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Das Miniatur-Wunderland gibt's jetzt bei Google Street View zu sehen

Die größte Modelleisenbahn der Welt steht in Hamburgs Speicherstadt. Doch ab heute kann jeder das Miniatur Wunderland besuchen: Google Street View hat die Touristenattraktion digitalisiert.

  Die Startseite für die virtuelle Besichtigung des Miniatur Wunderlandes

Die Startseite für die virtuelle Besichtigung des Miniatur Wunderlandes

Das Jahr 2015 endete für das Miniatur Wunderland in Hamburg mit einem neuen Rekord: Mehr als 1,2 Millionen Besucher zählten die Macher in den Räumen mit 1300 Quadratmetern Ausstellungsfläche. In den einzelnen Abschnitten sind nicht nur Szenen mit fahrenden Zügen aus der ganzen Welt nachgestellt, von Bayern über die Schweiz, Skandinavien bis in die USA, sondern auch das Modell des Knuffingen Airports mit startenden und landenden Flugzeugen.

Ab sofort gibt es noch mehr zu sehen: Jeder Internetnutzer kann sich von seinem Rechner aus oder per Smartphone ins Miniatur Wunderland beamen, ohne nach Hamburg fahren zu müssen - dank einer Kooperation mit dem Internetgiganten Google.

  Der Mini-Kamera-Zug wird auf Bahngleisen in den Schweizer Alpen platziert 

Der Mini-Kamera-Zug wird auf Bahngleisen in den Schweizer Alpen platziert 

"Es gibt ein neues Land auf Google Street View", sagte Ulf Spitzer von Google bei der Präsentation am Mittwoch in Hamburg, "ein Wunderland". Längst kann man mit dem Feature von Google per Street View nicht nur die Straßen und Landschaften in 75 Ländern der Erde bereisen, sondern mithilfe der interaktiven Kameratechnik auch einen Blick in Gebäude, Flugzeuge und Höhlen werfen. Doch ab sofort geht es auch per Mausklick durch die Hamburger Miniaturlandschaften im Maßstab 1:87.

Google-Cam im Spionageformat

Das Besondere an diesem einzigartigen Projekt: Menschen in aller Welt sehen die Modellbahnwelt aus einer gänzlich neuen Perspektive: aus der eines Lokführers. Oder sie können den Modellbahnfiguren auf Augenhöhe ins Gesicht sehen. Für die Umsetzung des Gemeinschaftsprojekts waren enorme technische Hürden zu überwinden. Kleinstkameras wurden wie Spionagewerkzeuge auf Güterwagen gesetzt und in die fahrbaren Modellfahrzeuge montiert, um Fotos der Miniaturwelten des Wunderlandes aufzunehmen.

  Einblick in die Terminal-Welt des Flughafens Knuffingen

Einblick in die Terminal-Welt des Flughafens Knuffingen

Normalerweise sieht man die Anlage von vorn, von der Seite oder von oben, doch nun zeigen die Google-Bilder unbekannte Orte, wie zum Beispiel das Innere des Flughafenmodells mit den Schlangen vor den Abfertigungsschaltern. "Wir konnten in Ecken sehen, wo wir jahrelang nicht reinguckt haben", sagt Frederik Braun, Mitbegründer des Miniatur Wunderlandes.

  Als virtueller Besucher kann man jetzt auch einen Blick in die Tunnel werfen

Als virtueller Besucher kann man jetzt auch einen Blick in die Tunnel werfen

Um den Besucherbetrieb nicht zu stören, wurden die Aufnahmen nur nachts gemacht. Über viele Monate dauerten die #MiniView-Arbeiten für die Street View Sammlung. Immer weiter wurde die Aufnahmetechnik verfeinert. "Wir haben eigentlich ein Jahr lang zusammen gespielt", fasst Braun das Gemeinschaftsprojekt mit Google zusammen.


Die Zugfahrten und 360-Grad-Ansichten sind über die übliche Navigation per Google Maps und über eine Mircosite zu erreichen. Über die Links können sich User praktisch in die Anlage beamen und sich auf eine Entdeckungssuche zu unterhaltsamen Details begeben - ein Vorgeschmack auf einen Ortstermin in den Räumen unter den Dächern der Hamburger Speicherstadt. Mit Google Street View sitzt man ganz dicht am Wunderland - näher dran geht einfacher nicht.

 


Für Smartphone-User:

Google Street View App für Android

Google Street View App für iOS

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