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Berliner Airport wird eine viertel Milliarde teurer

Erneute Kostensteigerung für den Berliner Großflughafen: Laut einem Zeitungsbericht könnte der BER noch einmal 250 Millionen Euro mehr kosten als gedacht. Ein Teil der Baukosten war nicht kalkuliert.

  Wann der Flughafen endlich eröffnet wird, entscheidet sich wohl Mitte September

Wann der Flughafen endlich eröffnet wird, entscheidet sich wohl Mitte September

Der neue Berliner Großflughafen BER könnte einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge um noch einmal bis zu 250 Millionen Euro teurer werden. Technik-Chef Horst Amman habe dem Projektausschuss eine Überprüfung der Finanzen vorgelegt. Demnach seien Baukosten von wahrscheinlich 250 Millionen Euro nicht berücksichtigt worden, berichtete die Zeitung. Der RBB berichtete am Mittwochabend, dass einige der beauftragten Bauunternehmen die Arbeit am Flughafen erst wieder aufnehmen würden, wenn noch aus dem Sommer stammende Rechnungen bezahlt worden seien.

Laut Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD) sind die Kosten allerdings "zur Zeit gedeckt". Es seien keine Zusatzkosten entstanden, die nicht von den 1,2 Milliarden Euro Hilfen von Bund, Berlin und Brandenburg aufgefangen würden, sagte Berlins Regierender Bürgermeister am Donnerstag dem Radiosender 104.6 RTL.

Der "Bild" zufolge hatte Flughafenchef Rainer Schwarz bei ersten Berechnungen im Sommer "scheinbar" nicht verlangt, dass die Baufirmen alle ihre Forderungen offen legen. Dies habe der Flughafen in den vergangenen Wochen nachgeholt. Ein ehemaliger Bauleiter sagte der Zeitung, einige Forderungen der Baufirmen seien "völlig überzogen". Der Flughafen sei aber erpressbar: "Entweder zahlen oder Eröffnungstermin abschminken", zitierte "Bild" den Mann.

Ärger mit offenen Rechnungen

Die Flughafengesellschaft ist sich nach Angaben eines Bauanwalts, der mehrere große Unternehmen am BER vertritt, noch nicht mit allen Baufirmen über die Wiederaufnahme der Arbeiten einig. Dem RBB sagte der Rechtsanwalt, es seien noch nicht alle Leistungen bezahlt worden, die bis zum Sommer erbracht wurden. Es gebe viele Firmen, die einen hohen Bestand an offenen Rechnungen hätten. Über diese wollten sie verhandeln bevor die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Falls sich dies verzögert, könnte der enge Zeitplan für die Inbetriebnahme in Gefahr geraten.

Der Flughafen südöstlich von Berlin soll Berichten zufolge insgesamt statt ursprünglich 2,8 nun mindestens 4,3 Milliarden Euro kosten - laut "Bild" vom Donnerstag würde sich diese Summe auf rund 4,5 Milliarden erhöhen. Während Brandenburg und Berlin ihren Anteil an den 4,3 Milliarden Euro bereits bewilligt haben, zögert der dritte Anteilseigner Bund noch. Auch die EU-Genehmigung fehlt bisher. Die Eröffnung des Airports war ursprünglich für 2011 geplant. Nach drei Verschiebungen des Termins ist seine Inbetriebnahme jetzt für Oktober 2013 vorgesehen.

Der neue Hauptstadtflughafen wird einem Gutachten zufolge nach seiner Inbetriebnahme einer der unpünktlichsten Flughäfen Deutschlands sein, die Abfertigungskapazitäten reichten nicht aus. Die CDU-Fraktion des Brandenburger Landtages hatte diese Expertise am Dienstag vorgelegt. "Die Sorge, der Flughafen könnte zu klein sein, ist unbegründet", erklärte die Flughafengesellschaft dazu. Der Airport sei in allen Bereichen auf eine Startkapazität von 27 Millionen Fluggästen im Jahr ausgelegt.

mlr/AFP/DPA/DPA

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