Startseite

Air Berlin verklagt Berliner Flughafengesellschaft

Die verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens hat weitere Folgen: Air Berlin verklagt die Betreibergesellschaft auf Schadensersatz. Auch die Deutsche Bahn denkt über juristische Schritte nach.

  Air Berlin beklagt Ausfälle wegen der geplatzten Eröffnung des Berliner Hauptstadt-Airports. Nun klgt die Airline auf Schadensersatz

Air Berlin beklagt Ausfälle wegen der geplatzten Eröffnung des Berliner Hauptstadt-Airports. Nun klgt die Airline auf Schadensersatz

Die Fluggesellschaft Air Berlin klagt nach der geplatzten Eröffnung Eröffnung des Großflughafens Berlin Brandenburg (BER) auf Schadenersatz. "Wir haben entschieden, unseren Anspruch auf Schadensersatz auf dem Rechtsweg geltend zu machen", erklärte Airline-Chef Hartmut Mehdorn am Dienstag.

Intensive Gespräche mit dem Flughafenbetreiber hatten laut Mehdorn zuvor zu keiner für beide Seiten akzeptablen Lösung geführt. Die Fluggesellschaft habe daher beim zuständigen Landgericht Potsdam eine Feststellungsklage gegen die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH eingereicht.

Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe

Durch die wiederholte Verschiebung des Eröffnungstermins für den Hauptstadt-Airport seien bereits geschätzte Mehrkosten und sonstige Schäden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden, weitere Lasten könnten hinzukommen. Im Einzelnen könnten die Schäden noch nicht vollständig beziffert werden, erklärte der Lufthansa-Konkurrent. Diese seien nicht zuletzt vom Winterbetrieb auf dem alten Flughafen Tegel abhängig. Ursprünglich sollte der Flughafen Berlin-Brandenburg am 3. Juni seinen Betrieb aufnehmen.

Auch Deutsche Bahn denkt über juristische Schritte nach

Die verschobene Flughafen-Eröffnung hat auch die Deutsche Bahn viel Geld gekostet - nach eigenen Angaben bis Ende Oktober etwa 34 Millionen Euro. Jeden Monat kämen zwei Millionen Euro hinzu, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag auf Anfrage in Berlin. Über mögliche juristische Schritte gegen die Flughafengesellschaft habe das Unternehmen noch nicht entschieden.

Die Bahn hatte eine Strecke zum unterirdischen Bahnhof des neuen Flughafens gebaut, der mit zwei Jahren Verspätung erst im Oktober 2013 öffnen soll. "Wir wollen nicht auf den Kosten sitzenbleiben", sagte Bahnchef Rüdiger Grube vor wenigen Tagen.

Flughafengesellschaft lehnt Zahlung von Schadenersatz ab

Die Berliner Flughafengesellschaft will der Fluggesellschaft Air Berlin trotz der verschobenen Eröffnung des Hauptstadtflughafens keinen Schadenersatz zahlen. Es bestehe kein Anspruch, "da wir mit der Airline vertraglich keinen fixen Eröffnungstermin für den Flughafen Berlin Brandenburg vereinbart hatten", teilte Flughafenchef Rainer Schwarz am Dienstag mit. Zahlen könne die Flughafengesellschaft nur, "wenn dies rechtlich zwingend geboten ist".

Die Flughafengesellschaft betonte: "Wir setzen weiter darauf, mit Air Berlin in konstruktiven Gesprächen zu vernünftigen Lösungen zu kommen." Die Gespräche der vergangenen Monate hätten aber gezeigt, "dass wir in der Schadenersatz-Frage weit auseinanderliegen". Man wissen um die Unannehmlichkeiten der Verschiebung des Eröffnungstermins. "Daher setzen wir seitdem alles daran, den weiteren Flugbetrieb in Tegel so reibungslos wie möglich zu gestalten."

kmi/dho/Reuters/DPA/DPA/Reuters

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools