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Verbraucherzentrale mahnt Airlines ab

Weil Fluggesellschaften noch immer mit irreführenden Preisen locken, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) neun Fluggesellschaften abgemahnt. Sie haben die seit November geltenden Vorschriften für kundenfreundliche Internet-Buchungen noch nicht umgesetzt.

Nach der neuen EU-Verordnung müssen auch Steuern und Abgaben klar und rechtzeitig aufgelistet werden. Sie soll verhindern, dass mit sehr niedrigen Preisen geworben wird, zu denen im "Kleingedruckten" erhebliche Kosten dazukommen. Der vzbz forderte die Fluggesellschaften auf, die Preise nachvollziehbar zu machen und Extra-Angebote wie etwa Reiseversicherungen nicht automatisch der Rechnung hinzuzufügen.

Nur mit dem Endpreis werben

Condor und Tuifly haben die Internet-Seite nach eigenen Angaben inzwischen geändert. EasyJet wolle dies bis Ende März tun. Germanwings habe nur einige Voreinstellungen geändert. Gegen Intersky Luftfahrt, Ryanair, eDreams und Air Malta liefen die Mahnverfahren noch. Reagieren diese Unternehmen nicht, droht ihnen wie zuvor schon Air Berlin eine Klage der Verbraucherschützer. Das Unternehmen ließ die vom vzbz gesetzte Frist verstreichen, ohne seine Webseite anzupassen.

"Lange genug wurden die Verbraucher mit versteckten Preisangaben in die Irre geführt. Damit muss jetzt endlich Schluss sein", sagte vzbz-Vorstand Gerd Billen. Mit versteckten Preisen hätten die Fluggesellschaften in den vergangenen Jahren den Eindruck erweckt, Fliegen sei besonders günstig. Tatsächlich seien die Ticketpreise stark gestiegen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seien die durchschnittlichen Kosten gegenüber dem Jahr 2005 um mehr als 20 Prozent gestiegen. Zwischen 2000 und 2005 hätten die Preise sogar um 30 Prozent zugelegt.

DPA

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