärme mich an einer heißen Tasse Kaffee, bevor ich wieder ins hektische Tal zurück laufe. Ein paar Jahre später, war es der Samerberg. Unten im Tal liegt Rosenheim. Ein bisschen weiter hinten ist München und rechts der Chiemsee. Hinter dir beginnen die bayrischen Alpen. Es ist relativ bequem am Samerberg. Man kann mit dem Auto hinfahren, man hat eine Bank, ein segnendes Jesuskreuz und eine klasse Aussicht, aber deswegen ist man meistens auch nicht alleine. Der Samerberg ist kein Platz zum Übernachten im Schlafsack. Auch nach ein paar Gläsern Rotwein schläft man nicht gut, wenn auf dem Parkplatz hinter einem heftigst gestöhnt wird. Trotzdem war er während meiner Rosenheimer Zeit immer ein spezieller Ort. Ich bin sogar noch Jahre später von München aus zum Samerberg gefahren, um abzuschalten. In New York war es dann schon schwieriger einen passenden Ort zu finden. Ich brauche Weitsicht und die ist in Manhattan bekanntlich Mangelware. Am Anfang war es das Dach unseres Bürohauses an der 26. Straße. Man darf eigentlich nie auf die Dächer New Yorks, aber irgendwer hatte die Alarmanlage außer Kraft gesetzt und jetzt war es der Sammelpunkt für die Kiffer im Haus. Manchmal war ich alleine dort oben. Dann traf ich Ricardo, einem mexikanischem Schauspieler, der feuriger Zapatist ist. Ein anderes mal traf ich Dimitri von der Gruppe Dee-Lite oder Vanessa, eine bekannte Performance Künstlerin, die ein Ding für nackte 14-jährige Mädels hat. Wolken über Manhattan. Photo: Francois Portmann Doch dieses Dach wurde mir auf die Dauer zu stressig. Ich wollte ja eigentlich einen Platz zum Alleinsein. Finde erst mal einen in Manhattan. Ich habe noch das ein oder andere Dach erkundet und immer wieder neue Leute kennengelernt, aber so richtig alleine war ich nie. Bis auf das eine Mal. Da habe ich auf die Katzen einer Freundin aufgepasst. Die hat eine Dachterrasse und weil es im Mai schon so schön warm ist, hatte ich beschlossen die Nacht im Schlafsack auf dem Dach zu verbringen. Ich legte mich auf einen Vorsprung und von dort aus konnte ich ganz Lower Manhattan vor mir sehen. Inklusive der beiden World Trade Center Türme. Im Radio fand ich per Zufall Franky Boy und bei der Musik des Rat Packs, gemischt mit dem Sirenengeheul, der NYPD oder NYFD, strahlte die Stadt in ihrem ganz eigenen Charme. Nur schlafen kann man bei dem Lärm von Müllautos und hupenden Taxis kaum. Nein, das ist nicht der Secret Spot, aber schön ist dieser auch. Photo: Daniel Grund Auf Teneriffa war es dann einfacher. Ich hatte gleich mehrere dieser besonderen Orte. Einer war am Meer. Man saß auf einer Klippe, während unten die Brandung anrollte und draußen die Sonne ins Meer plumpste. Ja ja, ich weiß. Das ist kitschig ... und doch so schön. Meinen ganz absoluten Lieblingsort Ort habe ich zufällig bei einem Ausflug mit dem Auto entdeckt. Seit ich ihn kenne, mache ich regelmäßig Reisen zurück nach Teneriffa, nur um meinen "Spot" zu besuchen. Er liegt gleich neben einer selten befahrenen Passtrasse auf 2200m Höhe. Man sitzt auf einem Lavafeld und sieht ins Tal. Vor einem liegen Gomera und rechts die Insel La Palma. Die Sonne fällt dazwischen ins Meer. Das Rot im Himmel wird dunkler und dunkler, geht langsam in ein dunkles Blau über. Hinter mir zieht langsam der Sternenhimmel auf. Es ist still. So still, dass man ein Pfeifen in den Ohren hört. Ich trinke ein Glas Wein. Dann lasse ich mich zurück auf meinen Schlafsack fallen und warte auf Sternschnuppen. Ich wünschte, ich könnte für immer dort oben sein und die Ruhe genießen. Das ist bis jetzt der Beste.

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Polarkreis-Lauf

Quer durch die Wildnis Lapplands führt der 110-Kilometer-Wanderlauf Fjällräven Classic. Vorbei am höchsten Berg Schwedens durch menschenleeren Fjäll, mit Zelt und Kocher auf dem Rücken und Vesper bei LapDonalds.

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