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An der US-Küste droht eine Umweltkatastrophe. Der Kampf gegen die Ölpest läuft schlecht, Naturschutzgebiete sind bedroht, Fischer fürchten um ihre Existenz. Eine Reportage aus dem Mississippi-Delta.
Vor einem Jahr explodierte die Bohrplattform "Deepwater Horizon". Unmengen Öl flossen ins Meer. Seitdem tobt ein Streit, wo sie geblieben sind. Es ist eine Milliarden-Dollar-Frage.
Eingelullt in Selbstzufriedenheit ließen die Ölindustrie und die Regierung die schlimmste Umweltkatastrophe in der US-Geschichte zu. Zu diesem harten Urteil kommt der Bericht einer US-Regierungskommission zur Ölpest im Golf von Mexiko. Sie fordert massive Reformen, doch Umweltschützer zweifeln.
Die Sorge ist groß, dabei ist vieles noch unklar: Der Tropensturm "Alex" könnte das Gebiet der Ölpest im Golf von Mexiko erreichen, die Ölkonzerne räumten bereits ihre Bohrinseln. Für den Moment gibt es Entwarnung - zum Aufatmen ist es jedoch noch zu früh.
Die Sorge ist groß, dabei ist vieles noch unklar: Der Tropensturm "Alex" könnte das Gebiet der Ölpest im Golf von Mexiko erreichen, die Ölkonzerne räumten bereits ihre Bohrinseln. Für den Moment gibt es Entwarnung - die Gefahr, dass der Wind sich dreht, ist jedoch immer noch gegeben.
Stück für Stück scheint BP voranzukommen, das Ölleck am Meeresgrund abzudichten. Doch trotz aller Fortschritte, bleibt die US-Regierung skeptisch: Das Öko-Drama werde sich noch bis "weit in den Herbst" hinziehen. Die selbst verschuldete Ölpest wird für BP zunehmend auch zu einem wirtschaftlichen Desaster.
Erste Schlieren der Ölpest im Golf von Mexiko haben die Küste Floridas am Panhandle erreicht. Noch sind nur die Strände an der Grenze zu Alabama bedroht. Aber die klebrig-braune Soße treibt weiter Richtung Osten - zu den Touristen-Hochburgen.
Endlich ein kleiner Erfolg für BP: Dem Ölkonzern gelang es, die Steigleitung abzutrennen, aus der seit Wochen Öl austritt. Der schwierigste Teil der Operation steht aber noch bevor. Inzwischen ist der Ölteppich auf fast 25.000 Quadratkilometer angewachsen.
Die Operation "Top Kill" verzeichnet offenbar einen ersten Erfolg: Videobilder zeigen, dass womöglich nur noch Schlamm und kein Öl mehr aus dem Bohrloch austritt.
Während am Golf von Mexiko die Stimmung der Bevölkerung in Zorn umschlägt, redet jetzt auch der Verursacher der Ölpest Tacheles: BP nennt sie "katastrophal". Der Kampf dagegen geht kaum voran. Der Konzern streitet mit der US-Regierung um eine Chemikalie und hat weniger Öl abgesaugt als vermutet.
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