Reiselust der Deutschen ungebrochen

15. November 2012, 14:08 Uhr

In den vergangenen zwölf Monaten verreisten laut Deutschem Reiseverband drei Prozent mehr Urlauber mit Veranstaltern, vor allem nach Spanien. Doch bei den Reisezielen gibt es auch Verlierer. Von Till Bartels

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Deutscher Reiseverband, DRV, Toursimus, Flugreisen, Flugbuchung

Gutes Tourismusjahr 2012: Besonders Kreuzfahrten und Flugreisen tragen zum Umsatzplus bei.©

Der Verkauf organisierter Reisen brummt. Trotz Eurokrise sparen die Deutschen nicht beim Urlaub. Mit rund 40 Millionen Reisen innerhalb eines Jahres ist damit ein neuer Rekord erreicht, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) mitteilt.

Die Reiseveranstalter steigerten ihren Umsatz auf 24,2 Milliarden Euro. Das entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum einer Steigerung um drei Prozent. Das Geschäftsjahr der Reisebranche läuft bis zum 31. Oktober.

Beliebtestes Reiseziel der Deutschen ist auch in diesem Jahr Spanien. Auf Platz zwei rangiert Italien, dann folgt die Türkei. Ferien in Deutschland waren trotz des teilweise ins Wasser gefallenen Sommers unverändert beliebt. Doch wegen des Regenwetters stiegen Urlauber vermehrt ins Flugzeug, um an den Stränden rund ums Mittelmeer ihre Ferien zu verbringen. Daher legte der Umsatz mit Flugreisen auf der Nah- und Mittelstrecke in den vergangenen 12 Monaten um 7,5 Prozent zu.

Gewinner und Verlierer

Neben den Balearen und Kanaren in Spanien verzeichneten die Anrainerstaaten der Adriaküste wie Kroatien, Montenegro und Slowenien gute Zuwächse. Auch die Reiseländer Ägypten und besonders Tunesien, wo die Buchungen nach dem arabischen im Frühjahr 2011 stark eingebrochen waren, konnten bei Veranstalterreisen zulegen. Auf Vorjahresniveau blieb die Nachfrage zu Zielen in Nordamerika.

Eingebrochen dagegen sind Reisen nach Kenia, Namibia und Südafrika, ebenso zu den Mittelmeerinseln Zypern und Malta. Auch Griechenland zählt in diesem Jahr weniger Besucher - nach einem hohen Anstieg im Jahr zuvor.

2013 weniger Wachstum

Trotz der Havarie der "Costa Concordia" zu Jahresbeginn verzeichnet die Kreuzfahrtbranche ein Wachstum bei Umsatz und Passagieren. Hochseekreuzfahrten sind weiterhin im Trend und legen zu. Die Studie des Verbandes besagt aber auch, dass das Segment Flusskreuzfahrten Einbußen erleidet und rückläufig ist.

Für DRV-Präsident Jürgen Büchy bleibt der Tourismus trotz Krisen ein hochdynamischer Wachstumsmarkt. "Wir bewegen uns auf einem hohen Niveau mit immer noch leichtem Aufwärtstrend", so Büchy, dessen Verband knapp 10.000 Reisebüros und Agenturen repräsentiert. Für 2013 erwartet er allerdings nur noch ein moderates Wachstum.

mit Agenturen
 
 
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